grüner Spaziergang

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Presse-Spiegel
Berliner Kurier, 3.12.2009
Das Vermächtnis des Ampelmann-Papas
Der Tagesspiegel, 2.12.2009
Vater Ampelmann ist tot
Berliner Kurier, 2.12.2009
Ampelmann-Vater starb mit 82 im Krankenhaus
Berliner Morgenpost, 2.12.2009
Erfinder des Ost-Ampelmanns gestorben
Berliner Zeitung, 1.12.2009
Der Erfinder des Ampelmännchens ist tot
BERLINER WIRTSCHAFT, 1.12.2009
Sympathische Marke
HBL / Sweden, 12.11.2009
Der Ampelmann överlevde DDR / Schweden
P.T.MAGAZIN, 1.11.2009
Finalisten 2009 aus Berlin und Brandenburg
BERLINER WIRTSCHAFT, 1.10.2009
Ausgezeichneter Berliner
Der Tagesspiegel, 26.7.2009
Ampelmann, Grüner Spinat und rotes Tomatenragout
Kool SCENE / Japan, 9.6.2009
Interview File Vol. 3
GREENPEACE ENERGY, 1.3.2009
GRÜNE MÄNNCHEN
PARISBERLIN, 1.1.2009
MARXAG
Guia de Berlín, 1.1.2009
DE COMPRAS POR BERLÍN
Berlin Maximal, 1.6.2008
Grüne Männchen
Chosunilbo / koreanische Tageszeitung, 29.2.2008
Ampelmann, Symbol der Vereinigung von Deutschland
Lonely Planet / Frankreich, 1.11.2007
CIEN POR BERLÍN
Precious / Japan, 1.10.2007
GRANDE / Belgien, 1.6.2007
AMPELMANN EST TOUT CE QUI RESTE DE LA RDA
German Impressions 2007 / Japan, 15.4.2007
Ampelmann Galerie Shop
La Gazette de Berlin, 29.3.2007
Suis ton petit bonhomme de chemin!
DESIGN / Korea, 1.3.2007
"Ampelmann" die Kultur Ikone von Deutschland
Berlin.maximal, 1.2.2007
Ich stelle ein
Stuttgarter Nachrichten, 28.12.2006
Frau und Kind für Ampelmännchen
Berliner Kurier, 21.12.2006
Ampelmann mit Kind
Berliner Zeitung, 21.12.2006
Siegeszug des Ampelmännchens
Financial Times, 17.8.2006
Little men who signal success
Haugesunds Auis, 20.6.2006
Fra skraphaugen til KULTSTATUS
Der Tagesspiegel, 17.6.2006
Grüne Welle
Norddeutsche Neueste Nachrichten, 17.6.2006
Grünes Licht für Ampelmänner
Valor / Brasilien, 14.6.2006
O homem mais "cult" de Berlim é gordinho e verde
POPEYE / Japan, 1.6.2006
World Cup 2006 Special - Go! Berlin!
SUPERillu, 30.3.2006
Klasse Idee
Die Tageszeitung, 9.1.2006
Dieses warme Rot und Grün
Pen / Japan, 1.1.2006
Souvenier Special
Air & Ocean / DHL, 1.1.2006
Kultobjekt Ampelmann
Sächsische Zeitung, 7.12.2005
Jähe Wendung im Streit
eyeco / Japan, 1.10.2005
Daum / Korea, 8.7.2005
Ampelmännchen sehr beliebt!
Der Spiegel, 13.6.2005
Gefühlte Einheit
Fuji Sankei Business i./ Japanische Wirtschaftstageszeitung, 27.3.2005
World - Nr.1 vom Land
BAILA / Japan, 1.3.2005
Jetzt nach Berlin - Die aufregendste Stadt in Europa
Deutsch Life & Design / Japan, 1.1.2005
Shopping in Berlin
Weekend / Hongkong, 6.12.2004
Frankfurter Rundschau, 19.11.2004
Der Ampelmann
FIGARO Japon, 1.8.2004
design snap @ Berlin
Neues Deutschland, 5.4.2004
Ampelmännchen bleibt auf Erfolgskurs
The Irish Times Magazine, 27.3.2004
BEYOND THE BARRICADES
Pen / Japan, 1.3.2004
Ich möchte diese Produkte.
Globe - Trotter Travel Guidebook / Der japanische Reiseführer, 1.1.2004
WIEN, PRAHA, BUDAPEST und BERLIN
Westfalenpost, 24.1.2003
Sympathische Ampelmännchen
Berliner Kurier, 4.1.2003
Ampelmännchen sichert viele Jobs
The Independent on Sunday, 18.11.2001
Stopping traffic
Berliner Morgenpost, 24.9.2001
„Sinnlich, heiter, witzig“: Welcher Mann kann das schon von sich sagen?
SUPERillu, 20.11.2000
Ampelmännchen: Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft
Absatzwirtschaft, 17.11.2000
Das Ampelmärkchen
EDISON, Ausgabe 2000, 1.1.2000
Wo die Ampelmännchen laufen lernen
Bild am Sonntag, 29.12.1997
Das Ampelmännchen: So kam es zu seinem Hut
Wochenblatt, 5.9.1996
Ampeln für die gute Stube
zitty, 1.9.1996
MÄNNER ZUM LIEBHABEN
Die Zeit, 23.8.1996
Danke, Herr Ampelmann!
Berliner Kurier, 30.7.1996
Ampelmännchens neuer Job: Jetzt Leuchtet es zu Hause
Berliner Zeitung, 27.7.1996
Lampe statt Ampel
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Das Vermächtnis des Ampelmann-Papas
Karl Peglau wollte ein Ampel-Land bauen
Berlin -
Das Vermächtnis des Ampelmann-Papas: Karl Peglau, der vergangenen Sonntag im Alter von 82 Jahren starb (KURIER berichtete), hatte noch bis Zum Schluss an neuen Ideen für sein grünes Männchen gearbeitet. Sein Traum: der Bau eines Ampel-Landes.
Ein Mini-Disney-Land für die Hut-Figur mit Restaurant, Spielecken und Kinder-Straßenverkehrserziehung: Die Idee für das künftige Paradies für kleine und große Ampelmann-Fans wollte Peglau mit der Ampelmann GmbH verwirklichen. Mit der Firma, der er es gestattete, seit 1996 sein Ampelmännchen auf Souvenirs zu drucken - und für die er bis zu seinem Tod als Ampelmann-Berater tätig war.
„Herr Peglau war von dem Ampel-Land so begeistert, dass er noch im Krankenbett immer wieder an Entwürfen dafür arbeitete“, sagt Firmen-Chef Markus Heckhausen (48). „Für ihn war es wichtig, dass er eine Aufgabe hatte." In Planung war auch eine Ampelmann-Stiftung, deren Schirmherr Peglau werden sollte. Nun wird die Firma allein daran arbeiten, dass Peglaus Traum eines Tages wahr wird.
Eine Arbeit konnte Karl Peglau noch beenden: Er entwarf eine Postkarten-Serie mit zauberhaften Bildern seines grünen Männchens, die es nun im Ampelmann-Shop zu kaufen gibt.
NKK
Ampelmann Erfinder Karl Peglau(†82): Er hatte noch viele Pläne mit seiner Kult-Figur.
Diese Postkarte entwarf Peglau, die an die Geburt des Ampelmannes erinnert.
So stellte sich Karl Peglau die Räume für das Ampel-Land vor.
Fotos: dpa, Ampelmann GmbH
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Vater Ampelmann ist tot
1961 erfand Karl Peglau das berühmte Symbol
Jetzt starb der Psychologe im Alter von 82 Jahren
Auch der Ampelmann ist nur ein Mensch, wenn man so will. Einer, der nach seinem Vater kommt. Von ihm hat er die energischen Bewegungen ebenso wie den unaufdringlichen Charme und das durch und durch friedliche Gemüt. Eigenschaften, die ihn zu einem der erfolgreichsten Ossis überhaupt gemacht haben. Doch jetzt ist sein Schöpfer tot:
Der Verkehrspsychologe Karl Peglau starb am Wochenende im Alter von 82 Jahren.
Als Karl Peglau den kleinen Kerl mit dem Sombrero vor nunmehr 48 Jahren entwarf, zählte vor allem zweierlei: Die Unfallzahlen an den nur durch rot-gelb-grüne Universalampeln geregelten Kreuzungen in der DDR sollten sinken, und der Neue sollte jedem Bürger sofort einleuchten.
Deshalb ließ Peglau ihn für die rote Ampel die Arme ausbreiten wie einen Absperrbalken und für die Grüne so energisch vorwärtsschreiten, dass die Beine zusammen eine Pfeilform ergeben. Und weil Peglau als Psychologe die Bedeutung der "emotionalen Ansprache" kannte, verpasste er dem Kleinen eine Knollennase und einen Bauchansatz: Der Mensch vertraue am ehesten jemandem, der ihm selbst sympathisch sei oder sogar ähnele.
So etwa erklärte Peglau dem Tagesspiegel das Prinzip im Jahr 2005 - und fügte hinzu: „Das Piktogramm ist zu verwerfen.“ Das Piktogramm war der Westkollege, der eher schlendert als schreitet und wegen seines dünnen Körpers nur wenig Licht durchlässt. In ganz Berlin wird er nach und nach durch Peglaus Schützling ersetzt.
Vor Jahren hat Peglau sich mit dem Tübinger Designer Markus Heckhausen angefreundet, dem Chef des „Ampelmann“-Imperiums, zu dem heute vier Läden, ein Restaurant und 80 Mitarbeiter gehören. Heckhausen hat damals mit Peglaus Zustimmung die Rechte am Ampelmann eingeklagt, die teilweise von einer sächsischen Verkehrstechnikfirma gehalten und für zweifelhafte Dinge wie Spirituosen verwendet wurden.
Peglau sei jede Woche da gewesen, sagt Heckhausen, „und hat mit seinen altmodischen Tugenden und seinem Charme die Kollegen gerührt“. Altmodisch hieß, dass er zu allen denkbaren Anlässen Blumen mitbrachte und sich eine Liste geben ließ, um alle Mitarbeiter namentlich zu kennen. Er hat auch ein bisschen mitverdient an den Souvenirs, kam mit seiner Frau gern zu Firmenfeiern und durfte bei Neuentwicklungen mitreden. Längst hat der Ampelmann Familie: Zur bezopften Ampelfrau kamen Kinder, Oma, Opa. Es ist eine wirklich nette Familie, die nun ihr Oberhaupt verloren hat.
STEFAN JACOBS
Karl Peglau
hat seine Ampelmänner
psychologisch durchdacht
Foto: Mike Wolff
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Ampelmann-Vater starb mit 82 im Krankenhaus
Ampelmann trägt Trauer
Mein Papa ist tot.
Seinen Ampelmann, den er 1961 erfand, kennt die ganze Welt. Jetzt starb Karl Peglau aus Pankow 82-jährig nach langer Krankheit
Ampelmann-Vater starb mit 82 im Krankenhaus.
Karl Peglau: Sein Männchen ist heute weltweit Kult
Berlin -
Wenn wir heute an einer Fußgänger-Ampel stehen, sollten wir an Karl Peglau aus Pankow denken: Der Mann, der das DDR-Ampelmännchen erfand: Jetzt wurde bekannt, dass er in einer Berliner Klinik im Alter von 82 Jahren starb.
Seine Gesundheit war schwer angeschlagen: Karl Peglau lag bereits seit Tagen im Krankenhaus, hatte eine OP hinter sich. Vergangenen Sonntag härte sein Herz auf zu schlagen.
Der gebürtige Sachse aus Bad Muskau: Peglau studierte in Berlin Mathematik, Physik und Psychologie. Am 13. Oktober 1961 wurde sein Ampelmännchen geboren. Als leitender Verkehrspsychologe hatte er es erfunden. "Es sollte für mehr Sicherheit für die Fußgänger sorgen" erzählte er.
"Damals gab es keine Fußgängerampeln." Dem Männchen einen Hut aufzustülpen – das war die Idee seiner damaligen Sekretärin Anneliese Wegner.
Peglaus Ampelmännchen: Es überlebte die DDR, ist heute Kult in Ost und West. An zwei Dritteln der über 2000 Berliner Ampelanlagen zeigt es uns den sicheren Weg über die Straßen. Karl Peglau erlaubte in den 90er-Jahren dem Tübinger Geschäftsmann Markus Heckhausen (48) und dessen Firma ,,Ampelmann.de", dass sein Männchen auch auf Tassen, T-Shirts und anderen Souvenirs gedruckt werden durfte und so weltberühmt wurde.
NKK
Karl Peglau beim Besuch seiner Ampelmänner im Souvenir-Shop: Die Firma half, dass seine Männchen nicht von den Ampeln verschwanden.
Foto: Gudath
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Erfinder des Ost-Ampelmanns gestorben
Karl Peglau hatte die Figur 1961 entworfen
Der Erfinder des ostdeutschen Ampelmännchens ist tot. Wie erst jetzt bekannt wurde, starb der Verkehrspsychologe Karl Peglau am Sonntag im Alter von 82 Jahren in einem Krankenhaus in Berlin-Mitte. Das bestätigte gestern der Geschäftsführer der Ampelmann GmbH, Markus Heckhausen. Peglau hinterlässt eine Frau und erwachsene Kinder.
1961 hatte Peglau das Männchen in der DDR entworfen, das wegen seines flotteren Aussehens nach der Wende auch manches Ampelmännchen im Westen verdrängte, das etwas dünner und statischer wirkt. Erstmals aufgestellt worden waren die Ost-Ampelmännchen 1969 an der Kreuzung Friedrichstraße/Unter den Linden. Im Westen der Stadt existierten Fußgängerampeln mit Personensymbolen seit Mai 1957. Mitte der 90er-Jahre trat das Ost-Ampelmännchen seinen Erfolgskurs auch als Figur auf T- Shirts, Taschen, Handtüchern, Tassen und Lampen an. Inzwischen gibt es mehr als 400 Produkte rund um das Ampelmännchen.
Er habe Peglau in die Vermarktung des populären Männchens einbeziehen wollen, erinnert sich Designer Heckhausen. Der habe es erst aber komisch gefunden, aus einem verkehrstechnischen Produkt ein Designprodukt machen zu wollen. Es habe ihn viel Überredungskunst gekostet, Peglau zu einem ersten Treffen zu bewegen, berichtet der Geschäftsführer. Er sei gegenüber Westdeutschen sehr skeptisch gewesen. Bei einem Kaffee habe er die Befürchtungen von Peglau jedoch zerstreuen können. 1996 überließ er Heckhausen die Nutzungsrechte an seiner Figur.
dpa/ddp
Karl Peglau stammte aus dem sächsischen Bad Muskau
FOTO: DDP
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Der Erfinder des Ampelmännchens ist tot
Karl Peglau starb mit 82 Jahren in Berlin
VON STEFAN STRAUSS
Seinen Namen kennen nicht viele, doch seine berühmteste Erfindung wohl alle: Der Erfinder des ostdeutschen Ampelmännchens ist tot. Karl Peglau ist am vergangenen Sonntag nach schwerer Krankheit in Berlin verstorben. Das bestätigte gestern seine Ehefrau der Berliner Zeitung.
Karl Peglau, 1927 in Bad Muskau geboren, hatte in den 50er Jahren Mathematik und Physik an der Humboldt-Universität studiert, später wechselte er ins Studienfach Psychologie. 1954 erhielt er darin sein Diplom. Später arbeitete Karl Peglau im „medizinischen Dienst des Verkehrswesens der DDR“ als leitender Verkehrspsychologe. Im Laufe von etwa 30 Jahren entwickelte er dort mehrere Symbole für den Auto- und Fußgängerverkehr, 1961 war es das so berühmte Ampelmännchen. Karl Peglau betonte gern, dass auch seine „zeichnerisch sehr talentierte“ Sekretärin Anneliese Wegner an der Gestaltung beteiligt war.
Nach der Wende wurde Karl Peglau arbeitslos, doch sein Ampelmännchen entwickelte sich zum ostdeutschen Symbol der Nachwendezeit und zum Kultobjekt. Als in den 90er-Jahren bekannt wurde, dass das Symbol abgeschafft werden soll, protestierten die Fans. Das Ampelmännchen durfte bleiben, es wurde noch beliebter. „Die Nachfrage steigt auch jetzt noch Jahr für Jahr", sagt Markus Heckhausen. Im Jahr 2001 begann der aus Westdeutschland stammende Designer und Geschäftsführer der Ampelmann GmbH, das ostdeutsche Verkehrszeichen zu vermarkten, es war Motiv auf Tassen, T-Shirts und Postkarten. Heckhausen klärte mit Karl Peglau die Urheberrechte und beteiligte ihn am Gewinn. Für Karl Peglau, der in Pankow lebte, gehörte ein wöchentlicher Besuch in Heckhausens Büro bis zuletzt zum Alltag. Dort erkundigte er sich nach den Geschäften, beriet Mitarbeiter und half bei der Produktgestaltung.
Immer wieder kam es mit anderen Unternehmen wegen der Rechte am Ampelmann zum Gerichtsstreit. Karl Peglau ärgerte das sehr. Er forderte vor zwei Jahren vom Bundesverkehrsminister, das Ampelmännchen auch im Westen einzuführen. Es sei einfach besser wahrnehmbar, sagte der Verkehrspsychologe.
Nach der Wende wurden Karl Peglau und sein Ampelmann berühmt.
DDP/AXEL SCHMIDT
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Sympathische Marke
PERSÖNLICH: Der Designer und Unternehmer Markus Heckhausen ist als „Herr Ampelmann“ bekannter als unter seinem echten Namen
Berliner Wirtschaft: Welches Thema bewegt Sie zurzeit besonders?
Markus Heckhausen: Wie man nach erfolgreicher Aufbau-Phase den Beruf, die Familie und die Gesundheit in ein ausgeglichenes Verhältnis bringt.
Worüber haben Sie sich in der letzten Zeit am meisten geärgert?
