grüner Spaziergang

BERLIN sagt DANKE!
SEI DANKBAR, SEI HERZLICH, SEI BERLIN
Unter diesen Slogan veranstaltet velotaxi zum 5. Mal in Folge den DANKE-TAG unter
der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, und
spendet den Erlös an das ambulante Kinderhospiz Berliner Herz.
Jedes Jahr endet die Saison der Fahrradtaxis bundesweit Ende Oktober. Zum 5. Mal in Folge
bedankt sich der Marktführer unter den CityCruisern in sieben deutschen Städten, darunter die
Hochburg Berlin, bei seinen Kunden mit einem kostenfreien Fahrdienst rund um das
Brandenburger Tor und bittet dabei um eine Spende für einen guten Zweck. An diesem Tag
wird für eine gute Sache gestrampelt, der Fahrgast bestimmt den Preis. Eine wachsende Zahl
von Unternehmen schließt sich velotaxi an und zeigt sich mit Gratis- oder Rabattaktionen
dankbar gegenüber seinen Kundinnen und Kunden und spendet gleichzeitig an ein soziales
Projekt. 2007 konnten bundesweit 10.000 € an verschiedene gemeinnützige Organisationen
gespendet werden.
Der DANKE-TAG in Berlin am 31.10.2008, ab 13:00 Uhr am Brandenburger Tor:
„Zeigen Sie Herz, fahren Sie am 31. Oktober velotaxi und spenden Sie kräftig!“
Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, der die Schirmherrschaft des 5. DANKE-
TAGs in Berlin übernommen hat, fordert seine Berlinerinnen und Berliner zu Spenden auf.
„Velotaxis sind aus Berlins Mitte nicht mehr wegzudenken. Sightseeing mit dem velotaxi
gehört für viele zu den unvergesslichen Erlebnissen eines Berlin-Aufenthalts“, so Klaus
Wowereit. Der DANKE-TAG gehört inzwischen ebenso zu Berlin, das zeigt die wachsende
Zahl der Unternehmen, die sich daran beteiligen. Velotaxi und die beteiligten Firmen nehmen
den Tag zum Anlass, sich zu bedanken bei Geschäftspartnern und Kunden. Mit im Boot sind:
Berlin Plakat, Berliner Fenster, Berlin Magazin, Zitty Berlin, fangfrisch und mandaro. Rabatte
oder kleine Präsente werden angeboten von: Ampelmann GmbH, M.A.X. 2001 im neuen
BERLIN infostore im ALEXA, Berlin Tourismus Marketing GmbH und call a bike. Kids Tour
Berlin sowie Berliner Unterwelten e.V. haben spezielle Führungen im Programm und auch
gastronomische Unternehmen sagen Danke: Der Schleusenkrug lädt die Fahrer von velotaxi
ein, besondere Angebote gibt es im Brewbaker, im Kuchel-Eck sowie im 1A Lauschgift. Die
Reederei Riedel und das Varieté Chamäleon vergeben Gutscheine, das Meininger City Hostel
spendet Reisen für vom Berliner Herz betreute Familien. Sambatucada trommelt für Spenden
vor Ort, wie schon die Jahre zuvor ist e-cross dabei mit einer Aktion, die bundesweit
funktioniert: am 31.10. „DANKE“ plus Zielrufnummer plus eine persönliche Nachricht an die
84040 (0,99 Euro/SMS incl. D2VF-Anteil 0,12 € zzgl. T-Mobile TPL.) Alle Unternehmen und
Aktionen sind im Internet www.berlin.danke-tag.de
Mit all diesen Aktionen, Präsenten, Rabatten und aufgestellten Spendendosen unterstützen die
Unternehmen, wie jedes Jahr, ein soziales Projekt und helfen somit in ihrer Stadt:
2008 gehen alle Spenden an das ambulante Kinderhospiz BERLINER HERZ. Wenn ein Kind
schwer oder unheilbar erkrankt, ist die gesamte Familie betroffen. Das BERLINER HERZ hilft
diesen Familien: schnell, unbürokratisch, kostenlos. Sorgfältig ausgebildete Familienbegleiter
stehen der ganzen Familie zur Seite und entlasten sie im Alltag. Sie sind Gesprächspartner für
die Eltern, betreuen das erkrankte Kind, kümmern sich um die Geschwister, begleiten bei
Behördengängen und vieles mehr. Zurzeit betreut das Berliner Herz ca. 65 Familien, ca. 80 ehrenamtliche Familienbegleiter stehen zur Verfügung. Um das Angebot aufrecht erhalten und
ausbauen zu können, ist das Berliner Herz dringend auf Spenden angewiesen.