Dass unfähige Manager wie bei der S-Bahn eine ganze Stadt lahmlegen können (wir haben täglich 1000 Euro weniger Umsatz gemacht) und dass man Mitarbeiter, die nicht ins Team passen, nicht kündigen kann. Vielleicht erklärt das Zweite auch das Erste.
Was schätzen Sie an Berlin ?
Berlin hat international derzeit einen hervorragenden Ruf als Kultur- und Design-Stadt, das bringt viel Bewegung in die Stadt (und viel Interesse an unserer Marke), Berlin ist immer noch legerer als etablierte süddeutsche Städte, das enorme kulturelle Angebot, das landschaftlich schöne Umland.
Wo erholen Sie sich ...
... kulinarisch?
Im Ampelmann-Restaurant (ganz ehrlich), das liegt auf meinem Nachhauseweg im Monbijou- Park, hier kann ich die Familie treffen und mich im Liegestuhl mit Blick auf vorüberziehende Schiffe bestens erholen.
... kulturell?
Sowie es zeitlich geht, versuche ich das riesige Angebot an (Open-Air)-Theater, Oper, Ballett, Ausstellungen und Film zu nutzen. Ich wohne in Mitte, gestern war ich bei Plácido Domingo sozusagen um die Ecke. Da sind wir in Berlin schon verwöhnt, das Problem bei mir ist eher die Kinderbetreuung.
... aktiv?
Joggen im Tiergarten, Yoga im Studio, Schwimmen und Sauna im Club, Volleyball bei unserem wöchentlichen "Betriebssport"
Wo ist Ihr Lieblingsplatz in Berlin?
Im Sommer die Pfaueninsel, die Strandbars, zum Beispiel beim Hexenkessel-Theater, im Winter die dortige Märchenhütte.
Als was sind Sie bekannter, als „Herr Ampelmann“ oder als „Herr Heckhausen“?
Als Ersterer, der ist einfach so markant, das ist auch das große Plus für unsere Marke.
Wann und wo sind Sie, der Westdeutsche, überhaupt auf den ostdeutschen Ampelmann gestoßen?
1995, ich kam gerade frisch aus Tübingen und war in der werdenden Metropole auf der Suche nach neuen Inspirationen. Als Westdeutscher war ich irgendwie fasziniert von dem morbiden Charme im Ostteil der Stadt. Mir erschien das manchmal wie eine Filmkulisse aus den zwanziger Jahren. Die Straßen waren noch vom "ostigen" Braun geprägt, da leuchteten mir die beiden Gesellen in ihrer lustigen Art in warmem Rot und Grün immer wieder entgegen. Am Rosenthaler Platz gab es eine sehr große Ampelanlage, wild gemischt mit Ampelmännchen aus Ost und West. Und als ich dort mal wieder auf Grün wartete, musste ich schmunzeln über die alten Ostampelmännchen, die hier ziemlich schief in ihrem Gehäuse hingen.
Und wie wurde dann daraus eine Geschäftsidee?
In diesem Moment dachte ich als Designer, wie schade es doch ist, dass man den öffentlichen Raum wieder mal ein Stück langweiliger macht, wenn man diese humorvollen Männchen abbaut. Als Jungunternehmer dachte ich, dass man ja aus den alten Gläsern was machen könnte. So entstand ein Jahr später das erste Ampelmann-Produkt, die Lampe. In diesem Jahr der Entwicklung, beispielsweise beim Organisieren der Ampeln in der Ex-DDR, lernte ich einiges über die Stimmung in dem abzuwickelnden Ostteil Deutschlands und hatte die Idee, diese Erfahrungen zusammen mit dem neuen Produkt zu veröffentlichen. Das Thema kam gen au zur richtigen Zeit und machte die Ampelmännchen schnell zu einem Symbol der Vereinigung oder auch der Abwicklung. Ich hatte schnell das Gefühl, dass man aus diesem Projekt noch mehr machen kann, habe mit neuen Produkten nachgelegt und mit dem Urheber zusammen ein Buch über die Ampelmännchen herausgegeben.
Der geistige Vater des Ampelmanns, Karl Peglau, ist Verkehrspsychologe und hat die Figur vor diesem Hintergrund geschaffen. Wie haben Sie ihn von den Design-Ideen überzeugt?
Am Anfang war es sehr skurril für ihn, dass da so ein Designer aus dem Westen daherkam und nun aus seinen "wissenschaftlich entwickelten" Figuren Lifestyle-Produkte machen wollte. Aber auch für mich war es kulturellpolitisches Neuland, das war meine erste richtige Bekanntschaft mit einer ostdeutschen Familie. Aber ich kann mich gut in die andere Seite hineindenken und so Verständnis für deren Denken entwickeln. Ich habe gemerkt, dass es sehr wichtig ist, den .Ampelvater" in die Arbeit mit einzubinden, was für ihn bedeutete, dass er wieder eine Aufgabe hatte, er war nämlich auch schon "abgewickelt". Diese Entscheidung machte sich bezahlt, er wurde zur guten Seele unserer Firma, und es entstand im Laufe der Jahre eine Freundschaft zwischen unseren Familien.
Der Ampelmann ist ein echter Sympathieträger. Das hat sich auch 20 Jahre nach der Wende erhalten. Was ist das Geheimnis dieser Figur?
Die sind doch ein bisschen wie die Heinzelmännchen, sie helfen uns Tag und Nacht über die Straße zu kommen, dann haben sie sich wie David gegen Goliath gegen die Übermacht der West-Ampelmänner durchgesetzt. Darüber hinaus wurden die Figuren von Karl Peglau mit markantem und sympathischem Charakter ausgestattet. Letztendlich aber auch unsere konsequente Markenarbeit, durch die wir die Figuren immer wieder mit Qualität und Kreativität animieren.
Was ist unter der Marke Ampelmann noch alles möglich?
Erfreulicherweise sehr viel. Wir steigern unseren Umsatz seit l3 Jahren jedes Jahr beständig um etwa 30 Prozent, auch dieses Jahr. Wir haben die Marke sehr behutsam aufgebaut, haben eine lange Liste an Produktideen und erarbeiten ständig neue Projekte, die zum Zeitgeist und zu Berlin passen. Konkret werden wir den Kinder-Bereich verstärken, hier ist die Marke sehr beliebt, und vor allem als Berlin-Marke weitere Projekte ins Laufen bringen: „Ampelmann“ hat im Ausland einen sehr sympathischen, authentischen und jungen Ruf, dadurch wäre vom Ampelmann-Hostel bis zur Ampelmann-Schiffstour alles möglich. Hierfür suchen wir auch Lizenz-Partner oder Franchise-Nehmer, da unsere personellen Möglichkeiten mit derzeit 80 Mitarbeitern begrenzt sind, und außerdem sollte man an die verschiedenen Fachbereiche Spezialisten ranlassen, man muss ja nicht jede Erfahrung selbst machen.
Zurück zu den Ursprüngen des Ampelmanns: Wenn Sie auf einen roten Ampelmann an einer Fußgängerampel treffen, bleiben Sie dann wirklich immer stehen?
Spätestens seit meinem Studium in Italien bin ich hier etwas verdorben. Allerdings, wenn Kinder an der Kreuzung stehen, bin ich konsequent.
Was erwarten Sie von der IHK?
Ich habe dort kürzlich sehr interessante Vorträge zum Thema Nachhaltigkeit und Fairtrade gehört. Ansonsten holen wir uns hin und wieder Beratung zu Themen, die wir noch nicht kennen. Schön wäre, wenn das Thema Mittelstand noch mehr in die Öffentlichkeit gebracht werden könnte. Wir sind ja gerade Finalist beim deutschen Preis des Mittelstands geworden, und ich denke, dass die regional und familiär ausgerichteten Firmen auf die gesellschaftlichen, sozialen und umweltpolitischen Probleme der Wirtschaftskrise eher eine Antwort geben können als global agierende Großkonzerne. Und dafür wäre Unterstützung seitens der IHK sehr begrüßenswert.
Interview: Manfred Waldmann
Markus Heckhausen
absolvierte 1987 sein Produkt-Design-Studium in Pforzheim. Im Anschluss erhielt er ein Stipendium bei Anna Castelli-Ferrieri (Kartell) in Mailand. Fortan war er als selbstständiger Designer tätig und siedelte 1995 nach Berlin über.
Foto: AMPELMANN
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Der Ampelmann överlevde DDR / Schweden
Der Ampelmann överlevde DDR
Först lyckades han ta sig över gränsen och därefter erövra Väst. 20 år efter Berlinmurens fall är han ett av
DDR:s sista föremål som fortfarande används och en symbol för hela huvudstaden. Der Ampelmann – socialiststatens svar på gröna gubben – har blivit en kommersiell framgång och ösnostalgikernas okrönte konung.
Han är årsbarn med muren. Der Ampelmann, Östberlins figur vid övergångsställena som såg dagens Ijus 1961. Fyrtioåtta år senare är han i bättre form än någonsin och en perfekt marknadsförare för den numera återförenade huvudstaden. I rött eller grönt dyker han upp på väskor, t-tröjor, badlakan, stolar och pepparkaksformar, av turister troligen spridd över hela, världen.
Fyra renodlade Ampelmann-butiker plus turistinformationer, hotellobbyer och flygplatser säljer sammanlagt 400 produkter med gubbens tryck. Den som är hungrig kan sätta tänderna i Ampelmann-pasta eller Ampelmann-godis eller besöka den egna restaurangen vid kanten av floden Spree, där han syns på inredning, menyer och servetter.
Förra året omsattes Ampelmannprylar för drygt 4,5 miljoner euro.
– Jag hade inte väntat mig att han skulle bli så populär. Det gläder mig förstås, säger Karl Peglau. Ampelmanns skapare.
På 60-talet arbetade Karl Peglau som chefspsykolog vid Trafikväsendet och gav då sig själv i uppdrag att, mer eller mindre på fritiden, designa en tydlig, Iyskraftig och arketypisk figur som kunde skydda fotgängare vid övergångsställen, eftersom biltrafik var ett växande problem även i Östtyskland. Figuren skulle dessutom vara tidlös och tilltalande, både för barn och äldre, och uppta en stor och iögonfallande yta.
Resultatet blev en något överviktig man med hyfsat stor näsa – iförd huvudbonad och kavaj – som i sitt röda utförande sträcker ut armarna, som om han är på väg att ge gångtrafikanterna en kram.
– Hatt och kostym var kanske inte så vanligt i DDR, säger Karl Peglau så här i backspegeln.
– Men även Honecker hade hatt.
I ett halvt sekel fortsatte så Ampelmann att lotsa östtyskar över gatan – tills hela systemet en dag rasade samman.
För 20 år sedan föll Berlinmuren.
"Den antifascistiska skyddsvallen", som var DDR-regimens officiella namn på gränsen, öppnades den 9 november 1989 och östtyskarna kunde plötsligt och överraskande fritt resa utomlands.
Det innebar i sin tur det definitiva slutet för både partichef Honecker och Östtyskland. När de tyska staterna knappt ett år senare, efter 41 års delning, återförenades stod huvudstaden plötsligt med en väst-och en östversion av allt – konserthus, universitet, flygplatser, tunnelbanenät och även gröna gubbar erbjöds berlinarna i dubbletter.
Det kommunistiska öst var kalla krigets uppenbara förlorare och likt allt annat i forna DDR skulle Ampelmann förpassas till historieböckerna och alla trafikstolpar standardiseras med västtyska alternativ. Der Ampelmann började monteras ner – stolpe för stolpe, gathörn för gathörn – helt enligt planen.
Det var bara ett problem.
Han var både personligare och mer omtyckt än, den visserligen mer rakryggade men också betydligt stelare, kollegan i väst.
– Det fanns dåliga saker i DDR, det kan man inte förneka, säger Karl Peglau.
– Men där det finns skugga, måste det också finnas sol.
En proteströrelse tog fart. En "Komitee zur Rettung der Ampelmännchen" bildades, vars enda syfte var att rädda den lilla röd-gröna östtysken.
Till slut övertygades även politikerna om vad folket redan insett och sedan 1997 är den lilla figuren fredad.
När ett trafikljus går sönder i något av tidigare Västberlins kvarter byts västgubben numera ut mot Karl Peglaus version.
Men Ampelmanns historia slutar – kanske – inte där.
– Jag har en dröm. En jury av experter skulle kunna jämföra olika gubbar och bestämma vilken som är bäst. Sedan skulle vinnaren användas i heia EU, säger Karl Peglau, som ser idén med en gemensam europeisk figur som en fredssymbol, inte bara för förenade tyskar.
Även om juryns utslag riskerar att bli Ampelmanns slutgiltiga död verkar Karl Peglau inte tvivla på sin figurs styrka.
– Jag tror att den skulle ha största chansen.
Och kanske har han rätt. En viss spridning har redan gjorts till andra städer – även i väst – och 2004 fick der Ampelmann en kvinnlig partner, med klart liknande drag. Som ett led i en strävan mot jämställdhet introducerades en Ampelfrau i staden Zwickau i deistaten Sachsen och paret blev därmed symbol för en genderdiskussion om trafikmärkens utformning.
Nu väntar världen bara på tillökning – die Ampelkinder Iyser än så länge med sin frånvaro.
TEXT OCH FOTO
Hans Dahlgren
nyheter@hbl.fi
LYSKRAFTIG. Först lotsade Herr Ampelmann folk över gatan. Nu lockar han dem också in i Herr Ampelmann-butiken.
KOMMERSIALISERAD. Herr Ampelmann finns nu i flera versioner på över 400 produkter.
EGEN KROG. Vid Ampelmann-restaurangen vid floden Spree kan man dricka kaffe ur Ampelmann-koppar.
AMPELFRAU? Den kvinnliga versionen är lika välkomnande som den manliga.
<- BÄST. Karl Peglau är mannen som formgav östtyska Ampelmann. - Figuren borde bli hela EU:s symbol vid övergångsställen, anser Peglau.
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Finalisten 2009 aus Berlin und Brandenburg
Von 403 nominierten Unternehmen aus Berlin/Brandenburg wurden sieben als Finalisten im Wettbewerb "Großer Preis des Mittelstandes" ausgezeichnet:
Ampelmann GmbH, Berlin
Hauptgeschäftszweig ist die Markenführung des Labels AMPELMANN sowie dessen weltweit Vermarktung. 60 Mitarbeiter kümmern sich um vier Ampelmann-Shops und 600 Produkte. Nicht von 0 auf 100, aber um 39 Prozent steigerte das Unternehmen 2008 seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr.
v.l.n.r.: Prof. Dr.Tomas Porstmann, Geschäftsführer Seramun Diagnostica GmbH; Silvio Tessmann (Prokurist) und Wolfgang Tessmann, Geschäftsfüher PLISCHKA & SCHMELING Int.Spedition Potsdam GmbH; Lutz Karnauchow, Vorstand domino-world TM; Iris Helbeck, Geschäftsführerin Forster Industrie- und Kesselreinigung GmbH; Barbara Ponn und Markus Heckhausen, Geschäftsführer Ampelmann GmbH; Peter Stange, Geschäftsführer BRASST Bau GmbH; Karsten Baumann, Geschäftsführer Bohrlochmessung-Storkow GmbH
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Ausgezeichneter Berliner
MITTELSTANDSPREIS
Ausgezeichneter Berliner
Mehr als 500 Gäste waren erschienen, als am 5. September in Magdeburger Hotel Maritim die erfolgreichsten Unternehmen aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit dem „Großen Preis des Mittelstandes 2009“ ausgezeichnet wurden. Zu den 14 Preisträgern gehörte mit der Fritz Jahn Gebäudeservice GmbH und Co. KG auch ein Unternehmen aus Berlin. Geschäftsführer Olaf Bande nahm den Preis entgegen für einen Betrieb, der schon zum vierten Mal in Folge von der Gebäudereiniger-Innung Berlin für den Wettbewerb nominiert worden war und 2006 bereits als „Finalist“ ausgezeichnet wurde. Die Fritz Jahn Gebäudeservice GmbH setzt konsequent auf den privatwirtschaftlichen Bereich. Neu ist die Service-Abteilung „call a cleaner“, die über eine Website zu erreichen ist und den Kunden eine effiziente Geschäftsabwicklung ermöglicht.
Nicht zu den Preisträgern, aber immerhin zu den 23 Finalisten gehören aus Berlin die Ampelmann GmbH sowie die Brasst Bau GmbH, Spezialist im Wärme- und Stromerzeugungsbereich.
Insgesamt waren für den 15. Wettbewerb 3366 kleine und mittelständische Unternehmen (2008: 3184) nominiert worden. Zu Ende geht der „Große Preis des Mittelstandes 2009“ mit einer Bundesgala am 24. Oktober in Berlin. BW
Geschäftsführer Olaf Bande von der Berliner Fritz Jahn Gebäudeservice GmbH
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Ampelmann, Grüner Spinat und rotes Tomatenragout
tagesspiegel.de
Von TISCH zu TISCH
Ampelmann
Grüner Spinat und rotes Tomatenragout
Von Elisabeth Binder
Berlins erstes Ampelmann-Restaurant zeigt vor allem Grün. Juchzend stürzen sich einige Jugendliche über den Rasen auf die weißen, mit grünen und roten Ampelmännchen lustig bedruckten Liegestühle in der Parklandschaft gegenüber der Museumsinsel. Hier am Wasser ist es kühl und vergleichsweise still. Hohe Bäume filtern die Abendsonne. Nur ein paar Schritte abseits vom Hackeschen Markt kann man in dem weitläufigen Restaurant im oder am S-Bahnbogen echte Ferienatmosphäre genießen. Während sich die Jugendlichen genüsslich in die bereitliegenden roten und grünen Decken kuscheln, tragen die netten, angenehm professionellen Kellnerinnen auf der Terrasse offene Weine auf, sommerlich frischen Grünen Veltliner (0,5 l für 7 Euro) und kräftigen roten Montepulciano (0,2 l für 3,50 Euro). Falls es jemals wieder dazu kommen sollte, wäre dies ein guter Ort für rot-grüne Koalitionsverhandlungen. Man könnte einander näherkommen über grünem Gurkensüppchen und roter Strauchtomatencreme oder bei der Pizza Ampelmann mit grünem Spinat und rotem Tomatenragout (9,50 Euro).
Da dies aber eine streng unpolitische Restaurantkritik ist, zogen wir neutrales Terrain vor. Was eignet sich dafür besser als der Genuss einer unschuldig weißen Pizza? Mit der Pizza Bianca beginne ich an dieser Stelle auch deshalb, weil sie fast wie Dessert schmeckte. Wir bekamen ein ausladendes Rad aus hauchdünnem und krossem Teig, belegt mit einer süßen Komposition aus Gorgonzola, Honig, Birne und Rosmarin (9 Euro). Die heilte uns von dem ersten Eindruck, dass hier lediglich eine mediterran eingefärbte Allerweltsküche auf den Tisch kommt.
Der kleine gemischte Salat vorweg wurde in einer schönen weißen Schale serviert, die Blätter waren etwas sperrig und das Dressing spritzte durch die Gegend, aber der Rasen freut sich sicher auch, wenn er mal mit einem würzigen Dressing besprenkelt wird ( 4,50 Euro). Die vegetarische Vorspeisenplatte war bunt, gelbe und rote Paprika, grüne Zucchini, braune Champignons, orangefarbene Möhrenstücke, gelb marinierte Fenchelstücke und auberginenfarbene Auberginenscheiben. Das ist alles so zurückhaltend gewürzt, dass man merkt, hier soll es vielen recht gemacht werden (9,50 Euro).
Auch bei den Hauptgerichten wird die Fantasie nicht gerade überstrapaziert, das Programm pendelt doch sehr stromlinienförmig zwischen Wiener Schnitzel und Lachstranchen. Das gegrillte Entrecôte vom Weidelamm war immerhin einigermaßen zart, obwohl gut durchgebraten, dazu gab es Rucola ohne Dressing und köstliche Estragon-Creme Fraîche, Dass ausgerechnet hier die Sättigungsbeilage in Gestalt eines Berges von halben La-Ratte-Kartoffeln so reichlich ausfällt, ehrt die Tradition des Namens.
Ansonsten vermissten wir freilich ein paar Reminiszenzen an die Ursprünge des Ampelmännchens. Natürlich bietet sich das Lokal an, auswärtigen Besuchern vorgeführt zu werden, aber denen würde man statt Linguine in Hummercreme natürlich lieber ein intelligent modernisiertes Berliner Traditionsgericht anbieten. Wo läge es denn näher, Spinatbulette an Salat von roter Paprika zu servieren? Aber auch so ist es auf jeden Fall ein sehr entspannter Ort zum Trinken, Träumen oder eben auch Essen.
Der Nachtisch war wieder sehr ferienmäßig. Vier verschiedene Sorbets, Birne, Passionsfrucht, Blutorange und Cassis, waren auf Würfeln von Wasser- und Honigmelone angerichtet (6 Euro). Kinderfreundlich geht es hier auch zu, denn Pasta und Pizza speziell für Kinder gibt's für 2,50 Euro, und auf dem Rasen liegt ein buntes Balancier-Gerät. Auch die hübschen Logos auf der Karte und im eigentlichen S-Bahnbogen dürften den Geschmack von Kindern treffen. Es gibt fröhliche Ampelmänner und -frauen mit Latz und Besteck, mit Suppenkelle, mit Tomate, mit Cocktails und anderen Utensilien. Und die Strandbar ist ein guter Ort, um auswärtigen Jugendlichen eine Einführung in die Geschichte der Stadt zu geben. Wie aus einer Kultfigur der DDR eine blühende kapitalistische Geschäftsidee wurde, bietet hier schließlich allgemein verständliche Anknüpfungspunkte.
Ampelmann-Restaurant, Stadtbahnbogen 159/160 im Monbijoupark, Mitte, Telefon 847 107 09, geöffnet täglich von 9 bis 24 Uhr.
Foto: Doris Spiekennann-Klaas
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Interview File Vol. 3
Markus Heckhausen
Barbara Ponn
kool.reenta.jp
今から50年前、旧東ドイツの歩行者用信号機から生まれたキャラクターAmpelmann(アンペルマン)。ベルリンの壁崩壊という歴史の波にのみ込まれるところだったAmpelmannを救い出し、300以上のアイテムをリリースするデザインブランドとして確立したのは、インダストリアル・デザイナーのMarkus Heckhausen(マルクス・ヘックハウゼン)とBarbara Ponn(バーバラ・ポン)夫妻。
公私ともにお互いを尊重し合い、愛情あふれる2人によって、目にすると思わず微笑んでしまう楽しさいっぱいのAmpelmannコレクションは、ますます世界中に広がっている。
Interview/Photo(AMPELMANN社提供画像、風景画像を除く)
by Toru
Markus Heckhausen
1987年、プフォルツハイム大学にてプロダクトデザイン修了後、ミラノ・カルテル社のAnna Castelli-Ferrieri(アンナ・カステッリ=フェッリエーリ)の元で学ぶ。その後フリーランスのデザイナーとして独立。
Barbara Ponn
1992年、ミュンヘン大学にてプロダクトデザイン修士課程修了。その後、BMW、シーメンス、エスカーダで研修生として実習。1998~99年にはべルリン芸術大学デザイン科講師を務める。
1999年、二人でベルリンにAMPELMANN GMBH(アンペルマン社)設立。
Ampelmann
1961年10月13日 ベルリン生まれ
体重:ちょっと太め
職業:交通整理
性格:チャーミング、真面目
好きな食べ物:電気
ペット:白クマ
ガールフレンド:秘密
– インダストリアル・デザイナーを目指すきっかけは?
Markus
子どもの時、小さい頃は動物園の園長さんになりたかったんですが、一方でアイデアを物にしたり形にしたりすることが大好きでした。実際にデザイナーになろうと思ったのは15、6歳の頃です。
大学卒業と同時に奨学金を得て、イタリアのミラノで高名な建築家/デザイナーAnna Castelli-Ferrieriの元で学ぶことができました。同時に、ミラノの生活習慣、イタリア人の生き方には、大きな影響を受けました。そして、インダストリアル・デザインが、生活を豊かにするということ、そしてインダストリアル・デザインのアプローチは技術的な面だけではなく芸術的な側面からもあることを知りました。
Barbara
最初は考古学者になりたかったんですが、当時は考古学者イコール国家公務員という選択肢しかなかったことと、考古学の世界が完璧な『男社会』であったことが理由で父に反対されて。その後、クリエイティブなことをして毎日を素敵にできたら・・・それを叶えるための仕事をしたいと思ったのがデザイナーを目指したきっかけです。14歳の時でした。
元々、子どもの時から絵を描いたり工作するのが好きで、美術史に興味があり、バウハウス(※)に傾倒したり、ル・コルビュジェ(※※)に憧れがありました。父はクリエイティブな職業に就くということには大賛成したから、16歳から3年間、絵画学校に通わせてくれました。そして大学はミュンヘンでインダストリアル・デザインを専攻しました。
※バウハウス;1919年ドイツ・ワイマールに設立された芸術造形の総合学校。芸術と工業技術の統合を目指した教育・研究は、さまざまな建築家や芸術家に影響を与えた。
※※ル・コルビュジェ;20世紀前半、主にフランスで活躍した建築家。
– ベルリンで仕事をすることになったのは、どのような経緯ですか?
Markus
イタリアから戻って、故郷の南ドイツの会社でデザイナーとしての職に就いたんですが、もう一度、外国か大都市に行きたいと思いべルリンを訪れました。1995年のことです。まだまだ可能性が溢れている素晴らしい町という印象でした。
Barbara
ミュンヘンで勉強している頃からずっとべルリンに行きたい、住みたいと思っていました。1993年に初めて来て、保守的なミュンヘンと比べて世界都市べルリンへのあこがれは一層つのりました。大学の友人を介してべルリンの彼のデザイン事務所でMarkusと知り合ったことで、それが意外と早く実現しました。
– Ampelmann(アンペルマン)との出会いはどのようなものでしたか? 1996年、ベルリンの街から撤去された信号機を引き取って赤と緑の信号型ランプを作ったというお話ですが、その時の様子を教えてください。
Markus
当時の旧東ベルリンは、今のような看板やネオンがきらめく首都ベルリンとは大違いでした。映画でしか知らなかった趣のある古い昔の大都市は、薄暗くてモノトーンの街でした。そんな街並の中で、交差点に立つ歩行者用信号機のAmpelmannは、その愛嬌のある形の緑と赤の灯りがひと際目立って見えて、とても印象深かったんです。Ampelmannが他のものと同じように『西のスタンダード』に交換されていく様を目撃し、そのおもしろいデザインが外されることを非常に残念に思ったのと同時に、交換されて不要になった(たくさん転がっているはずの)グラスを使って何かできないかと考えました。
交換された信号機は簡単に手に入るものと思って担当部署に電話したのですが、予想外に手こずりました。ドレスデン、ライプチヒなどベルリン以外の旧東ドイツの町にも電話をかけまくりました。そうしているうちに、いろいろな関係者とコネクションができました。Ampelmannの考案者・交通心理学者のKarl Peglau(カール・ペグラウ)氏との出会いもあり、Ampelmannに関することを深く知るようになりました。
【画像】
1・2…ベルリンの壁跡
3…撤去されたAmpelmann信号機
4…信号型ランプを作成中のMarkus
5…信号型ランプをトラバント(旧東ドイツの国民車)で配達する様子
6…Karl Peglau氏とMarkus
3~6はAmpelmannグッズ誕生期の貴重な写真(提供:AMPELMANN社)
Markus
壁崩壊(※※※)以降、旧東ドイツ独自のいろいろなもの――多くの会社、そのシンボル、公共のマークなど――は消えていきました。旧東ドイツ国民にとっては、東西ドイツ統一は手放しで喜ぶことばかりではないという現状を知り、またアイデンティティーを見失っている人が多くいることも知りました。現在ではAmpelmannがほぼ唯一の、誰の目にも触れる『旧東ドイツのデザイン』です。
Ampelmannグッズの第一号(当時の信号機と同じガラスを使ったランプ)と同型のランプは現在も販売しています。ちなみに、最初に作った第一号ランプは、私の家に置いてあります。
※※※(ベルリンの)壁崩壊;第二次世界大戦後の冷戦の象徴であるベルリンの壁は、1989年11月9日、東ドイツ市民の事実上の旅行自由化によって実質的に無意味となり、東西ベルリン市民によって壊された。
– その信号型ランプがきっかけとなって、Ampelmann信号機撤去反対の市民運動が起こり、復活したわけですね。Ampelmannは、現在では、300以上のアイテムをリリースするデザインブランドとしてベルリンを代表する人気者になっていますが、新商品を創り出すにあたり、「これだけは譲らない」というポリシーは何ですか?
Markus
製品はある程度のクオリティを持つべきだ、というのが譲れない点です。それから、Ampelmannは子どもたちに交通安全を指導するキャラクターでもあるので煙草産業には参入しません。それから、信号機には適さないのでお酒関係のグッズは創らないつもりです。
【画像】(提供:AMPELMANN社)
写真:壁いっぱいの新商品デザイン画
イラスト:バリエーションは無限のAmpelmann
– 現在、ベルリンにはAMPELMANN社の直営ショップが3店舗とレストランがありますね。
Markus
直営ショップは、Hackesche Höfe(ハッケッシャー・ホフ)、Potsdamer Platz (ポツダム広場)、ベルリン大聖堂の向かいにあります。そして、ペルガモン博物館の向かいには、AMPELMANN Restaurant(アンペルマン・レストラン)があります。
【画像】
1…AMPELMANN Restaurant中庭にて
2…スタッフ・ユニフォームの試作品デザイン(非売品)
3…デザートのパンナコッタもAmpelmann
– ショップの売れ筋商品は何ですか? また、2009年の新商品情報を教えてください。
Markus
第1位はグミ、第2位はドアサインの札 第3位はキーホルダー。それ以外には折りたたみ傘やTシャツが売れています。
6月末にはスイスのSIGG社とのコラボでアルミボトルが発売されます。子ども用救急絆創膏も発売予定です。現在、月に平均2つの新製品を発売しています。
Barbara
これから、子ども用のTシャツ、アクセサリー部門でも新製品が出る予定です。
【画像】
Hackesche HöfeのAMPELMANNショップにて
– ところで、仕事を進める上でのお二人の役割分担、ご家庭でのお二人の役割分担はどのようなものですか?
Markus
二人ともデザイナーですし、社内では基本的に似ている役割を持っていますが、意見を交換して二人の得意分野の比重に依り、お互いを尊重し合っています。子ども達がまだ小さいので、今はBarbaraが会社に居る時間は多くありませんが、その状況もこれから変わっていくと思います。
家庭では、Barbaraは料理が得意なので、それだけは彼女に任せていますが、他はうまく助け合っていると思います。子ども達を朝送っていくのは私、帰りのお迎えはBarbara、保護者会の出席は小学校は私、幼稚園はBarbara、という具合です。
家が会社から徒歩で5、6分の場所というのも、私たちの毎日には大切な要素です。
Barbara
相談したんじゃなくて、自然に役割分担が決まっています、仕事でも家でも。
– 今後チャレンジしたいことは何ですか?
Markus
もっと家族と過ごす時間を持てるようにすること。日本の市場を知るために日本を訪れること。デザイナーとしては、Ampelmann以外のデザインについても引き続きやっていきたいですね。
そして、もっともっとべルリンという素晴らしい街を楽しむこと。ベルリンは、自分にとってまだまだ知らないことがたくさんある興味深い場所です。
Barbara
新しくチャレンジしたいことといっても、デザインは毎日が新しいことですからね!
Axis
Markus
学生時代、教授に「君のデザインは普通とは違うね、それは大事なことだよ。」と言われたこと。
Barbara
「天に木は生えない。」自然の法則には逆らうべきではない、という言葉。
Necessity
Markus
マッキントッシュ、バング&オルフセンの電話などなど、気に入ったデザインのもの。
Barbara
鉛筆。私のアイデアは頭の中じゃなくて紙に描くことで始まるの。その次は、やはりマッキントッシュ。
Relax
Markus
公園でバレーボール。他にはスキー、サッカー。
Barbara
自然の中で過ごすこと。庭の手入れをすること。
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GRÜNE MÄNNCHEN
AMPELMANN GEHT... ZU GREENPEACE ENERGY
Jeder Berlin-Besucher kennt es, das Ampelmännchen aus DDR-Zeichen. Warnend streckt das rote Exemplar seine Arme aus, während sein grüner Genosse so viel dynamischer auf die Straße zu springen scheint als das westliche Pendant.
Da passt es ja, dass auch die mittelständische Firma Ampelmann GmbH, die seit 1997 die Rechte an der Kultmarke hält, entschlossen in die Zukunft strebt – seit 2003 mit grünem Strom von Greenpeace Energy. Weit öfter als im Straßenverkehr sind die Piktogramme heute nämlich auf Souvenirs anzutreffen – auf Saunatüchern oder Regenschirmen, als Küchenschwamm oder Leuchtobjekt gehören sie zu den beliebtesten Mitbringseln aus der Hauptstadt. 70 Mitarbeiter beschäftigt die Ampelmann GmbH mittlerweile. Sie betreibt vier Läden und ein Restaurant, die allesamt, wie auch die Zentrale und ein Lager, Strom von Greenpeace Energy beziehen.
„Jeder muss nach seinen Möglichkeiten versuchen, die Umwelt zu entlasten“, sagt Geschäftsführer Markus Heckhausen, „natürlich muss es auch wirtschaftlich sein.“ An Greenpeace Energy gefällt dem Designer, dass die Genossenschaft „aktiv in Neuanlagen investiert“.
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MARXAG
Die Ostalgie Welle hält in Deutschland an, und viele verstehen es, daraus ihren Profit zu ziehen.
Ob im Tourismus oder im Handel, das Geschäft mit den sozialistischen Erinnerungen blüht.
Alles begann mit einer schönen Geschichte. Besorgt um die psychische Gesundheit seiner regimetreuen Mutter, macht sich ein netter Junge daran ihr DDR-Universum im Rummel der Wende zu retten... Alles vergeblich: das Land versank über Nacht für immer und ewig mitsamt all seiner Markenzeichen. Millionen Zuschauer fieberten bei Daniel Brühls verzweifelten Manövern zur Hinauszögerung der Geschichte mit. Der Riesenerfolg der Komödie „Good Bye Lenin“ machte das Ostalgie-Phänomen über die Landesgrenzen hinaus sichtbar. Auf einmal wurde klar, dass am 9. November 1989 nicht nur das DDR-Regime, sondern zugleich ein ganzes Stück Ost-Alltagskultur, die durchaus ihren Charme hatte, von der Erdoberfläche weggefegt wurde. Und seitdem scheint der Durst auf DDR-Exotik, ob in Form von Trabi-Fahrt, Hotels im Ost-Look oder „kommunistischen“ Kneipen, unstillbar zu sein.
5000 Euro für ein Mokka Service. „Dieser Ostkitsch-Trend hat aber mit der realen DDR-Nostalgie vieler Ostdeutschen wenig zu tun“, kritisiert Alexander Mackat. Mit einem Kollegen gründete er 1993 eine Werbeagentur in Berlin, die sich auf die Vermarktung von Ostprodukten wie die Zigarettenmarke ‚Kabinett’, oder das ‚Köstritzer Schwarzbier’ spezialisierte. „Die eigentliche Ostalgie hat Mitte der neunziger Jahre stattgefunden,“ erklärte er, „als die Leute im Osten selbst dann Ostmarken-Produkte gekauft haben, wenn sie qualitativ viel schlechter waren als ihre westlichen Pendants. Das ging aber schnell vorbei.“ Vielleicht hat der aktuelle Ostalgie-Trend weniger mit authentischen Gefühlen zu tun, dafür um so mehr mit Business. Denn dort, wo sich ein DDR Militär-Verdienst-Orden für über 1.000 Euro auf ebay verkauft, und ein Mokka Service, das irgendwann der First Lady Margot Honecker gehört haben soll, sogar für 5.000 Euro, muss wohl einen Markt geben.