Jeder Kunde erhält im AMPELMANN Restaurant ein Glas Sekt und einen AMPELMANN- Schlüsselanhänger

Just zum Tag der Deutschen Einheit eröffnet die AMPELMANN GmbH ihren vierten Shop in Berlin. Der 85 qm große Laden befindet sich in der Markgrafenstraße 37, direkt am Gendarmenmarkt. Anlässlich der Einweihung wird der Urheber der Ampelmännchen, der ehemalige DDR-Verkehrspsychologe Karl Peglau, am 3. Oktober 08 zwischen 12 und 14 Uhr Rede und Antwort stehen sowie Produkte signieren.
Die Nachfrage nach den kleinen Sympathieträgern wächst stetig. Die überwiegend in (Ost-) Deutschland produzierten AMPELMANN-Produkte reisen in alle Welt aus und verkörpern das junge, boomende Berlin. Für deren Präsentation gibt es kaum einen besseren Standort als „einen der schönsten Plätze Europas“, wie der Gendarmenmarkt oft bezeichnet wird.
„Der neue Shop wird ebenso wie das im Frühjahr eröffnete AMPELMANN Restaurant neue Arbeitsplätze schaffen und unsere Marke weiter stärken“, sagt Geschäftsführer Markus Heckhausen. Inzwischen beschäftigt die mittelständische Firma über 60 Mitarbeiter.
AMPELMANN Shop
Markgrafenstraße 37 (Gendarmenmarkt)
101 17 Berlin-Mitte
Öffnungszeiten täglich 10 – 21 Uhr

Pressemitteilung Bilanz-PK, 17. Dezember 2007
AMPELMANN GmbH weiter auf Vormarsch
Nach der bemerkenswerten Umsatzsteigerung von 2006, kann die Berliner
AMPELMANN GmbH auch mit dem zurückliegenden Jahr mehr als zufrieden sein.
Für das Geschäftsjahr 2007 verzeichnete das Unternehmen ein erneutes Wachstum
und konnte seinen Umsatz um weitere 20 % auf nun €3,6 Mio. steigern.
„Wir haben unsere Ziele für 2007 erreicht und freuen uns sehr, seit nunmehr 10 Jahren ein
kontinuierliches Wachstum zu erzielen. Damit sehen wir uns als positives Beispiel für die
Berliner Wirtschaft. Im Jahre 2007 wurden nicht nur sieben neue Arbeitsplätze geschaffen,
sondern zusätzlich auch ein Ausbildungsplatz (Kauffrau imEinzelhandel).Mit über 40
Mitarbeitern ist die AMPELMANN GmbH bestens gerüstet für ein erneut großes Wachstum
in 2008“ erklärt Geschäftsführer Markus Heckhausen.
Die vollen Potentiale verantwortlicher Unternehmensführung (Corporate Social Responsibility /
CSR) werden, wo auch immer möglich, systematisch genutzt. Bio-Nahrung für die Mitarbeiter
oder die Verwendung von Ökostrom von Greenpeace verstehen sich als selbstverständlich und
sind schon lange vor der Diskussion zum Klimaschutz Teil der Firmenphilosophie. Die Umsetzung
der regionalen Produktion wird weiterhin verfolgt. “So können wir zum einen Arbeitsplätze in
Ostdeutschland schaffen und sichern als auch unseren Anspruch an einen hohen
Qualitätsmaßstab erfüllen“ sagt Markus Heckhausen.