TOURISTEN-MAGNET
Diesen Markt wusste die Stadt Berlin am besten für sich zu nutzen. Die Rundfahrt über historische Schauplätze in den bunten Trabants ist für jeden Tourist ein Muss geworden. Ebenso das seit zwei Jahren direkt gegenüber dem Berliner Dom eröffnete DDR-Museum, dem es gelungen ist, sich ausschließlich privat zu finanzieren. Vom Kindergarten über Frei-Körper-Kultur bis zum Überwachungsapparat der Stasi: die Dauerausstellung bietet ein Panorama des DDR-Alltags, und zog schon eine halbe Million Besucher an. Ein Erfolg, der den Museumsdirektor Robert Rückel nicht verwundert. Denn ihm war klar, dass er den Zeitgeist treffen würde. Ganz anders Guido Sand mit seinem Geschäft. Gäste im original DDR-Ambiente zu beherbergen war am Anfang für ihn „nur so eine Idee“. Dass sein „Ostel“ heute in jedem Touristenführer der Stadt steht, und ein zweites Haus schon in Planung ist, hätte er bei der Eröffnung 2007 nicht für möglich gehalten. Zu seiner Motivation hält Guido Sand eine ganz unpolitische Antwort bereit: „Auch wir in der DDR hatten schöne Möbel, und nicht nur Ikea!“
AMPELMANN SUPERSTAR
Einige hundert Meter entfernt, in der Normannstrasse, ist die Politik dagegen nicht wegzudenken. Vom Tesla-Abhörgerat bis zum IM-Ausweis für Stammkunden: die jüngste Erscheinung in der Ostalgie-Szene ist eine im Stasi-Komitee-Look geschmückte Kneipe mit dem beziehungsreichen Namen „Zur Firma“. Zwischen profanem Alltagsblues und bedenklicher politischer Reminiszenz, die Ansätze des Geschäfts mit der Ostalgie sind vielfältig. Doch kein Beispiel drückt die kapitalistische Karriere alter sozialistischer Bilder besser aus als der Erfolg des Amplemanns, Mit seinem Hut und dem dynamischem Schritt war er als Verkehrsampel-Figur nur im Osten zu sehen, und 1990 zum Verschwinden verurteilt. Bis der Tübinger Markus Heckhausen ihn geschickt vermarkte. Ein einfaches, ansprechendes Design und auf T-Shirts, Tassen oder Taschen vielfältig einsetzbar. Mittlerweile hat es das kleine Männchen bis auf die Verkehrsampeln des Westteils der Stadt geschafft: ein Symbol des wiedervereinten Berlins. Für Alexander Mackat eigentlich eine Beleidigung, „als ob die DDR nichts besseres zu vermitteln hätte als eine witzige Figur“.
Le business de la mémoire
La vague d’ostalgie (nostalgie de l’Est) bat toujours son plein
en Allemagne à la plus grande joie des entrepreneurs.
Depuis le succès de la comédie «Good Bye Lenin», l’exotisme made in RDA surfe sur la vague du succès. Des circuits touristiques en trabant (l’automobile de la RDA) aux cafés au design “communiste”, le passé de l’Allemagne communiste connaît une commercialisation sans limites. “L’engouement actuel n’a rien à voir avec la nostalgie réelle de la RDA éprouvée par beaucoup d’Allemands”, critique Alexander Mackat, chef d’une agence de publicité spécialisée dans le marketing de produits de l’ex-Allemagne de l’Est. Sil’origine de cette renaissance du passé communiste prête à controverse, le prix de vente de certaines reliques en revanche parlent d’eux-mêmes: 1000 euros pour une médalile militaire, 5000 euros pour un service à café ayant appartenu à la femme d’Erich Honecker sur le site internet de ebay. À Berlin, les projets “ostalgiques” se multiplient depuis l’ouverture en mai 2006 d’un musée dédié à l’ex-RDA et celle, un an plus tard, du premier hôtel entièrement habillé aux couleurs de l’ex-Allemagne communiste. Le succès est tel qu’un deuxième “Ostel” devrait ouvrir ses portes prochainement.
Si la plupart des lieux font revivre le quotidien communiste avec un regard décalé et kitsch, certaines réminiscences du passé sont en revanche bien plus douteuses. Dernier arrivé sur la scène “ostalgique”, le café-restaurant “Zur Firma” accueille ses clients dans und décor de quartier général de la Stasi, la police politique de l’ex-RDA. Mais c’est l’Ampelmann qui reste de loin l’exemple le plus spectaculaire de recyclage capitaliste d’un symbole de l’Est. Menacé de disparition lors de la chute du mur, le petit bonhomme à l’allure dynamique qui indiquait jadis aux piétons de RDA quand traverser les routes, est devenu aujourd’hui le symbole du Berlin réunifié. Pas un touriste ne repart de la ville sans un T-shirt ou porte-clef à son effigie.
PHOTO : DR
TEXTE : CHANTAL MAIRESSE
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DE COMPRAS POR BERLÍN
>> AMPELMANN Tienda
Es dinámico y simpático y nos guía con su gracioso sombrero por las calles berlinesas.
Nació en octubre de 1961 en la RDA y es uno de los pocos objetos, que sobrevivieron la caída del Muro en 1989. Hablamos del Ampelmann „el hombrecillo del semáforo“, el cual fue diseñ ado en la Alemania socialista por el psicólogo de tráfico Karl Peglau con su principal interés de atraer la atención de los niños en la vida cotidiana del tráfico. Hoy no sólo guía al peatón sino atrae a todos los interesados en diseño através de sus escaparates en las tiendas del AMPELMANN. Gracias al diseñador industrial Markus Hechausen, el cual no solo luchó junto a Karl Peglau por el sobevivir político de las señales de tráfico, sino también produce desde 1996 artículos de uso con el AMPELMANN. Entre los más de 300 objetos de uso, la mayoría son producidos en la Antigua Alemania Oriental. Desde el verano 2007 el AMPELMANN les ofrece placeres culinarios en su restaurante con terraza para relajarse a las orillas del rio Berlín y tomar una copa en el bar de playa. Elija entre desayuno, brunch, comida o cena, su cocina mediterránea les ofrecerá lo mejor.
AMPELMANN Restaurante
Stadtbahnbogen 159-160
en el Monbijoupark
10178 Berlin
Tel.: +49/30/847 10 709
Lu.- do. 9h-24h
AMPELMANN Tienda Galería
en los Hackesche Höfe,
Hof 5, Rosenthaler Str. 40-41
10178 Berlin
Tel.: +49/30/440 48 801
Lu.-sá. 9.30h-22h
Do.9.30h-19h
AMPELMANN Tienda
en el Dom Aquarée
Karl-Liebknecht-Str. 5
10178 Berlin
Tel.: +49/30/275 83 238
Lu.-sá. 9.30h-21h
Do.9.30h-21h
AMPELMANN Tienda
en el Gendarmenmarkt
Markgrafenstr. 37
10117 Berlin
Tel.: +49/30/400 39 095
Lu.-sá. 9.30h-21h
Do.9.30h-21h
AMPELMANN Tienda
en el subterráneo del
Potsdamer Platz Arkaden,
Potsdamer Str. 7
10785 Berlin
Tel.: +49/30/259 25 691
Lu.-sá. 10h-21h
Do.13h-19h
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Grüne Männchen
Klar, die Ampelmännchen haben in Berlin Kultstatus erreicht: Man kann sie lutschen, um die Schulter hängen oder als Leuchte ins Wohnzimmer stellen. Neuerdings kann man die kleinen, grünen Kerle auch auf die große Reise schicken: Gemeinsam mit der
Pin Mail AG hat die Berliner
Ampelmann GmbH Briefmarken entwickelt. Acht verschiedene Motive gibt es, für jede Wertstufe von 45 Cent bis 1,94 Euro eines. Der rote Ampelmann durfte übrigens nicht aufs Bild. Der passt eben nicht zum Pin-Slogan „Schick es grün.“
Ampelmann in Aktion: neue Briefmarke
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Ampelmann, Symbol der Vereinigung von Deutschland
통일독일의 상징이 된 '암펠만'
역사속에 사라질 뻔한 '신호등사람'
베를린의 마스코트로 거듭나다
지난 19일 독일 베를린의 문화공간 '하케쉐 회페(Hackesche Höfe)'에 있는 '암펠만(Amplmann) 갤러리 숍'. 가게 안에는 책갈피, 자석부터 조명, 티셔츠까지 깜찍한 디자인 제품이 수북하다. 제품속 캐릭터는 모자를 쓰고 걸어가는 녹색 사람과 양팔을 벌린 빨간 사람, 딱 두 가지. "교수님이 꼭 가보라고 하셨어요. 재미있는 곳이라고요." 수학여행 왔다가 가게에 들렸다는 덴마크 여대생 테나 헤르만센씨의 얼굴엔 호기심이 가득하다.
이 가게는 옛 동베를린 지역에서 쓰이고 있는 신호등 기호 '암펠만(Ampelmann: 신호등 사람)'을 응용해 만든 캐릭터 숍. 암펠만은 신호등을 뜻하는 독일어 '암펠(Ampel)'과 사람을 뜻하는 '만(Mann)'이 결합돼 만들어진 말. 녹색 사람 캐릭터는 보행 신호 속에 있는 '게어(Geher)', 빨간 사람은 정지 신호에 있는 '슈테어(Steher)'다.
한눈에도 다른 나라의 신호등과 달리 귀여운 모양의 암펠만은 '가장 사랑받는 베를리너(Berliner:베를린 사람)'로 불릴 만큼 인기를 끌고 있다. 베를린 기념품 가게에선 '짝퉁 암펠만' 제품이 단골 상품이다. 지난해 베를린에서 열린 G8 정상회담에서는 상징 마스코트로 각국 정상의 가슴에 꽂혀 있을 정도로 '국제적인 저명 인사'가 됐다.
지금은 '베를린의 상징'이 됐지만 암펠만은 하마터면 역사의 뒤안길로 사라질 뻔했다. 통일 이후 동독의 사회시스템이 서독식으로 흡수되는 과정에서 신호체계도 예외는 아니었다. 1994년 독일 정부는 암펠만을 평범한 형태의 서독 신호등으로 교체하기 시작했다. 암펠만 최대의 위기였다. 61년 암펠만을 디자인한 동독 출신 교통심리학자 카알 페글라우(Karl Peglau)씨도 당시 실업자 신세가 됐다.
사장되기 직전 암펠만은 서독 출신의 한 산업 디자이너를 만나 극적으로 되살아났다. 주인공은 현재 주식회사 '암펠만'의 대표인 디자이너 마르쿠스 헥하우젠(Markus Heckhausen)씨. "디자이너로서 볼 때 동독의 신호등 디자인이 좋은데 '승자의 원칙'때문에 잘된 디자인을 없앨 필요가 있을까라는 의문이 생겼어요." 헥하우젠씨는 96년 폐기된 암펠만을 수거해 '암펠만 조명'을 만들었다.
반향은 컸다. 시민들 사이에 '암펠만 살리기 모임'이 생겨나고 "일상 속 마지막 구동독의 상징인 암펠만을 살리자"는 목소리가 커졌다. 결국 97년 정부는 구동베를린 지역에 암펠만을 그대로 두기로 결정했다. 나아가 노후된 서베를린의 신호등도 암펠만으로 교체키로 했다.
암펠만은 이제 단순한 캐릭터가 아니다. 독일 '정치교육을 위한 센터'에서는 암펠만을 '독일 통일상'의 로고로 사용하고 있고, TV 퀴즈쇼 프로그램의 캐릭터로도 쓰이고 있다. 독일 외무장관이 외국 손님에게 주는 공식 선물도 암펠만이다. 현재 베를린의 암펠만 매장은 세 군데. '암펠만 레스토랑'도 있다. 지난해 '암펠만' 회사의 매출액은 총 360만유로(약 51억원). 두 가지 캐릭터로만 거둔 부가가치로는 엄청난 수준이다.
암펠만의 진화는 계속되고 있다. 얼마 전 탄생한 머리를 묶은 여자 모양의 '암펠프라우(Ampelfrau:신호등 여인)'는 교통 신호에도 여자 캐릭터를 넣어야 한다는 사회적 논의를 이끌어냈다. 교통교육 캠페인을 위한 '암펠만재단' 설립과 '암펠만 유람선' 운행도 계획하고 있다. 헥하우젠씨는 "모든 프로젝트는 동독 출신인 '암펠만의 아버지' 페글라우와 협의해 진행한다"며 "암펠만은 구동독 사람의 문화적 공황을 해소해주는 역할도 한다"고 말했다. 한 사람의 관찰에서 구제된 작은 '신호등 사람'이 독일 '문화통일'의 큰 토대가 된 셈이다.
베를린=글 김미리 기자 miri@chosun.com
사진 이명원 기자 mwlee@chosun.com
동영상 chosun.com
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CIEN POR BERLÍN
Berlin Story (Unter den Linden, 40) ofrece cualquier artículo relacionado con la ciudad: planos, libros, videos, postales, pósters y calendario. Pero, posiblemente, uno de los establecimientos más exclusivos de Berlín sea la
Ampelmann Galerie Shop (Hackesche Höfe, patio 5), en el céntrico barrio de Mitte. El pequeño hombrecito, que ayuda a cruzar las calles desde los semáforos, es el único protagonista de la tienda. Camisetas, toallas, llaveros, lámparas y moldes para hacer galletas, cualquier cosa con la imagen del Ampelmann, icono de los berlineses, puede hallarse en este local. Si quiere comprar algún recuerdo kitsch de la antiqua RDA,
Mondos Arts (Schreiner-strasse, 6) es uno de los mejores lugares. Una curiosidad: el nombre de Mondos proviene de una antiqua marca de preservativos de la Alemania Oriental.
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AMPELMANN EST TOUT CE QUI RESTE DE LA RDA
Markus Heckhausen et Barbara Ponn Ampelmann, Hackesche Höfe
Markus Heckhausen et Barbara Ponn sont visiblement sous tension quand ils entrent dans le magasin Ampelmann.
Ampelmann? Un drôle de petit bonhomme à chapeau qui marquait le passage au feu vert pour les piétons en Allemangne de l’Est. Et, ironie du sort, qui est devenu aujourd’hui un personnage culte et même une marque à succès grâce à ce couple d’entrepreneurs venus de I’Ouest.
Dans quelques jours, il aura même son propre restaurant italien. Et ses propres pâtes. „C’est très amusant de créer des bonshommes en pâte“, avoue Markus. „On s’est amusés comme des fous.“ Les pâtes sont la dernière trouvaille d’une gamme de produits qui défie I’imagination: T-shirts, bics, bonbons, sacs en cuir, verres, vêtements pour enfants, en plus des lampes avec lesquelles tout a commencé. Markus a débarqué à Berlin au milieu des années 1990. Le petit bonhomme qui ornait les feux de signalisation avait alors disparu de la circulation. „Dans les premières années qui ont suivi la réunification, tout ce qui rappelait la RDA était supprimé“, dit Markus. „Les Berlinois de I’Est n’ont pas seulement perdu leur emploi, mais aussi leur identité. Ils sont même devenus nostalgiques et un mouvement de protestation s’est organisé pour réhabiliter Ampelmann: le petit bonhomme des feux verts devait symboliser le côte positif de la vie quotidienne en RDA.“
Feux à vendre
Markus décida de retrouver et de commercialiser les anciens feux de signalisation en verre. Le stock à Berlin fut rapidement épuisé. Il se rendit alors à la fabrique de Chemnitz et finit par rencontrer Karl Peglau, le créateur d’Ampelmann.
„Karl a acceilli mon projet avec scepticisme, mais maintenant, il possède des parts dans Ampelmann.“ Dans la boutique de Hackesche Höfe, superbe complexe Art nouveau, Markus et Barbara font de grands projets. Leur petit bonhomme deviendra-t-il un guide urbain? Décorera-t-il les taxis? Aura-t-il un hôtel à son effigie?
EN PRATIQUE
Ampelmann, Hackesche Höfe, Rosenthaler Str. 40-41, 10178 Berlin (Mitte), www.ampelmann.de. Le restaurant italien La Rustica se situe sous le pont ferroviaire (Stadtbahnbogen) le long de la Spree, près du parc Monbijou.
BON PLAN: FESTIVALS D’ÉTÉ EN PLEIN AIR
Markus Heckhausen: „En été il ne faut pas rater les festivals en plein air. Le festival de musiques du mondre à la Haus der Kulturen der Welt (au Tiergarten) et les soirées cinéma et danse dans la colonnade de la Alte Nationalgalerie. Rien de mieux que de regarder un film dans une chaise longue. Des bars branchés seront aussi bientôt construits le long de la Spree.“
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Suis ton petit bonhomme de chemin!
Ampelmann, le petit bonhomme vert ou rouge, emblématique de l’ex-RDA, poursuit sa route loin des passages piétons. Depuis dix ans déjà le designer Markus Heckhausen vend, avec succès, ses produits dérivés à son effigie.
Combien de Français se sont-ils déjà fait réprimander par des Allemands en traversant négligemment au feu rouge, sans porter la moindre attention au petit bonhomme lumineux? Mais à Berlin-Est, une fois la réprimande avalée, on ne peut passer à côté des Ampelmännchen de l’ex-RDA. Les « feux de signalisationpiétons » - comme si sa traduction en français était tout aussi délicate que son observation – sont de dodus personnages aux traits humains, avec des oreilles, un nez et des doigts, coiffés de surcroît d’un chapeau de gentilhomme.
Depuis la chute du mur, Ampelmann est un objet de culte. Et de design, depuis que Markus Heckhausen s’en est emparé en 1995. Diplômé de design industriel, ce Wessi (citoyen ouest-allemand) a l’idée de récupérer les petits bonhommes rouges et verts pour la modique somme de 20 Deutsche Mark la pièce, au moment où Siemens les remplace par leurs collègues ouest-allemands ou européens.