Auf der Event-Messe „hot & kool“ in Berlin wurden 50 neue Lifestyle-Produkte der AMPELMANN
GmbH erfolgreich präsentiert und erfreuten sich sowohl bei Besuchern als auch beim Fachhandel
hoher Beliebtheit. „Mit nunmehr über 300 Produkten rund um das Ampelmännchen wächst nun
zunehmend die Nachfrage für die Zusammenarbeit auf der Basis eines „Shop in Shop-Systems“
erklärt Markus Heckhausen. Außerhalb Berlins existiert dieses Konzept mittlerweile auch in
Leipzig, Dresden, Köln, München oder Weimar und international in Paris, Mailand, Mexico,
Japan, und in den Niederlanden.
Anlässlich des Außenministertreffens der G 8 Staaten am 3. Dezember 2007 in Berlin durfte die
AMPELMANN GmbH ein Zeichen setzen. Das Ampelmännchen in Form einer Anstecknadel diente
knapp 400 Teilnehmern als Erkennungszeichen. “Das keck voran schreitende grüne
Ampelmännchen diente als Botschafter für die ständig weitere Verbesserung guter Beziehungen
zu und zwischen allen Staaten und Völkern dieser Welt“ freut sich Karl Peglau, der Erfinder des
Ampelmännchens. Für 2008 sind nun weitere Projekte zur Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen
Amt geplant.
Anlässlich eines Seminars für Modedesign zum Thema „Mode als städtischer
Entwicklungsfaktor“ wurde die AMPELMANN GmbH als Vertreter der Berliner Mode
nach Rio de Janeiro, Brasilien eingeladen. Ziel war es am Beispiel des „neuen Berlins“ zu
erklären wie durch Mode feste Beziehungen in Kultur, Handel und sozialer Entwicklung
entstehen können. Weitere Anfragen anderer Goethe-Institute, wie z.B. Neuseeland,
folgten.
Das erste AMPELMANN Restaurant wurde im Sommer 2007 eröffnet und erfreut sich bei den
Berlinern hoher Beliebtheit. Auch hier konnte die AMPELMANN Philosophie: Freundlichkeit,
Professionalität und Service am Kunden erfolgreich umgesetzt werden.
Der Ampelmann-Markenprozess
Im April 2007 konnte der Markenprozess um die Ampelfrau gewonnen werden. Das Berliner
Landgericht bestätigte die rechtmäßige Zuordnung und umfassende Nutzung der Marke
AMPELFRAU an die AMPELMANN GmbH. „Die Markennutzungsrechte an der Ampelfrau geben
dem Unternehmen die notwendige Sicherheit für weitere Investitionen in die
Produktentwicklungen und dem Markenaufbau“ erklärt Markus Heckhausen.
Neue Produkte
Aufgrund der Beliebtheit in Japan wurde eine Monchhichi-Kollektion mit der Figur des
Ampelmanns aufgelegt. Im Bereich Feinschmecker wurde eine Nudel in Form des
Ampelmännchens kreiert, seit Sommer dieses Jahres gibt es auch Porzellanteller und
Müslischalen mit dem Ampelmann Motiv.
Ausblick 2008
Im Frühjahr 2008 wird die AMPELMANN-Stiftung gegründet. Die AMPELMANN GmbH möchte sich
stärker für die Förderung der Sicherheit im Straßenverkehr, vor allem für Kinder engagieren. Der
Ehrenvorsitzende wird Karl Peglau, der Vater der Ampelmännchen sein, weitere Prominente
Persönlichkeiten werden als Kuratoriumsmitglied gesucht.
„Das Jahr 2008 wird spannend und mit viel Glück werden wir den Zuschlag für eine Fläche in
zentralster Lage für ein AMPELAND, eine Kombination von Museum, Cafe und Shop, erhalten.
Alles ist denkbar und nichts ist unmöglich für den Mann mit Hut“ so Markus Heckhausen.

Pressemitteilung Prozess AMPELFRAU
Hoch zufrieden und erleichtert zeigten sich Markus Heckhausen, Geschäftsführer der AMPELMANN GmbH, und Herr Karl Peglau, Erfinder der Ost-Ampelmännchen, nach der heutigen
Urteilsverkündung des Berliner Landgerichts im Prozess um die Ampelfrau.
Gegenstand der juristischen Auseinandersetzung war die
Forderung der AMPELMANN GmbH, ihre Marke AMPELFRAU
gegen eine unzulässige Nutzung durch die Firma Mondos Arts
zu schützen. Wiederholt hatte Mondos Arts versucht, die Nutzung der Ampelfrau von dem markenrechtlichen Hintergrund zu lösen, um deren rechtlich ungebundene Nutzbarkeit zu erwirken oder sie für die eigene, kommerzielle Vermarktung von Souvenirartikeln zu sichern.
“Die Zukunft eines Markenunternehmens hängt von dem Schutz seiner Marken ab”, betonen die beiden Geschäftsführer und
Diplom-Designer Markus Heckhausen und Barbara Ponn.
Das sah der Vorsitzende Richter Moritz heute nicht anders und bestätigte die rechtmäßige Zuordnung und umfassende Nutzung der Marke AMPELFRAU an die AMPELMANN GmbH.
Die Markennutzungsrechte an der Ampelfrau für T-Shirts, Tassen,
Taschen und andere Artikel gehen nun uneingeschränkt an die AMPELMANN GmbH und geben dem Unternehmen jetzt die
notwendige Sicherheit für weitere Investitionen in die Produktentwicklungen und den Markenaufbau rund um die
sympathischen Ampelmännchen.

Rechte am Ampelmann bestätigt
Heute hat auch das Oberlandesgericht in Dresden in zweiter Instanz den Markenstreit um die Ost-Ampelmännchen zugunsten der Berliner Ampelmann GmbH entschieden.
“Ich hoffe, Herr Roßberg akzeptiert nun endlich den Richterspruch und reitet sich nicht mit immer neuen Tricks noch tiefer rein“, meinte Geschäftsführer Markus Heckhausen nach der klaren Absage für das dreiste Vorgehen des Zwickauer Baustellen-Ausrüsters. Joachim Roßberg wollte dem Gericht glaubhaft machen, dass die nicht genutzten Rechte damals von seinem 9-jährigen Sohn Joachim Roßberg angemeldet wurden und somit das Gericht und die Öffentlichkeit zwei Jahre lang mit dem falschen der beiden Joachim Roßbergs verhandelt hätten.
Da jedoch nicht mal sein eigener Patentanwalt davon wusste, nutzten auch zweifelhafte Vollmachten eines 9-jährigen nichts mehr. Bereits in der ersten Instanz waren als gefälscht bezeugte Rechnungen seitens Roßberg aufgetaucht.
Der nicht glaubhafte Vortrag des Beklagten für die angebliche Markeninhaberschaft seines Sohnes, veranlasste das Gericht die Akten wegen des Verdachts einer Strafbaren Handlung an die Staatsanwaltschaft zu übersenden.
“Besonders schlimm finde ich, dass er seinen Sohn noch vor dem Start in das Berufsleben in solche Machenschaften mit hineinzieht“ bedauerte Heckhausen, selbst Vater von drei Kindern.
Im übrigen muss man auch bedenken, dass mit solchen Tricks bei negativem Ausgang einer Firma mit 35 Mitarbeitern erheblicher Schaden zugefügt würde.
Wenn jetzt endlich die rechtliche Situation um die Ampelmännchen geklärt ist, will sich die Ampelmann GmbH zusammen mit dem Urheber Karl Peglau an die Weiterentwicklung der Ampelfamilie machen: Nach der Kinderkollektion sollen nun weitere Produkte zur Ampelfrau folgen.

5 FRAGEN ZUM AMPELMANN
Worum geht es im Ampelmann-Streit?
Nicht darum, wem der Ampelmann gehört.