Il fabrique d’abord une lampe en verre, à partir du feu de signalisation d’origine. Ce premier produit le convainc définitivement de se lancer dans l’aventure: « Ce petit être poupon, mi-troll, minain de jardin ne pouvait pas disparaître. C’est à travers la marque Ampelmann qu’il continue d’exister!»
Beaucoup plus sceptique, Karl Peglau, le concepteur et dessinateur d’Ampelmann, se décide malgré tout à rencontrer Markus Heckhausen, l’acteur de sa commercialisation. La survie des petits bonshommes en dépend. En 1997, les deux hommes publient ensemble « le livre d’Ampelmännchen », petit récapitulatif historique de l’épopée d’Ampelmann. Le concepteur et le designer signent un contrar leur garantissant le copyright sur Ampelmann. Puis, en 1999, Markus Heckhausen, sa société MAKE Design et la designer Barbara Ponn lancent la première collection d’une grande sèrie: ouvre-bouteilles, tire-bouchons, porte-clefs, animants, bonbons, T-shirts... Tous à l’effigie du petit bonhomme. Ces objets sont désormais disponibles à Berlin dans trois magasins-Ampelmann mais aussi dans beaucoup d’autres boutiques de souvenirs indépendants. Et ce, pour le plus grand plaisir des touristes, qui constituent 80% des acheteurs-dont une forte proportion de Japonais.
Pourtant, l’objectif premier reste le territoire national: déjà implanté aux Kaufhöfe de Leipzig et Rostock, l’ouverture de magasins à Dresde et dans les Länder de l’Ouest est prévue pour l’an prochain. Au Kuafhaus de Munich, durant les semaines « Grüner geht’s nicht », les Munichois attendent chaque annèe de dècouvrir les nouveautés Ampelmann... Derniers produits-phares: la « Ampelfrau » ou le « WM-Ampelmann » ont connu leur petit succès!
A ce jour, Ampelmann est une entreprise florissante, qui génère 3 millions d’euros de chiffre d’affaires. Ce qui n’empêche pas Markus Heckhausen de se remettre en question chaque jour: « S’amuser à créer des produits de qualité, c’est bien mais ça ne suffit pas. Faire du logo Ampelmann une sorte de crocodile Lacoste, qui serait la signature d’un savoir-faire, voilà l’ambiton de ma marque. » Dans cette lignée, un restaurant italien aux couleurs d’Ampelmann devrait ouvrir ses portes à Berlin pour les beaux jours: chaud devant, les pizzas Ampelmann n’ont pas fini de défiler!
LÉA CHALMONT
PHOTO: PROMO AMPELMANN
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"Ampelmann" die Kultur Ikone von Deutschland
Vom Ampelmann auf der Straße zur Lifestyle Marke auferstanden.
거리의 신호등맨에서 라이프스타일 브랜드로 부활하다
독일의 문화 아이콘 '신호등맨'
독일 베를린에 가면 만날수 있는 모자 쓴 신호등맨(Ampelmann)은 본래 구동독의 보행자 신호등에 사용되던 캐릭터였다. 슈테어(Steher: 서 있는 빨간 신호등맨)와 게어(Geher: 걸어가고 있는 녹색 신호등맨)로 구성된 이 신호등맨은 1961년 동독의 교통심리하자였던 카를 페글라우(Karl Peglau)에 의해 태어났다. 당시 빨강, 녹색의 단조로운 신호등을 사람들이 무시하면서 교통사고가 늘어나자 사람 모양의 심벌이 들어간 보행자 신호등을 제안했고, 수년간의 연구를 통해 신호등맨 캐릭터를 디자인하게 된다. 큰 머리에 모자를 푹 눌러쓴 편안하고 두툼한 몸매의 주먹코 신호등맨은 구동독의 수도였던 동베를린에서 첫선을 보였다. 이 친근한 캐릭터는 곧바로 독일인들의 사랑을 받기 시작했고, 교통 교육 만화영화에 등장해 어린이들의 친구이자 TV스타가 되었다.
그러나 1989년 베를린 장벽 붕괴 후, 독일 통일의 과정에서 사라져야 했던 수많은 구동독의 사물들처럼 신호등맨 또한 거리에서 사라질 위기에 처했다. 1994년 독일 정부가 동독의 신호등맨을 서독에서 사용하던 신호등맨이나 유로 신호등맨으로 교체하려 했기 때문이다. 그러자 '신호등맨 구제를 위한 위원회'가 설립되었고, 많은 사람들이 이 신호등맨 살리기 캠페인에 동참해 폐기를 막았다. 결국 독일 정부는 무릎을 꿇었고, 그 결과 사람들은 여전히 모자 쓴 신호등맨을 볼 수 있게 되었다. 물론 서독 출신의 신호등맨과 함께. 이러한 히스토리를 가진 구동독의 신호등맨을 라이프스타일 브랜드로 부활시킨 주인공은 바로 서독 출신의 제품 디자이너 마르쿠스 헤크하우젠(Markus Heckhausen). 현재 암펠만사(Ampelmann GmbH)의 대표이기도 한 그는 1997년 카를 페글라우와 함께 신호등맨의 역사와 구제에 관한 <암펠만의 책(Das Buch vom Ampelmännchen)>을 펴냈으며, 1999년 첫 번째 신호등맨 컬렉션을 선보였다. 제품의 절반 이상을 구동독 지역에서 생산하고 있는 마르쿠스 헥하우젠은 신호등맨을 '동과 서를 이어주는 다리'라고 표현하다. 세계 대부분의 도시에서 빨강, 녹색의 신호등맨은 단지 보행자들의 안전을 위한 교통 상징물일 뿐이지만, 베를린의 이 귀여운 신호등맨은 '동독과 통일 베를린의 상징'이자 '가장 사랑받는 베를리너(Berliner)'다. 신호등 속에서 걸어 나와 독일의 문화 아이콘이자 컬트캐릭터로 거듭난 신호등맨은 이미 일본에 진출했고, 곧 독일 전역에 관련숍이 들어설 예정이다.
D 글/ 김자연, 에디터/ 전은경
1 구동독의 문화적 아이콘이었던 신호등맨 캐릭터. 2 베를린에 남아 있는 신호등맨. 3-6 신호등맨을 이용한 다양한 생활 소품. 7 신호등맨을 브랜드화한 마르쿠스 헤크하우젠(왼쪽)과 암펠만의 아버지 카를 페글라우(오른쪽).
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Frau und Kind für Ampelmännchen
Frau und Kind für Ampelmännchen
Berlin (dpa/StN) – Das ostdeutsche Ampelmännchen hat seinem Hersteller in diesem Jahr einen Rekordumsatz von knapp drei Mio. Euro beschert. Künftig werden auch ein Ampelmädchen und ein Ampelkind auf Tassen, T-Shirts oder Feuerzeugen zu sehen sein, teilte die Ampelmann GmbH in Berlin mit. Die Erlöse des 35-Mann-Unternehmens seien im Vergleich zum Vorjahr um rund 30 Prozent gestiegen. Angaben zum Jahresergebnis machte Geschäftsführer Markus Heckhausen in seiner vorläufigen Bilanz nicht.
„Mit dieser soliden Basis lässt sich die Produktpalette gut erweitern“, sagte Heckhausen. Angestrebt würden Partnerschaften etwa mit Spieleverlagen, Süßigkeitenherstellern und der Gastronomie. Seit dem Ende des Rechtsstreits um die Lizenzen im November gehört Heckhausen ein Großteil der Markenrechte an der beliebten Ampelmann-Figur.
Die Ampelmännchen gehören zum Straßenbild in den neuen Bundesländern. Die Einrichtung aus der DDR wurde nach der Wiedervereinigung übernommen. Danach brach ein Rechtsstreit zwischen einem Zwickauer Hersteller von Ampeln und der Berliner Firma aus, die Ampelmännchen für sich entschied.
Das ostdeutsche Ampelmännchen erhält ein Ampelmädchen und ein Ampelkind als Ergänzung Foto: AP
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Ampelmann mit Kind
Nachwuchs geplant
Ampelmann mit Kind
Der kleine Kerl kriegt endlich eine ganze Familie
Berlin – Auch ein Ampelmann bleibt nicht gern allein: Der sympathische kleine Hut-träger hat seit zwei Wochen eine nette Frau an seiner Seite. Und auch Nachwuchs soll es geben. Der kleine (mit echter Himmelfahrtsnase) trägt Basecap.
Das Ampelmännchen hat seinem Hersteller dieses Jahr einen Rekordumsatz beschert. Er stieg zu seiner großen Freude um 30 Prozent, weil viele Touristen während der Fußball-WM seine 300 Produkte kauften. Der Familienzuwachs wird als erstes auf Tassen, T-Shirts und Feuerzeugen zu sehen sein. Geschäftsführer Markus Heckhausen plant, seine Marke über Franchise-Läden an die Kunden zu bringen. In Dresden sucht er intensiv nach einem lukrativen Standort. Auch eine Zusammenarbeit mit Spiele- und Schokoherstellern, Restaurants und der Fluggesellschaft Air Berlin kann er sich vorstellen. Mehr als 200 Ideen hat der kreative Mann auf Lager. Als nächstes sollen Ampelmännchen-Nudeln kommen.
BACH
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Siegeszug des Ampelmännchens
Siegeszug des Ampelmännchens
Gute Geschäfte und große Pläne mit dem Ostsymbol
von JAKOB SCHLANDT
Erstaunlich, wer sich so alles für das kleine ostdeutsche Ampelmännchen interessiert: Die britische Financial Times widmete der grünen oder roten Signalleuchte für Fußgänger eine ganze Seite, japanische und brasilianische Zeitungen berichteten, auch das spanische Fernsehen filmte. Stolz zeigt man bei der Ampelmann GmbH die Ausschnitte her. Eigentlich ist das Interesse leicht zu erklären: Das Ampelmännchen hat eine sehr symbolhafte Geschichte, die viel über deutsche Befindlichkeiten nach der Wende erzählt. Über die West- Bürokratie, die das pummelige Ampelmännchen ab 1994 durch den dürren Euro-Mann ersetzen wollte, der nicht nur langweiliger aussieht, sondern viel weniger Signalfläche hat. Über eine vehemente Bürgerbewegung im Osten, die sich mit Erfolg dagegen wehrte – heute werden in Ostdeutschland und in ganz Berlin wieder die alten DDR-Ampelmännchen installiert. Und über den Industrie-Designer Markus Heckhausen (ausgerechnet ein Wessi), der aus den entsorgten Ampelgläsern ab 1996 Lampen bastelte und verkaufte.
Daraus hat sich inzwischen ein florierendes Geschäft mit über 600 Ampelmännchen-Produkten entwickelt: Gummibärchen, Taschen und Handtücher, Plätzchenformen, Badelatschen und Eiswürfelmacher, die weltweit vertrieben werden. In Berlin gibt es sogar drei spezielle Ampelmännchengeschäfte.
Ein Sohn für den Ampelmann
Auf der gestrigen Bilanzkonferenz verkündete die Ampelmann GmbH, deren Co-Geschäftsführer Heckhausen ist, gute Zahlen für 2006. „Wir haben einen Rekordumsatz von drei Millionen Euro erzielt, 30 Prozent mehr als im Vorjahr, und das Geschäft ist profitabel.“ Auch der Pavillon auf der Fanmeile in Berlin sei ein Erfolg gewesen, weil er die Bekanntheit stark gesteigert habe. Rund eine Million Ampelmann-Produkte würden dieses Jahr verkauft. „Wir beschäftigen 35 Mitarbeiter und wollen weiter einstellen“ Für nächstes Jahr hofft Heckhausen auf erneut starke Zuwächse. Ein wenig Ärger macht jedoch immer noch der Rechtsstreit mit einem Konkurrenten, dem sächsischen Unternehmer Joachim Roßberg, der für einen Teil der Ampelmann-Produkte die Markenrechte beansprucht. Bis auf „Ampelmannschnaps“ hatte Roßberg allerdings Ende November in zweiter Instanz alle Rechte verloren. „Es ist absurd, aber Roßberg drohte uns kürzlich mit einer Schadensersatzklage, falls wir uns an das Urteil halten.“
Beeindrucken lässt man sich davon nicht. In der Firmenzentrale in den Hackeschen Höfen werkeln drei Designerinnen an zahlreichen neuen Ampelmann-Produkten – gestern Mittag am Etikett für Ampelmännchen-Nudeln.
Der Ampelmann soll jetzt sogar einen Sohn bekommen, mit umgedrehter Baseballkappe auf dem Kopf. Weibliche Begleitung hat er schon: Die Ampelfrau mit Zöpfen ist bereits auf Taschen und Tassen zu sehen. Heckhausen träumt davon, das Ampelmännchen als Marke omnipräsent zu machen. „Wäre doch gut, wenn zum Beispiel Air Berlin das Ampelmännchen als Symbol verwenden würde“ Sogar ein Ampelmann-Hotel oder einen Taxifunk kann er sich vorstellen.
Karl Peglau, der das Ampelmännchen in den 60er-Jahren entwarf, ist auch zugegen und hat ebenfalls Expansionspläne. Der 79-Jährige wirbt dafür, das Ampelmännchen auch in Westdeutschland zu verwenden. „Vor sechs Wochen habe ich einen Brief an Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee geschickt, in dem ich darum bat, das Ampelmännchen in ganz Deutschland einzuführen.“ Bis jetzt hat er keine Antwort erhalten.
Und er verteidigt sein Erbe, aufgeschreckt von der Nachricht, dass in Österreich öffentliche Symbole Frauen stärker berückwichtigen sollen. Dort ist auch eine Ampelfrau geplant. „Ich bin der Meinung: Verkehrszeichen müssen einheitlich bleiben. Eine Ampelfrau auf Produkten heißt nicht, dass sie auch in den Verkehr sollte.“ Nicht Ost gegen West, sondern Mann gegen Frau, vielleicht wird das der nächste große Ampelkampf.
Der Klassiker: Mit der Ampelmännchenlampe aus alten Anlagen fing 1996 alles an. Designer Markus Heckhausen traf damit im Osten auf viel Resonanz.
Inzwischen gibt es über 600 Produkte mit dem Ampelmännchen, von der Tasche bis zur Postkarte.
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Little men who signal success
A designer has made pedestrian traffic-light figures from former East Germany into a lifestyle brand, says Hugh Williamson
If you are one of those uncreative types who believes pedestrian traffic-lights offer little Potential as a niche lifestyle brand, then a trip to Berlin to meet Markus Heckhausen would do you good.
In most towns and cities around the world the little red and green men who commonly stand alert or appear to walk purposefully across the street remain just that -illuminated traffic symbols that improve pedestrian safety.
Yet in Berlin those little men - smartly dressed in hats and somewhat chubbier than their international brothers - have stepped down from their traffic lights and climbed onto T-shirts, shoulder bags, foot-balls, keyrings and cork-screws, providing the kick behind an increasingly popular range of fashion accessories.
Mr Heckhausen, a 45-year-old German industrial designer, is the softly-spoken entrepreneur who over the past ten years has coaxed the "Ampelmann", or pedestrian traffic-light man, into his overtime role, setting up a successful family-run business in the process.
What started as a show-room in Mr Heckhausen's small flat in East Berlin has turned into a chain of Berlin Shops, an international mail order service and a big promotional drive in Japan - a country whose tourists often fall in love with the friendly little men during visits to Berlin.
His privately owned company, Ampelmann GmbH, remains small - turnover of €2.4m ($3.06m) in 2005 is expected to rise to €3m this year - but that suits Mr Heckhausen, who has seen his brand, which already boasts about 300 product lines, metamorphose several
times in recent years.
"I've learnt the need to have patience, not to rush things," he says over lunch near his office, nestled between designer shops and restaurants in a trendy quarter of East Berlin.
That ability to resist the temptation to expand as quickly as possible derives from the trust he has in his marketing icon - and from his own skill in exploiting the unusual mix of factors that have fuelled his success.
These range from his innovative youth-oriented product designs, to his knack of linking his Ampelmann symbol - originally the pedestrian traffic light in former communist East Germany - with the emotional highs
and lows of reunification felt by Germans, especially easterners, since the Berlin Wall fell in 1989.
Mr Heckhausen, who was born in Stuttgart and studied design in nearby Pforzheim, first saw an Ampelmann on a trip in 1985 through the Iron Curtain into east Berlin. "They were eye-catching and friendlier," he says, less drab than the stick-men common in West Germany and elsewhere.
He spreads his arms, imitating the red "don't walk" symbol. "This is also a much clearer 'stop' symbol, especially for kids," he exclaims.
He came across the figures again in 1996, having moved to Berlin and while searching for design ideas. The symbols were still in traffic lights in the newly united city's eastern half, but were in danger of being phased out, as part of Germany's frenzy in the 1990s to remove east-west differences - with the eastern attributes almost always on the losing side.
Unusually for a west German, he found this problematic. "I thought this was a shame, to get rid of what was clearly a better design, just because it was eastern." He poured his frustrations into his first Ampelmann design, a wall lamp that used original traffic-light glass plates.
The product was a hit, partly as it gave a positive expression to growing annoyance among easterners with the poor treatment they
felt they were getting under unification.
When a light-hearted "save the Ampelmann" campaign also drew media coverage Mr Heckhausen knew he had a marketable product on his hands. "I saw we had the making of a cultural icon," he says. An illustrated book followed, along with the first products that detached the Ampelmann from its traffic-light setting.
These were essentially Souvenirs, however, and Mr Heckhausen soon realised that for them to become a longer-term project, he would have to "work more intensively with the figures, to turn them into a brand in themselves", at a distance from the historical memories they evoke.
More product designers were employed to attach the symbol to youth fashion trends. The opening of his first shop, in east Berlin, in 2001 was a turning point, as the racks of T-shirts and other accessories had a stronger visual impact than the previous catalogues. "Customers could see the Ampelmann in his own world," he says.
Even though his company does not make traffic lights, the decision by Berlin city Council last year to save the Ampelmann - the figures are set to appear in traffic lights across the city - gave a fillip to Mr Heckhausen's marketing. The little men have now evolved into a something approaching a symbol for Berlin's sparky new image.