Gegenstand der Auseinandersetzungen mit Joachim Roßberg sen. aus Wildenfels (Sachsen) sind markenrechtliche Fragen. Also wer nutzt was. Stichwort Markengruppen, Stichwort Produktbereiche.
Mahlt zuerst, wer zuerst produziert?
Ginge es nach Gewohnheitsrecht (hier die Fertigung), gehörten die Ampelmotive manchem und keinem. Oder dem Berliner VEB Leuchtenbau. Der verfertigte in den Sechzigern Ampelmodelle. Oder einer Dresdner Firma, die Ampel-Testreihen bastelte. Oder der Vorvorgängerfirma des Roßberg-Betriebes “K. Schmidt Film- und Theatertechnik”. Selbst diese Firma war “nur” Zweite: vorher lieferten “Berger & Weiser” Ampeln aus Pößneck. Joachim Roßberg sen. stieß erst 1973 zum Ampelmann. Hier, in Wildenfels, fertigte er verschiedene Ampeln (u.a. Grüne Pfeile und Normalampeln, deren “Vater” er trotz allen Umgangs auch nicht ist).
Er fertigte jedoch keine Ampelmann-Gebrauchsgegenstände.
Ampelklau?
Niemand möchte den Sachsen die Herstellung von Verkehrsampeln verbieten. Ob mit oder ohne Männlein. Die Berliner vertreiben Accessoires, keine Ampeln. Das soll auch so bleiben.
Wann wurde der Ampelmann geboren?
Anfang der Sechziger war das. In Berlin. Wie alle hoheitlichen Dinge der damaligen DDR fiel die Entscheidung zum Verkehrsleitzeichen Ampelmann in der Hauptstadt.
Der Ostberliner Karl Peglau lieferte hierzu die Idee. Als Verkehrspsychologe befasste er sich seit den Fünfzigern mit der Trennung von Fußgänger- und Autoverkehr. Und mit passenden Leiteinrichtungen. Das ehrenamtliche Mitglied der Ständigen Kommission Verkehr beim Ostberliner Magistrat für Groß-Berlin führte seine Ampelmannidee dort gegenüber anderen Experten ein. In Form eines Neuerervorschlages.
Peglaus niedergelegte Ur-Idee ist heute im AMPELMANN-Laden Hackesche Höfe ausgestellt.
Wer ist wer?
Joachim Roßberg gibt es zweimal – als Vater und Sohn. Joachim-Emil Roßberg wurde 1950 geboren. Die von ihm 1990 gegründete Firma “Signaltechnik Joachim Roßberg GmbH” wurde laut Creditreform am 19.2.2002 aufgelöst. Vorausgegangen war die Ablehnung des Insolvenzverfahrens mangels Masse am 8.1.2002. Sein Sohn, Joachim-Clemens Roßberg wurde 1988 geboren. Auf ihn trug man im Dezember 2000 die Firma “Zwickauer Roßberg Signaltechnik GmbH” ein - mit dem Senior als Geschäftsführer.
Markus Heckhausen. Der Designer leitete mit seinen Lampen aus Ampelmann-Glas 1995/96 das Revival der Figuren ein.

AMPELMANN Chronologie
Dezember 2005 Die Ampelmann GmbH vergrößert sich. Designer
und Grafiker der Ost-West-Firma beziehen eine halbe Etage
über dem Hackeschen Hoftheater. Parallel wird der Ampelmann-
Laden im benachbarten Hof erweitert.
Insgesamt gibt es drei Berliner Läden.
2005 Berlin beschließt die Einführung der Ost-Ampelmännchen
für den West-Teil der Stadt. Grund: deutlichere Zeichensprache.
Die Ampelmann GmbH stellt ihre Kinder-Kollektion vor. Diese
Serie wird komplett in Burkhardtsdorf, Sachsen, produziert,
angefangen vom Stoffzuschnitt bis hin zur Endfertigung. Die
Kunststoffprodukte werden statt in China ab sofort in Thüringen
gefertigt. Die CD zum Ampelmann erscheint – eine trendig-akustische
Stadtrundfahrt.
2004 Zwei neue Läden: DomAquarée, Potsdamer Platz-Arkaden.
Und – der Ampelmann wird Maskottchen der Sat.1-Sendung
„Ströhleins Experten“, einer Quizsendung.
2001 Ausstellung 40 Jahre Ampelmännchen. Ort: Glaspavillon
Hackesche Höfe. Im Anschluss Eröffnung des ersten Ampelmann-
Ladens in direkter Nachbarschaft, Hof 3.
1999 Neue und erweiterte Ampelmann-Kollektion. Heckhausens
Firma stellt eine Palette von 15 neuen Produkten vor.
Darunter Fruchtgummis, Flaschenöffner, Buchstützen, Eiswürfelformen.
1997 Ampelmann-Geschäftsführer Heckhausen veröffentlicht
im Ostberliner Eulenspiegel-Verlag „Das Buch vom Ampelmännchen“.
Mitherausgeber ist Ampelmännchen-Vater Karl Peglau.
Vertrag Heckhausen mit Urheber Peglau. Sicherung der Markenrechte.
Nach und nach beschließen die ostdeutschen Bundesländer
den Erhalt der Ampelmännchen.
Herbst 1996 Das „Komitee Rettet die Ampelmännchen“ tritt an
die Öffentlichkeit. Mitglieder sind u.a. Markus Heckhausen und
Ampelmännchen-Vater Karl Peglau.
1996 Die Ampelmann-Lampe für daheim kommt auf den Markt.
Ergänzt um einen Metallkranz findet sie in Ost und West ein
großes Medienecho. Die Kultfigur rückt wieder ins Bewusstsein.
Parallel entstehen bereits neue Produkte und „Das Buch vom
Ampelmännchen“.
Frühjahr 1995 Das Berliner Softwarehaus FontShop startet eine
Soli-Aktion. Unter dem Slogan „Rettet das Ampelmännchen“
verteilt die Firma per Internet und Diskette Bilder der Ampelmänner
– kostenfrei. Als Reaktion treffen weiterentwickelte
Ampel-Figuren ein: auch die Ampelfrau
Anfang 1995 Diplom-Designer (FH) Markus Heckhausen konzipiert
das erste kommerzielle Ampelmann-Produkt – Ampelmann-
Lampen auf Grundlage abgebauter Originalgläser.
Wegen unzureichender Vorratsmengen bezieht der Neuberliner
sein Material aus Lagerbestand von Joachim Rossberg sen.
(Sachsen)
ab 1990 In den Neuen Bundesländern werden alte Signalanlagen
abgebaut. Das Ampelmännchen droht aus dem Straßenbild
zu verschwinden.
Achtziger Jahre Die Männchen werden Teil der DDR-Verkehrserziehung.
In Erfurt tauchen – ganz offiziell – humorvoll variierte
Ampelmänner auf. Darunter Ampelmann Eisesser, Wanderer,
Bäcker etc.
Mai 1977 Die Fußgänger Straßenverkehrsordnung (StVO) der
DDR listet die Ampelmännchen als „Fußgängersignalmasken
Bild 16 und 17“ auf.
August 1970 Richtlinie des DDR-Ministeriums des Inneren
„über die Anwendung, Anordnung und Gestaltung der Signalgeber
von Lichtsignalanlagen“
1969 Aufstellung der ersten regulären Ampelmann-Ampel an
der Friedrichstraße/Unter den Linden.
Mitte der Sechziger: Ostberliner Betriebe fertigen Probe-Ampeln
und Muster. Zum Beispiel der VEB Leuchtenbau Berlin und einer
Berliner PGH (Produktionsgenossenschaft des Handwerks)
Dezember 1963 ein Weg zum Schritt auf die Straße: Nach Prüfung
durch Dr. Dieter Broschmann, Abteilungsleiter im Zentralinstitut
für Verkehrsmedizin, wird Eignung „als verkehrsleittaugliche
Symbole“ festgestellt.
1962 Nach Gesprächen zwischen Kirchner und Peglau bekommt
der Ampelmann aus beleuchtungstechnischen Gründen Fäuste.