Yet the company is still evolving and challenges remain. Most immediately, it must be on the lookout for copycat companies that use the Ampelmann image without permission. "This happens at least once a month, especially with the T-shirts," he says.
I thought this was a shame, to get rid of what was clearly a better design, just because it was East German'
The image can be used under licence - drug companies sometimes use the "walker" to represent healthy Irving - while non-profit groups can use it for nothing. Requests from political parties have been turned down - "we can't put our-selves in one political corner," says Mr Heckhausen.
He has had to fight repeated battles over copyright, and in June won a long-running legal contest over rights to use the image on stationery and sports goods. The dispute was with an eastern German company, which argued in part that Mr Heckhausen, as a west German, was exploiting an eastern product. Mr Heckhausen rejects this east-west dichotomy, describing his company as an "east-west bridge with an international staff".
He has no intention of ignoring the east, however. He has a contract with the retired east German traffic psychologist who in 1961 designed the first Ampelmann, and "over half the product lines are manufactured in eastern Germany, he says.
The company's own growing pains are another challenge. It now has 35 staff, and although his long-term girlfriend is a co-director, it has lost some of the informal intimacy of the early days when his friends and two brothers were involved. In this context, he reserves this strongest language for Germany's labour laws, which he says are too rigid for such a small company. "So much paperwork, so much hassle. I get really annoyed," he says.
Yet he is determined not to let such problems dampen his design and marketing enthusiasm.
At least for this entrepreneur, business success does indeed come from being constantly creative - even when you just cross the street.
GET GOOD ADVICE – AND BE LUCKY
Markus Heckhausen offers five tips for budding entrepreneurs:
■ If you have a good idea, follow it through. "You need to have the feeling that the idea is right, and if so, don't give up if things don't work out immediately."
■ Be willing to make sacrifices. "1 channelled sales revenues from one product into the design and marketing of the next. At times it was rather hand-to-mouth. 1 didn't have money for luxuries like a big car."
■ Don't grow too quickly. "It was difficult, as a designer, to resist the temptation to try to put all my ideas into practice immediately, but that would have been wrong. Concentrate on a few things, build a solid approach."
■ Get good legal and tax advice. "1 could hardly afford this at the beginning, but the investment was worth it, especially given the Copyright problems we have had."
■ Get lucky. "That's a commodity few business people can do without - that things come together in the right way at the right time."
Foto (Marco Urban): Green for go: Markus Heckhausen knew he had a marketable product when a 'save the Ampelmann' campaign attracted media coverage
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Fra skraphaugen til KULTSTATUS
Fra skraphaugen
til KULTSTATUS
Et avdanket lyskryssymbol
fra DDR er blitt millionsuksess
i det kapitalistiske vest.
I BERLIN
Carsten Kickstat
- Lanseringstidspunktet var helt perfekt. Det var en enorm frustrasjon hos folk i det tidligere Øst-Tyskland, absolutt alt de var vant med fra de siste 40 årene ble sett på som søppel.
Gründer Markus Heckhausen mimrer tilbake. Til 1996. Til lampene som satte det hele i gang.
Berlin-Mitte, hippe Hackesche Höfe. I industridesignerens første butikk er vi omgitt av ampelmänner i alle varianter. T-skjorter, vingummi, bokstøtter og lamper. Alt i alt over 300 produkter.
Men før vi går videre; en kjapp forklaring på hva dette egentlig dreier seg om:
«Die Ampelmänner» er de røde og grønne mennene fra trafikklysene i det tidligere DDR, laget av trafikkpsykolog Karl Peglau i l961 for å få ned de voksende ulykkestallene i Øst-Tyskland.
Hverdagssymboler
Etter den tyske gjenforeningen ble imidlertid det meste fra det gamle DDR sendt på skraphaugen. Svært få hadde noe imot å bli kvitt det politiske systemet. For innbyggerne i øst var det imidlertid vanskelig å godta at ingen verdens ting fra de siste 40 årene lenger syntes å være godt nok.
Litt etter litt forsvant symbolene de var vant med fra hverdagen. I 1994 så det mørkt ut også for ampelmennene. De ble sakte, men sikkert erstattet med de vestlige trafikklysvariantene.
- Jeg fant etter hvert ut hvor de gamle trafikklysene ble oppbevart, og dro bokstavelig til skraphaugen og hentet dem, sier Heckhausen, som selv ikke kan beskyldes for å tviholde på DDR-fortiden.
Industridesigneren kommer fra det tidligere Vest-Tyskland, og flyttet først til Berlin etter gjenforeningen.
Best i test
Ideen med å lage lamper, produsert av originaldeler fra de gamle trafikklysene, ble en kjempesuksess. Ved lanseringen fikk både Heckhausen og lampene medieoppmerksomhet. Ampelmennene ble kultfigurer.
Men lampene var også starten på en folkeaksjon, for å beholde et av de siste hverdagssymbolene fra det gamle DDR.
Til slutt ble trykket så stort at myndighetene ikke hadde noe annet valg enn å ta diskusjonen. En diskusjon som ble ført med vanlig tysk grundighet. En diskusjon som tflhengerne av ampelmennene vant på alle punkter.
Lysflaten hos symbolene fra øst var nesten dobbelt så stor sammenlignet med vestvarianten. Tester blant barn viste at de raskere forsto ampelmennenes signaler.
Konklusjon: På dette området var øst bedre enn vest. Ampelmennene fikk bli værende i gatebildet.
- Den offisielle grunnen til at de fikk bli, var at ampelmennene var bedre for trafikksikkerheten, noe som også stemmer. Men den virkelige grunnen var nok at de var blitt så populære at myndighetene ikke turde å kvitte seg med dem, sier Heckhausen og smiler.
Millionbutikk
Suksessen med lampene ga Heckhausen inspirasjon til å gå videre med ampelmann-prosjektet. For å gjøre en ti år lang historie kort:
I dag er det etablert tre egne ampelmannbutikker.
Firmaet har 45 ansatte og omsetter årlig for et par millioner euro. Slett ikke verst for et avdanket trafikklys.
- Dessuten planlegger vi å etablere nye butikker. To til her i Berlin, samt en i Dresden og en i Leipzig, sier salgssjef Alexander Trurnit.
„Det var en enorm frustrasjon hos folk i det tidligere DDR.
MARKUS HECKHAUSEN
- Samtlige produkter skal ha en bruksverdi. Det skal være noe mer enn de vanlige turistgreiene, som du kaster eller gjemmer bort med en gang du er kommet hjem fra ferien, legger, han til.
Ampelmennene er langt mer enn bare moralske kultfigurer for folk fra det tidligere DDR. Symbolene er også med på å skape arbeidsplasser i de østlige delstatene, som i dag sliter med høy arbeidsledighet.
- En klar firmafilosofi, sier gründer Heckhausen.
60-70 prosent av varene i butikkene hans er produsert i Tyskland, det aller meste i de østligste delstatene.
Sprer seg
Tilbake til symbolene på trafikklysene. Ampelmennene fikk som nevnt bli værende i gatebildet. Nå er de også i ferd med å spre seg utover hovedstaden.
Som første delstat har Berlin bestemt at de østlige ampelmennene skal erstatte de vestlige symbolene, når disse etter hvert blir ødelagt. Ampelmennene er derfor allerede å se i paradegaten Kurfürstendamm i det tidligere Vest-Berlin. Også i flere andre store østlige byer er ampelmennene i ferd med å gjenvinne tapt territorium. Til og med i enkelte byer i Vest-Tyskland, hvor det tidligere aldri har gått eller stått en ampelmann, er de nå å se. Riktignok bare som en solidarisk gest, men det er likevel en moralsk seier å ta med seg.
Suksessen til tross; ampelmennene har ikke noe mål om å ta over hele Tyskland.
- Det hadde jo selvfølgelig vært veldig gøy. Men da hadde vi samtidig mistet mye av kultstatusen vår , sier salgssjef Trurnit og smiler.
carsten.kickstat@haugesunds-avis.no
FOTO: GLEN PEARSON
MILLIONBUTIKK: Heckhausens firma har i dag tre ampelmannbutikker. Tre nye butikker er under planlegging.
FRA SKRAPHAUGEN: Lamper laget av originale deler fra kasserte trafikkIys selger som bare det i dagens Berlin.
MERKEVARE: Gründeren Markus Heckhausens butikker er fulle av produkter prydet med den gamle ampelmannen.
RENESSANSE: Østtyskernes gamle trafikklys-symboler har fått kultstatus i dagens Berlin og andre tyske storbyer.
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Grüne Welle
Das Landgericht Leipzig hat entschieden, wer mit dem DDR-Ampelmännchen Profit machen darf
Von Sebastian Leber
Jetzt kann es richtig losgehen. Endlich. Markus Heckhausen will neue Sportartikel auf den Markt bringen. Und Kinderspielzeug. Vielleicht ein paar Getränksorten. Die Pläne hat er schon in der Schublade, nur fehlte bisher die Rechtssicherheit. Seit gestern ist das anders, sagt der Berliner Unternehmer: „Das war ein guter Tag.“ Für den Roten Steher. Für den Grünen Geher. Und für Markus Heckhausen.
Anderthalb Jahre stritt der Geschäftsführer der Ampelmann GmbH vor Gericht um die Frage, wer mit der Vermarktung des roten und grünen Ost-Symbols Geld verdienen darf. Denn sowohl er als auch ein Ingenieur aus Sachsen hatten sich seit Mitte der 90er Jahre verschiedene Markenrechte gesichert und eigene Nostalgie-Produkte angeboten. Das Landgericht Leipzig entschied nun: Nur der Berliner Heckhausen darf die beiden DDR-Figuren weiterhin auf T-Shirts, Wimpel und Stofftaschen drucken. Sein Konkurrent, der Sachse Joachim Roßberg, kann künftig nur noch seinen so genannten „Ampelmännchen-Schnaps“ anbieten – in den Geschmacksrichtungen Wodka Litschi und Pfefferminz. All anderen Nutzungen sind ihm untersagt. Die Begründung: Roßberg habe seine gesicherten Rechte, abgesehen vom Schnaps, nicht ausreichend genutzt.
Für den Berliner Heckhausen ist das Urteil der Startschuss für neue Produkte für DDR-Nostalgiker. „Wir hatten Angst, dass große Konzerne über Roßberg in den Markt einsteigen und uns alles kaputtmachen können.“ Nun, da fast alle Rechte bei der Ampelmann GmbH liegen, könne man „große Schritte tun und viel in das Ampelmännchen investieren“ sagt Heckhausen. Der Jahresumsatz von 2,4 Millionen soll schon dieses Jahr um ein Drittel gesteigert werden. Das schaffe auch Arbeitsplätze – „und zwar im Osten, da kommt unser Männchen schließlich her“. Bereits jetzt werde ein Großteil der Produktpalette in den neuen Bundesländern hergestellt: die Kunststoffartikel in Thüringen, der Fruchtgummi in Mecklenburg-Vorpommern, bedruckte Babykleidung in Sachsen. Details seiner Expansionspläne will Heckhausen nicht verraten: „Erst müssen wir abwarten, ob Roßberg in Revision geht.“
Das Könnte passieren, denn der Sachse ist über das Urteil „einigermaßen deprimiert und auch wütend“. Schließlich bezeichnet sich Roßberg als „die Wiege des Ampelmännchens“: Schon in den 70er Jahren hatte er bei der Montage der Steher und Geher mitgeholfen – damals allerdings nicht als Geschenke und Wohnzimmerschmuck, sondern an regulären Verkehrsampeln. Besonders ärgerlich findet Roßberg, dass „das Ampelmännchen nun aus seiner Heimat entrissen“ und von einem – im Schwabenland geboren – Wahlberliner zu Geld gemacht werde. „Die Figuren kommen doch hier aus Sachsen“, sagt er. „Deshalb werden sie bei uns Sachsen-Männchen genannt. Die ganze Region steht voll hinter den Männchen.“ Wenn Roßberg das Urteil hinnimmt, muss er auch die Produktion von Ampelmännchen aus Metall einstellen. Die hat er bisher wahlweise als Türstopper oder Garderobenhalter verkauft, und so angeblich vier Arbeitsplätze geschaffen. „Wenn das jetzt vorbei ist, muss ich die Leute entlassen.“ Und noch eine Sorge treibt ihn um: Dass der Berliner Heckhausen erneut vor Gericht ziehen und ihm ein weiteres Markenrecht streitig machen könnte: das des Ampelmädchens, des weiblichen Pendants. Gut möglich, dass es soweit kommt, sagt Heckhausen. Schließlich habe Roßberg das Mädchen gar nicht erfunden.
Bei der gestrigen Urteilsverkündung saß auch ein Mann im Gerichtssaal, der überhaupt keine kommerziellen Interessen verfolgt: Der Psychologe Karl Peglau hat die Ampelmännchen 1961 für das Verkehrsministerium der DDR erfunden: Und hängt auch mit 79 Jahren „noch mit ganzem Herzen an beiden“. Dass nun durch das Leipziger Urteil der Weg für mehr Ampelmann-Produkte frei sei, freut ihn. „Jetzt wird die Figur ihre friedliche Botschafterrolle umso stärker wahrnehmen.“ Peglau kann den Sachsen Roßberg nicht leiden, weil der seine Männchen auf Schnapsflaschen druckt. Und auch in Zukunft drucken darf. Verkehrsmännchen und Alkohol, das passe nicht zusammen.
Grüner Geher, roter Steher. Der Berliner Markus Heckhausen (oben) hat gewonnen, der Sachse Joachim Roßberg (unten) verloren.
Fotos: dpa(3)
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Grünes Licht für Ampelmänner
Gericht gibt Berliner Designer Recht / Produktpalette wird ausgeweitet
Die Rechte am Ost-Ampelmännchen gehen an einen „Wessi“: Der Berliner Designer Markus Heckhausen kann seine Produktpalette mit der Kultfigur weiter ausbauen. Das Landgericht Leipzig hat ihm am Freitag einen Großteil der Markenrechte an dem Artikel zugesprochen.
Leipzig
Von Marion van der Kraats, dpa
Damit war die Klage des Berliners gegen den sächsischen Ingenieur Joachim Roßberg im Wesentlichen erfolgreich. Roßberg, der zu DDR-Zeiten alleiniger Hersteller von Verkehrsampeln war, darf das Ampelmännchen nur noch als Aufdruck auf Etiketten alkoholischer Getränke verwenden. Davon ausgenommen ist Bier.
Mit dem Urteil stehen Heckhausen für seine Ampelmann GmbH neue Wege zur Produktion des beliebten Souvenir- und Designartikels offen. Ihm wurden die Rechte für Metallprodukte, Spiel- und Sportartikel sowie Schreibwaren zugesprochen. Gegen die Lösung dieser Rechte beim Patentamt in München hatte sich Roßberg bislang vehement gewehrt. Mehrere Einigungsversuche scheiterten. Nun ist der 55-Jährige per Gerichtsurteil dazu verpflichtet, der Löschung zuzustimmen.
Juristisch gesehen gestaltete sich das Urteil kompliziert: „Ich werde die Begründung nicht im Einzelnen verlesen, weil Sie mir sonst einschlafen“, sagte Richter Bernd Gicklhorn bei der Urteilsverkündung zu den Reportern.
Der Berliner will sofort mit Sportartikeln auf den Markt gehen. Karl Peglau, Erfinder des Ampelmanns, hat ihm auch weiterhin seine Unterstützung zugesagt. Ein Vertrag über die Nutzungsrechte verbindet die beiden seit Mitte der 90er-Jahre. Stolz trägt Peglau ein Polo-Shirt mit „grünem Geher“. „Im Tennisclub haben sie schon gefragt, wo es das gibt“, berichtet der 79-Jährige strahlend.
Roßberg ist das Lachen zunächst vergangen. Mit entschlossener Miene kündigt er aber an, weiter zu kämpfen. Zumindest für die Markenrechte im Bereich Metall will er in Berufung gehen. „Ich habe ja auch den Druck, Arbeitsplätze zu sichern“, sagte der Sachse.
Roßberg verbleibt Logo für Sekt und Likör
Vier Mitarbeiter beschäftigt der Ingenieur. Im Vergleich zu Heckhausen hatte er nur wenige Markenrechte beim Patentamt. Mit dem Urteil bleiben ihm nur noch zwei von 15 geschützten Bereichen: Der „rote Steher“ und der „grüner Geher links“ als Logo für alkoholische Getränke wie Likör oder Sekt. Um die hatte Heckhausen aber ohnehin nicht gekämpft. In seinen Augen passen Alkohol und die Kultfigur nicht zusammen.
Ampelmännchen-Erfinder Karl Peglau(I.), und Markus Heckhausen zeigten nach dem Urteil die neuen Ampelmännchen-Bälle. Foto: dpa
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O homem mais "cult" de Berlim é gordinho e verde
Alemanha Símbolo de semáforo no lado oriental da cidade hoje é marca famosa
Alemanha 2006
Daniela Chiaretti
De Berlim e São Paulo
Olhar com atenção para o semáforo de pedestres em Berlim pode ser revelador. Não que por ali seja fácil morrer atropelado – basta colocar o pé no asfalto para que os carros parem imediatamente. O símbolo que indica quando se pode atravessar e quando é bom ficar parado não combina com as tintas futuristas que a capital alemã exibe em alguns pontos. Um homenzinho gordo e atarracado, com pinta de primo de boneco de pebolim, é o ícone gozado que surge nas esquinas da metrópole überracional. O mais curioso: na capital alemã, que vem se esforçando em ser a nova referência nas tendências de moda e consumo europeus, a estampa mais "cult" é a de um boneco de meia-idade que nasceu com alma socialista, na ex-República Democrática Alemã, a RDA.
Ampelmann é o nome do sujeito e da marca do melhor suvenir de Berlim. Ele saltou dos semáforos para chaveiros, bolsas, balas de goma, galochas, roupinhas de bebê, tapetes, fôrmas de gelo, canecas, munhequeiras e mais a infinidade de itens de consumo que se pode conceber. São duas as versões – vermelho e de braços bem abertos, numa clara mensagem "pare onde está" e verde e de perfil, transmitindo um "pode seguir em frente" a passos largos e determinados. Agora, em temporada de Copa do Mundo, surge oportunamente em uma coleção de bolas e camisetas. O gorducho se deu bem.
Ele nasceu libriano, como convém a um predestinado à harmonia e estética. Apareceu pela primeira vez em 13 de outubro de 1961, em Berlim Oriental, a capital da RDA. Seu inventor, Karl Peglau, era psicólogo de trânsito e imaginou uma forma de evitar acidentes projetando semáforos para pedestres. Pelos estudos, ícones simpáticos provocariam melhor resposta entre gente a pé e gente motorizada. Ampelmann viveu tranqüilo nas cidades do Leste por 28 anos. Karl Peglau foi por 32 anos diretor do Seviço de Medicina de Tráfego da RDA. Aí o Muro caiu.
Nem os pepinos em conserva, como bem mostra o filme "Adeus, Lênin", sobreviveram à fúria autofágica com que a Alemanha Ocidental engoliu sua metade oriental. Sobraram falsos cacos do Muroe quepes mofados dos guardas de fronteira, vendidos em barracas a turistas. Naqueles anos de reunificação, onde nem os alemães de cá nem os de lá sabiam para onde caminhava a humanidade, o designer Markus Heckhausen foi a Berlim, no lado que antes era o Leste, e parou numa esquina. "Eu me interessava pela estética do que tinhasido Berlim Oriental", conta. "Para eles, a paisagem não era nada charmosa. Mas, para nós ocidentais, era fascinante, parecia cenário de filme dos anos 30. Tudo tinha congelado no tempo."
Com estas divagações, ele parou na tal esquina. À sua frente, três semáforos para pedestres: o primeiro, ocidental e novíssimo, viria a substituir o segundo, um modelo ligeiramente mais antigo; o terceiro estampava a figura tosca do Ampelmann oreintal. "Pensei, 'que pena, este símbolo histórico e simpático vai desaparecer'." Com dificuldade, Heckhausen encontrou o vidro de semáforos inutilizados e desenhou duas lâmpadas domésticas, uma com o homenzinho verde e outra vermelha. Era 1996. Ele pruduzia em casa, artesanalmente, com a mulher. Logo vendeu 150 Lâmpadas. "Jamais pensei que pudesse crescer tanto. Ampelmann tornou-se um símbolo muito bem acolhido, e tinha grande potencial para virar uma marca."
Enquanto isso, os semáforos eram trocados na Alemanha e os homenzinhos pareciam fadados à extinção. Seu sistema eletrônico era tecnicamente antiquado em relação aos congêneres ocidentais. "Mas os bonequinhos eram um grande símbolo, muito melhores que os nossos", diz Heckhausen. Gosto não se discute, mas o fato é que a superfície de ilumimação dos antigos semáforos era o dobro daquela dos ocidentais, e isto permitia às crianças reconhecê-los mais facilmente – o argumento racional, que tant o agrada aos alemães. Um movimento de resistência à eliminação da memória da ex-RDA cresceu nos jornais, e o bonequinho, um dos últimos símbolos da vida na Alemanha socialista, virou bandeira de luta – o argumento histórico, que também seduz os alemães. E havia a Ostalgie, a nostalgia dos objetos e da atmosfera do universo no Leste, um fenômeno novo e sentimental, nada comum aos alemães. Por fim, os homenzinhos foram salvos e seu lugar garantido na iconografia das ruas. Os Ampelmann viraram peças de design.
O homem que inventou o último dos berlinenses, Karl Peglau, virou consultor da empresa de Heckhausen, qu registrou a marca. Quando o ícone completou 40 anos, em 2001, fizeram uma exposição com as figuras dos semáforos de pedestres de vários países: os franceses são magros e elegantes; os gregos, lutadores olímpicos; os poloneses, coitados, meio robôs; os belgas apostam nos casais; o homenzinho berlinense, cabeçudo, é de longe o mais agradável.
A primeira loja Ampelmann foi inaugurada em 2001, no Hackesche Höfe, um belo conjunto de prédios interligados que no traçado com o Muro ficava em Berlim Oriental. O bloco foi reformado e o bairro onde está hoje, Mitte, é um pólo que dita moda na cidade. Em 2004 foi aberta outra loja, na moderna Potsdamer Platz. A terceira está em frenrte à Berliner Dom, a catedral, um dos pontos mais turísticos. Por uma ronia ideológica do destino, hoje o ícone socialista é vendido onde o capital gira mais forte em Berlim.
E tem seu pé na glibalização. No Japão, os objetos Ampelmann fazem tremendo sucesso e conquistaram granceses e italianos. Vendas on-line os levam para os cantos do mundo. Só em seu lugar original, a esquina de pedestres, têm poder limitado. Estão plantados em vários cruzamentos berlinenses, mas não há muitos no resto da Alemanha. Ali parece que a tendência é por mais tecnologia e menos simpatia.
Os homenzinhos Ampelmann também chegaram ao Brasil. Desde abril, na rua Augusta, em São Paulo, uma porta negra exibe uma lâmpada Ampelmann verde quando a loja está aberta e a outra, vermelha, acende sempre que não está funcionando. É a Berliner, de Tatiana Hamann e Ursula Klayn. "Berlim é a nova Londres", diz Ursula, que estudou moda na capital alemã. O conceito da loja é trazer o que está sendo criado nas cidades mais cosmopolitas da Alemanha.
A inovação já começa na portasempre fechada, mesmo quando o Ampelmann está verdinho. "Os lugares bacanas de Berlim funcionam assim. Queremos provocar uma surpresa para quem está andando pela Augusta", diz Taiana. O impacto continua lá dentro, com uma clarabóia enorme, a pared grafitada como se fosse o Muro, a trilha musical diferente. Nas araras, camisetas alegres Icke, acessórios East Berlin, peças com logos vintage Logoshirt – tudo de Prenzlauer Berg, o bairro mais efervescente da cidade. Sobre um balcão, o homenzinho de Belrim brilha em vários artigos. Também no Brasil o caminho parece aberto ao faroleiro berlinense.
www.ampelmann.de; Ampelmann Galerie Shop: Hackesche Höfe, Hof 5, Rosenthaler Str.40-41,(49-30) 4404-8801, Berlim; Berliner:rua Augusta, 2845 s/I, (II) 3085-0906, São Paulo, SP, www.bln.com.br
O bonequinho saltou dos faróis alemães orientais para uma série de produtos que também podem ser comprados em São Paulo DIVULGAÇÃO
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World Cup 2006 Special - Go! Berlin!
Warum der Verkehrspsychologe den wizigen Ampelmann Figur geschaffen hat.
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Klasse Idee
Klasse Idee: So wird man fit gemacht für den Job
FÖRDER-PROJEKT VON CABINET Tolle Chance für junge Leute: Erfolgreiche Profis geben Starthilfe. Wer wagt den Schritt in die Selbstständigkeit oder auf die Bühne?
Wer Mut und Talent hat, sollte sich unbedingt selbstständig machen. Davon ist Liane Hoffmann (27), Studentin für Textiltechnik aus Sachsen-Anhalt, fest überzeugt. „In Deutschland wird das Klima auf dem Arbeitsmarkt rauer“ , sagt die junge selbstbewusste Frau. „Jedem wird mehr abverlangt und zugemutet. Um aus der Job-Misere rauszukommen, muss man selbst die Initiative ergreifen – heute mehr denn je.“
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Starthilfe von Profis für junge Einsteiger
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Wagemut hat Konjunktur. In einer Zeit, wo jährlich im Osten rund 52000 Leute den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, kommt die Aktion >>Durchstarter<< gerade recht. Ihr Ziel: junge Einsteiger fit zu machen für den Job. Dafür engagierte CABINET erfolgreiche Unternehmer, Personalchefs und Künstler als Mentoren (Betreuer). Drei Monate lang sollen sie die Auserwählten testen und fördern, ihnen weitaus mehr beibringen als das ABC der Marktwirtschaft.
Lernen vom Ampelmännchen. Es war purer Zufall, dass Liane Hoffmann Markus Heckhausen (44) als Mentor bekam. Der kreative Industrie-Designer hatte 1996 in einem Ostberliner Hinterhof eine Werkstatt eröffnet. Inzwischen ist aus der Zwei-Mann-Firma das landesweit bekannte Unternehmen >>Ampelmann GmbH<< geworden: mehr als 100 Kultprodukte – von T-Shirts bis Stehlampen -, 30 Beschäftigte, 2,5 Mio. Umsatz im Jahr. Markus Heckhausen kann stolz sein, in schwierigen Zeiten eine hoch motivierte Mannschaft aufgestellt und den Umsatz um mehr als das Zehnfach gesteigert zu haben. Ampelmännchen-Produkte sind sogar im fernen Japan ein Renner. Und im Osten Deutschlands arbeiten bereits 20 Firmen für die Ampelmann GmbH. „Wichtig ist die richtige Idee. Und Durchsetzungskraft! Wenn das Know-how stimmt, kommen auch Kunden“ , weiß Heckhausen aus Erfahrung.
Ab ins kalte Wasser. Von der ersten Stunde an musste Liane Hoffmann in Heckhausens Firma beweisen, dass sie wirklich das Zeug dafür hat, sich im Bereich Mode selbstständig zu machen. Zeichnen, entwerfen, nähen – die Studentin ackerte 50 Stunden die Woche und mehr, bis alles erledigt, sie selbst und der gestrenge Heckhausen mit dem Ergebnis zufrieden waren. Lianes wichtigste Erfahrung: Was einfach aussieht, ist schwer zu machen! „Aber ich habe auch gelernt, dass man mehr kann, als man sich zutraut. Es braucht eben Mut, sich von den eigenen Fesseln zu befreien.“
Besonders stolz ist Liane, dass sie an der neuen Kollektion von Ampelmann-Babywäsche mitwirken konnte. „Man ahnt ja als Anfänger nicht, wie viele Fallstricke es von der Entwicklung bis zur Vermarktung neuer Produkte gibt.“ Und Firmenchef Heckhausen legt nach: „40 Prozent meiner Arbeitskraft brauche ich für Design-Entwicklung und Vertrieb. 60 Prozent gehen drauf für bürokratische Hickhack.“
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Wenn Stress so richtig Spaß macht
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Dazugelernt. Der erfolgreiche Ampelmann-Chef findet das CABINET-Förderprojekt, für das er als Mentor zur Verfügung steht, stark. „Dieser Anschub ist für junge Leute, die sich selbstständig machen oder ins Berufsleben einsteigen, besonders wichtig. Sie können in der Praxis testen, was sie wirklich drauf haben. Kreativ zu sein ist die eine Sache. Seine Idee auch durchzusetzen ist weitaus schwieriger.“ Liane Hoffmann: „Man erlebt schockartig, was jeder leisten muss, um als Firma erfolgreich zu sein. Aber dieser Stress macht Spaß!“
(FOTOS)
Die Mentoren Erfolgreiche Unternehmer, Personalchefs, Künstler
Kreativ Markus Heckhausen und Liane Hoffmann am Computer
Erfolg Das kesse Kerlchen geht seinen Weg
Spielerisch Markus Heckhausen und Liane Hoffmann präsentieren ein neues Produkt der Firma Ampelmann: Die Fußbälle sind ein Souvenir für die Weltmeisterschaft
INFO : Aktion >>CABINET-Durchstarter<<
Experten-Tipps für Start in die Zukunft
Das Projekt. Seit Jahren fördert die Zigarettenmarke CABINET Aktivitäten im Osten, z.B. Kunstfestivals oder junge innovative Leute. Diesmal geht es um die Aktion >>Durchstarter<<, die SUPERillu unterstützt. Das Förderprojekt will all jenen Starthilfe geben, die Mut haben, ihre beruflichen Träume zu verwirklichen.
Die Mentoren. Es geht dabei nicht um finanzielle Förderung, sondern um persönliche Beratung. Erfolgreiche Unternehmer, Personalchefs und Künstler machen ihre Schützlinge für den neuen Job fit.
Die Kategorien. Bewerben kann man sich für 3 Kategorien:
1. Jobeinstieg (auch wer umsatteln will).
2. Wir-AG (wer mit anderen ein Projekt plant).
3. Bühne frei! (wer seine Zukunft auf der Bühne sieht, aber erst ganz am Anfang steht).
So wird’s gemacht. Bewerbung online: www.cabi-network.de oder schriftlich an CABINET, Postfach 040571, 10063 Berlin. Teilnehmen können alle ab 18 Jahre! ES wird 15 Gewinner geben. Bewerbungsschluss: 30.4.2006
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Dieses warme Rot und Grün
„Dieses warme Rot und Grün"
taz: Herr Heckhausen, sind Sie der DDR dankbar?
Markus Heckhausen: Muss ich ja wohl (lacht). Aber eher müsste ich den westdeutschen Politikern dankbar sein, die die Ampelmännchen abschaffen wollten. Wenn es sich nicht hätte durchsetzen müssen gegen seine Westkollegen, so David gegen Goliath, hätte es die Aufmerksamkeit für das sympathische Männchen wahrscheinlich nie gegeben.
Sie sind 1995 von Tübingen nach Berlin gezogen. Wie wurden Sie zum Retter eines Ost-Wahrzeichens?
Mir fielen die Ampelmännchen, dieses warme Rot und Grün, inmitten des morbiden Charmes direkt ins Auge. Vielleicht fielen sie mir mehr auf als den Leuten, die damit aufgewachsen sind.
Und Sie hatten den Vorteil zu wissen, wie der Hase in der Marktwirtschaft läuft.
Von unserem ersten Schülerjob an wussten wir, wie eine Idee sein muss, um was zu verdienen. Daher lag es uns natürlich viel näher, die Möglichkeit zu sehen, dass man eine Rettungsaktion für eine Figur auch professionell mit dem Beruf verbinden kann. Als mir be-wusst wurde, dass die Ostampeln ausgetauscht werden, dachte ich, dass man sich die Ampelscheiben vom Müll bei der Stadtbeleuchtung holen und die Ampelmännchen als Produkt weiterleben lassen könnte. Eine pragmatische Idee eines Produktdesigners. Dann erzählte mir jemand von einer Firma in Wildenfels in Sachsen, die die Ampelscheiben früher hergestellt hat und ich fuhr hin.
Sie meinen den VEB Signaltechnik, mit dessen ehemaligem Direktor Herrn Roßberg Sie sich um die Nutzung des Männchens als Marke streiten?
Ja, er hatte Lagerbestände und wir hatten ausgemacht, dass wir die Stück für Stück beziehen können. Er fand es Klasse, dass er seine Bestände losbekommt.
Sie haben sich beide erst im Komitee zur Rettung der Ampelmännchen engagiert und dann zerstritten. Wieso?
1997 gab es den Versuch, alle, die irgendetwas mit den Ost-Ampelmännchen zu tun hatten, an einen Tisch zu bringen. Aufgrund der unterschiedlichen Interessenlagen konnte man sich allerdings zu keiner effizienten Gruppe zusammenfinden. Mit Herrn Roßberg hatten wir eine ganz normale Geschäftsbeziehung und dieser Ost-West-Streit fand eigentlich mehr in den Köpfen der Journalisten statt.
Was war dann das Problem?
Das Markenrecht ist in 45 Produktbereiche unterteilt und fünf Prozent davon hatte der Roßberg mal angemeldet, aber nicht genutzt. Dadurch werden sie löschungsreif. Jeder Dritte kann so eine Löschung einklagen. Wir hatten ihm das Angebot gemacht, ihm die fünf Prozent abzukaufen, weil wir kein Interesse an einem Streit hatten. Aber wir kamen nicht zusammen. Weil wir die Produkte bekannt gemacht haben, war es uns wichtig, diese frei werdenden Bereiche rechtzeitig anzumelden.
Sind Sie der böse Wessi, der den armen Ossi über den Tisch ziehen will?
Ganz und gar nicht. Es ist keine arme Ossigeschichte. Es gibt Verlierer der Einheit und es gibt Gewinner. Herrn Roßberg zähle ich ganz klar zu den Gewinnern. Als ich 1995 anfing, fuhr ich einen Trabi und er einen richtig großen, lilametallenen Mercedes.
Ach, wie das?
Ich hatte kein Geld, war nicht der reiche Wessi. Ich glaube, der Roßberg hat ziemlich schnell vom Westen gelernt. Im Verlaufe des ersten Prozesses vor dem Landgericht Leipzig tauchten Ungereimtheiten auf. Es stellte sich heraus, dass er gar nicht so der arme Ossi ist, als der er sich gerne darstellt beziehungsweise die Presse ihn dargestellt hat und er es gerne annimmt.
Sondern?
Es gibt mehrere Konkurse dort, mehrere Firmen mit gleichen Namen, sein Sohn heißt mit Vor- und Nachnamen genau wie er. Man kann gar nicht richtig erkennen, welche Firma wem gehört und was gespielt wird. Er hat Verkäufe gemacht an Firmen, die Schon seit Jahren in Konkurs waren. Er hat vermutlich von der Treuhand den Betrieb übernommen und macht jetzt Baustellenbeschilderung. Aber er hat weder mit der Urheberschaft der Ampelmännchen zu tun noch mit der Idee der Vermarktung. Weshalb sollen wir jetzt sagen, wir geben ihm was ab?
Also waren Sie nur schneller?
Ich hatte als Erster die Idee, die Ampelmännchen als Produkt weiterleben zu lassen. Aufgrund einer Erfahrung, die ich mit einer Diplomarbeit gemacht hatte mit einem öffentlichen Fahrrad, ähnlich wie mit den Rädern der Deutschen Bahn in Berlin, wusste ich, wenn man ein Thema gut aufbereitet, kann man es sehr gut in der Presse veröffentlichen. So lernte ich den Urheber der Ampelmännchen, den Herrn Peglau kennen.
Den Verkehrspsychologen, der 1961 die Figur der Ampelmännchen erfunden hat. Hatte er Ihnen gegenüber nicht Vorbehalte, weil Produktvermarktung im Osten nicht angesagt war?
Im Unterschied zu Roßberg prallten bei Peglau und mir in der Tat völlig fremde Welten aufeinander. Ihm ging es um Verkehrssicherheit und klare Zeichen auf der Straße und nicht um Vermarktung als Lifestyle. Aber er fand es Masse, dass jemand was mit seinem Männchen macht. In ganz vielen Diskussionen hab' ich versucht ihn heranzuführen an das, was wir beruflich machen. Ganz wichtig war mir, ihn einzubeziehen. Andererseits habe ich mir in langen, langen Diskussionen erklären lassen, dass nicht alles im Osten schlecht war. Interessant ist, dass er und der Roßberg, ausgerechnet die beiden aus dem Osten, sich überhaupt nicht leiden können und sich total Feind sind.
Warum?
Herr Peglau ärgert sich zu Recht, dass Herr Roßberg sich permanent als Urheber, als die Wiege der Ampelmännchen bezeichnet. Die Ampelmännchen sind 1961 entstanden, als Herr Peglau es entworfen hat. Da war Roßberg elf Jahre alt. Rein biologisch kann man mit elf nicht Vater werden. Nach Roßbergs Angaben kam die so genannte Wiege der Ampelmännchen 1969 nach Wildenfels. Die Figuren wurden in Berlin entworfen und erprobt. Ein achtjähriges Kind legt man nicht in die Wiege, das macht überhaupt keinen Sinn. Er hat sich da so reinverstrickt in die Geschichte, ihm gehöre das alles, dass er mir langsam fast leid tut.
Also ist er nicht der arme, sondern der clevere Ostler?
Es ist eine gewisse Bauernschläüe, aber im negativen Sinne. Und der Anwalt, der ihn berät, hat von Markenrecht verdammt wenig Ahnung. Das hat den ganzen Prozess schon behindert. Es passiert tagtäglich, dass sich Firmen über Markenunklarheiten streiten. Es ist nur deshalb eine Ost-West-Geschichte, weil ein Beteiligter aus dem Osten und einer aus dem Westen kommt. Das Freche ist, dass er sich anmaßt, er sei der Urvater der Ampelmännchen. Das ist so was von gelogen. Da hört der Spaß auf, finde ich.
Beim Geld hört der Spaß auf?
Wir haben ja nicht in die Ampel gegriffen und da war der Umsatz drin. Wir haben 2005 mit über 30 Leuten, die gut arbeiten und gute Ideen haben, 2,4 Millionen Euro Umsatz gemacht. Roßberg macht mit Ampelprodukten definitiv keine Umsätze. Genau das ist der Streitpunkt. Er macht Werbegeschenke. Aber es gibt nun mal das Urheberrecht und da haben wir als Einzige eine vertragliche Vereinbarung mit Herrn Peglau. Andererseits haben wir ab 1997 Stück für Stück Markenrecht angemeldet, weil wir gemerkt haben, wir müssen uns selbst schützen. Sonst könnte uns das jeder streitig machen.
Bis Ende Januar hat das Landgericht Leipzig eine Frist für einen Vergleich gesetzt. Im letzten Jahr war ein außergerichtlicher Vergleich gescheitert. Wird es diesmal klappen?
Ich denke, jetzt ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch.
Wieso?
Weil der Richter letztendlich unserer Argumentation gefolgt ist, dass Herr Roßberg die Marke nicht nutzt und definitiv keinen Umsatz macht. Er produziert nicht selber. Er macht Taschenkalender oder einen Autoatlas, auf den er einen Ampelmann aufdruckt und seinen Geschäftspartnern schenkt. Das ist aber keine richtige Markennutzung, das sind Werbegeschenke.
Was ist mit dem Ampelmännchen-Schnaps, den er vertreibt?
Das ist der einzige Bereich, in dem er eine gewisse Nutzung vorweisen kann. Aber Schnaps passt nicht zum Thema Verkehrssicherheit.
Wie würde ein Vergleich aussehen?
Der vorgeschlagene Vergleich hätte zur Folge, dass unsere Ampelmann GmbH alle Markenrechte für die Ampelmännchen bekommt, bis auf den Bereich „Schnaps", und Roßberg was von uns dafür bekäme.
Was denn?
Einige Produktbereiche bezüglich des Markenrechts an der Ampelfrau.
Darüber gibt es auch Streit?
Ja. Roßberg, das muss man anerkennen, hat die Ampelfrau in Verkehr gebracht. Aber es ist der Entwurf von jemand anders. Roßberg hat auch hier behauptet, er hätte sie erfunden. Weil wir schon länger mit dem Thema arbeiten, hatten wir die Marke in den wichtigen Produktbereichen vor ihm angemeldet. Er hat später ein paar Sachen angemeldet.
Wo produzieren Sie?
Über die Hälfte aller Produkte produzieren wir im Osten, auch in Sachsen. Wer macht denn noch Textilproduktion in Deutschland? Niemand! Wir produzieren im Osten, weil es gute Qualität ist und weil es ein Stück weit zu unserem Konzept gehört. Deshalb war ich schon enttäuscht, als diese Ost-West-Geschichte über uns hereinbrach.
Wem gehören denn nun die Ampelmännchen?
In der Ampel gehören sie dem ganzen Volk, als Urheber dem Herrn Peglau, und die Markenrechte haben wir.
Gewähren Sie auch kostenlose Lizenzen zur Nutzung?
Wenn es mit Verkehrserziehung, Kindern oder dem Osten zu tun hat und gemeinnützig ist, wollen wir nichts verdienen.
Ihr Sortiment umfasst 150 Produkte. Vom Flaschenöffner über Fruchtgummis und Babystrampler bis zum Ohrstecker. Ist ein Ende absehbar?
Ich kann kein Ende absehen. Dass wir aus dieser Figur mehr rausholen, ist keine Ostalgiewelle. Wir machen es, weil die Figur eine Superausstrahlung hat, einen Supercharakter. Wir wollen ein richtiges Label aufbauen, junges Design aus Berlin.
Wohin wollen Sie mit den Ampelmännchen?
Vorbilder sind natürlich so richtig bekannte Marken wie Puma oder Adidas. Die Möglichkeit hätte das Ampelmännchen. Im Modebereich kann man viel machen und es gibt noch ein paar andere Bereiche. Aber solange markenrechtlich nicht alles geklärt ist, will ich nicht . zu viel dazu sagen.
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Kultobjekt Ampelmann
Ostdeutsches Verkehrssymbol entwickelt sich zum Exportschlager
Das 1961 in der ehemaligen Hauptstadt der DDR entwickelte ostdeutsche Verkehrssymbol, der „Ampelmann“ wäre nach der Wiedervereinigung fast aus dem Straßenbild verbannt worden, hätten sich nicht engagierte Bürger in Ost und West für dessen Erhalt eingesetzt. Heute genießt es Kultstatus. Was 1995 mit einer von Designer Markus Heckhausen entworfenen Lampe aus Original-Ampelgläsern begann, hat sich zum wahren Exportschlager entwickelt.
Als Souvenir in vielfältiger Form – von Fruchtgummis, über T-Shirts, bis hin zur Badkollektion – erfreut der beliebte „Berliner“ inzwischen die Herzen von kleinen und großen Fans in aller Welt. Mittlerweise werden pro Monat fünf neue Produkte entwickelt und zum großen Teil in Ostdeutschland produziert. Das Unternehmen, das seinen Firmensitz in den Hackeschen Hüfen in Berlin-Mitte hat, konnte seinen Umsatz um 50 Prozent steigern.
DHL Global Forwarding organisiert bereits seit zwei Jahren die Transporte des berühmten Ampelmännchens innerhalb Deutschland, Europas und mit wachsendem Frachtaufkommen auch rund um den Globus. DHL sorgt dafür, dass der kleine Mann, den man in den Berliner Ampelmann-Läden kaufen oder über das Internet bestellen kann, auch in den hintersten Winkeln der Erdepünktlich ankommt, denn der Logistikdienstleister organisiert den kompletten Versand für sie Ampelmann GmbH. Kürzlich beauftragte das Berliner Unternehmen Ampelmann den Logistikspezialist zudem, den Luftfrachttransport für die komplette Produktpalette nach Japan abzuwickeln.
Verantwortliche Projektleiterin ist Annekathrin Jacobs, die bei DHL Global Forwarding für den Bereich Sales Management zuständig ist. Als Ost-Berlinerin hat sie mit großem persönlichen Engagement das Geschäft von Anfang an begleitet und so freut sie sich ganz besonders über den Erfolg des Ampelmännchens: „2005 haben wir weltweit 230 Sendungen für Ampelmann abgewickelt und aktuell ist die Nachfrage in Japan besonders groß“, stellt sie fest.
„Unser erster Kontakt zu Ampelmann entstand im Januar 2005 über eine Sendung an den japanischen Empfänger Troika Tokyo“, erinnert sich Jacobs. Da dies für Ampelmann der erste internationale Versand war, hatte man noch keinerlei Erfahrungen mit der Exportabfertigung und Zollabwicklung. „In dieser Phase haben wir zum Beispiel einen umfassenden Zolltarif-Katalog für alle Waren erstellt, wodurch die Zollabfertigung im Ex- und Import deutlich vereinfacht wurde“, erläutert Annekathrin Jacobs die Zusammenarbeit.
Im Laufe des Jahres entstand eine intensive Kooperation mit Ampelmann. Die Produkte werden weitgehend in Thüringen produziert, lediglich Textilien werden aus der Türkei und Bangladesh importiert. Vom Warenlager werden die Produkte täglich bei DHL in Berlin angeliefert. Von dort aus übernimmt der Logistikprovider die Exportabfertigung und den weltweiten Versand.
Was die Geschäftsentwicklung in diesem Jahr anbelangt, so sind die Ampelmann-Geschäftsführer Markus Heckhausen und Barbara Ponn sehr zuversichtlich: “Durch die Fußball-WM werden viele Besucher aus dem In- und Ausland in Berliner erwartet. Das Ampelmännchen wird hoffentlich viele neue Fans begeistern und als Sympathieträger des wiedervereinigten Deutschlands einen Platz im Herzen unserer Gäste finden“.
Foto: Sympathieträger: Das Ampelmännchen reist mit DHL in alle Welt
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Jähe Wendung im Streit
Vergleich. Nach dem gestrigen Gerichtstermin könnte es nun doch zu einer Einigung kommen.
■ Thomas Biskupek
Leipzig. Im soundsovielten Prozess zum Ampelmännchen ging es gestern vor dem Leipziger Landgericht nicht darum, wem die Figur gehört. Der Kläger, die Berliner Firma Ampelmann GmbH, liefert seit Jahren eine Vielzahl von Produkten rings um die Kultfigur, die vor 44 Jahren vom Ostberliner Karl Peglau entwickelt wurde.
Es ging darum, dass der Zwickauer Joachim Roßberg Markeneintragungen ums Ampelmännchen nicht nutzt. Weil er die Firma fortführte, die zu DDR-Zeiten die Glasscheiben für die Ampeln herstellte, sah er das als Eigentum an. Nach Ansicht der Berliner um Firmenchef
Markus Heckhausen sollte er nur dem Bemühen um neue Produkte rund um den Ampelmann nicht im Weg stehen. Dazu gehören Fruchtgummis, Flaschenöffner, Eiswürfelformen und Buchstützen. Der Prozess drohte ein Debakel für Roßberg zu werden. Richter Gerolf Mende monierte, dass vor einem halben Jahr verlangte Belege erst am Tag vor dem Prozess begutachtet werden konnten und zudem nichts beweisen würden.
Heckhausens Anwalt Claus Tim Bröcker legte nach: Die nachgewiesenen Geschäftspartner seien ein kleiner Kreis immer gleicher Personen, die entweder auch Roßberg hießen oder nahe der Firma wohnten. Die Erwiderung von Roßberg und seinem Anwalt Matthias Pöhlmann klang wenig selbstbewusst. Umso erstaunlicher, dass sich beide Parteien nach einigem Zureden des Richters bereit erklärten, doch einen Vergleich zu schließen.
So könnten Ampelmannbier und -schnaps aus Zwickau weiter strömen und die Kinderserie der Berliner, die im sächsischen Burkhardtsdorf gefertigt wird, ebenfalls in den Handel kommen. Versteht sich, dass Dresdens Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) nicht zu den Verwandten des Zwickauers gehört und auch die Männlein weiter im Straßenbild auftauchen.
Foto: Das Objekt der Begierde. Foto: SZ/J. Lösel
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Ampelmännchen sehr beliebt!
신호등 속 꼬마 아저씨 '인기'
독일 베를린의 신호등 속에 그려져 있는 꼬마 아저씨가 베를린을 대표하는 캐릭터로 많은 사람들의 사랑을 받고 있다.
이 꼬마 아저씨의 이름은 암펠만으로 현재 베를린 전역에서는 암펠만이 그려진 티셔츠, 모자, 가방, 열쇠고리, 얼음 틀, 젤리 등 다양한 제품들이 팔리고 있다. 평일 오후 비교적 한산한 시간인데도 이 상품을 파는 매장에는 손님들로 북적거린다.
이 매장에는 독일 사람뿐 아니라 일본, 홍콩 등에서 온 관광객들도 눈에 띈다. 암펠만 제품들은 이런 인기에 힘입어 이제 세계 각국에 수출을 하는 효자 상품이 됐다.
암펠만이 인기를 끌자 꼬마 아가씨도 등장했다. 지난해에 동독의 작은 도시 츠비카우에서는 꼬마 아저씨에 대응하는 꼬마 아가씨가 그려진 신호등을 설치했다. 이 꼬마 아가씨의 이름은 '암펠 프라우'로 역시 좋은 반응을 얻고 있다. 올해 1월에는 드레스덴에서도 암펠 프라우가 그려진 신호등을 채택했다.
독일 남부 슈트트가르트에서 방학을 맞아 베를린으로 여행을 온 모리츠 뮐러는 과일 맛 젤리를 하나 샀다. 뮐러는 "인기가 많다고 말로만 듣다 직접 와 보니 더욱 귀엽고 신선하다"며 "집에 돌아가 친구들에게도 알려주고 싶다"고 말했다.
얼마 전 베를린으로 이사를 왔다는 카타리나 프랑크씨는 "암펠만은 이제 어엿한 베를린의 상징"이라며 "오히려 지금은 베를린 사람들보다는 관광객들이 더욱 즐겨 찾는것 같다"고 말했다.
오스트리아 빈에서 온 라인하르트 부부는 "여기서 와 암펠만을 처음 봤는데 귀엽고 깜찍하다"며 "베를린을 대표할만한 캐릭터가 있다는 것은 의미있는 일이니 만큼 고유의 캐릭터로 더욱 발전했으면 좋겠다"고 말했다.
암펠만은 1961년 베를린의 교통심리학자 칼 페글라우에 의해 처음 고안됐다. 당시 베를린의 신호등은 그림 없이 빨강, 초록, 파랑의 세 가지 색으로만 돼 있었다. 이것은 유럽에서 최초로 도입한 미국식 신호등이었는데 이 신호등의 의미를 더욱 정확하게 사람들에게 알려주기 위해 그 안에 사람의 모습을 그려 넣기로 한 것이다.
단순히 신호등 속 표시였던 이 캐릭터가 많은 사람들의 사랑을 받기 시작한 것은 1982년 어린이 교육용 텔레비젼 프로그램에 이 캐릭터가 주인공으로 등장하면서부터였다. 그 뒤 이 캐릭터는 동독에서 큰 인기를 누렸다.
그러나 1990년 독일이 통일되고 난 뒤 베를린 지역에는 거센 서독화 물결이 밀려왔고 이 암펠만 신호등 역시 '멸종'위기에 처했다.
그러던 1996년 산업디자이너 마르쿠스 헥하우젠은 잊혀져 가던 암펠만을 이용해 장식용 램프를 만들어 암펠만을 사람들의 기억 속에서 끄집어냈다.
암펠만은 동독 사람들에게 잊혀져가는 고향의 향수를 달래주는 캐릭터로 서독 사람들에게는 동독의 상징으로 독일 전 지역에 걸쳐 사랑을 받았다. '암펠만을 살리자'는 구호 아래 사라져 가던 암펠만 신호등을 다시 세우자는 운동이 벌어지기도 했다.
실제로 암펠만 캐릭터의 인기로 암펠만 신호등이 다시 세워지고 있다. 앞으로 고장으로 교체되거나 새로 세워지는 베를린의 신호등은 모두 암펠만이 그려진 신호등으로 세워질 전망이다.
헥하우젠이 만든 암펠만 램프가 큰 성공을 거두자 여러 회사들이 암펠만을 가지고 각종 상품을 만들기 시작했고 이는 저작권 분쟁을 낳기도 했다.
현재 팬시회사 '암펠만'(www.ampelman.de)의 사장이 된 헥하우젠은 "동독을 대표하던 캐릭터가 소각장에 버려지는 것을 보고 안타까운 마음에 사라져가는 전통을 이어야겠다는 생각으로 램프를 만들게 됐다"며 "기대 이상으로 뜨거운 사랑을 받게 돼 나도 굉장히 놀랐다"고 말했다.
그는 이어 "현재 암펠만은 독일을 넘어 일본 등에서도 크게 인기를 얻고 있는데 앞으로는 독일을 상징하는 캐릭터로 전 세계에서 사랑을 받았으면 한다"고 덧붙였다.
김선영 독일 통신원
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Gefühlte Einheit
Ortstermin: Vor dem Leipziger Landgericht einigen sich Ost und West über die Zukunft des Ampelmännchens.
Auf den ersten Blick scheint die Sache klar: Rechts sitzt Joachim Roßberg, der brave Ossi, er trägt Anzug, Kinnbart und eine fliederfarbene Kra¬watte, sein Anwalt ist schmächtig und aus Zwickau. In den Sitzungssaal des Leipziger Landgerichts haben sich die beiden Sachsen irgendwie hineingeduckt, ohne große Szene vor den Kameras im Gerichtsflur.
Auf der linken Seite hockt der