13. Oktober 1961 Offizielle Vorstellung der Ampelmännchen-
Motive (damals noch mit Fingern und lächelndem Mund).
1961 Geburtsjahr In Ostberlin erarbeitet eine ehrenamtliche
Kommission neue Möglichkeiten der Verkehrssicherheit und
-regelung. Mitglied ist auch der Pankower Psychologe Karl
Peglau. Seine Idee: „Realistisch-anschauliche Männchenschemen“,
die „durch konkret-anschauliche und gemütlich-lustige
Figürlichkeit alle Fußgänger ansprechen.“
Ebenfalls im Team der damals renommierte Experte Siegfried
Kirchner. Name der Runde: „Ständige Kommission Verkehr der
Stadtverordnetenversammlung Großberlin“
Mai 1957 In Westberlin wird die erste Fußgängerampel eingeweiht.
Diese Anlage beim Botanischen Garten in Dahlem umfasst
drei hinterleuchtete Lampen „WARTE“, „GEHE“ und eine
Figur. Letztere ist ein laufender Mann mit edlem Körperbau.
Oktober 1924 Berlin. Die erste elektrische Verkehrsampel
Europas wird am Potsdamer Platz der Bestimmung übergeben.
Farben: ROT, WEISS, GRÜN und BLAU

Die Hälfte aller Ampelmännchen kommen aus dem Osten
Als die Mauer fiel, sollten nicht nur sehr viele Ostbetriebe abgewickelt werden, sondern auch viele Dinge des Alltags, wie Symbole, Schilder oder Straßennamen mussten verschwinden. Das Ampelmännchen gehörte ebenfalls dazu.
Die Idee, aus den freundlichen Wichten Designerprodukte herzustellen und sie damit wieder salonfähig zu machen war 1996 ein wichtiger Meilenstein zur Rettung der ostdeutschen Ampelmännchen. Die Ampelmännchen hielt Einzug in die Medien und unzählige Sympathiebekundungen aus aller Welt sowie das Engagement vieler Ostdeutschen trug schließlich dazu bei, dass die Politik einlenkte und die Ampelmännchen weiterhin ihren Job tun durften.
Gleichzeitig wurden sie zum Firmenlabel und kreativen Schaffenszentrum des Designers Markus Heckhausen. Immer neue Produktideen entstanden, die Nachfrage stieg und auch das Familienunternehmen wuchs langsam aber stetig.
Mittlerweile umfasst die Kollektion der Ampelmann GmbH 80 Produkte und die Ideen sprudeln immer weiter.Das Unternehmen hat sich auch zur Aufgabe gemacht, ostdeutsche Betriebe zu beauftragen. Bereits das erste Ampelmann-Produkt - die Lampe, mit der 1996 alles anfing - wurde im Osten gefertigt. Seither versuchen die Ampelmänner, wenn möglich im Osten Deutschlands oder zumindest im Land zu produzieren. Sogar die Kunststoffproduktion wurde von China wieder zurück nach Thüringen verlegt.
Seitdem werden die Reflektoren, die Buchstützen oder die Rosenkavaliers-Vasen in Ostdeutschland hergestellt, dem Geburtsland der Ampelmännchen. Die neue Babykollektion ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die Firmenphilosophie sich sehr wohl mit Wirtschaftlichkeit verträgt, denn auch die Strampler, Jumper und Lätzchen werden im Osten, in Burkardtsdorf bei Chemnitz, gefertigt.
Die Ideen für die Ampelmannprodukte sind phantasievoll und erfordern oft eine unkonventionelle Herangehensweise an Produktionsabläufe die Motivation, immer wieder Neues auszuprobieren findet das Unternehmen in den kleinen und mittelständischen Betrieben der neuen Bundesländer. So ist es nicht zuletzt auch die gute Ausbildung der Fachkräfte im Osten, die zu dem hohen Qualitäts-Niveau der Ampelmannprodukte mit beiträgt. Also - warum in die Ferne schweifen, sieh das Gute liegt so nah...

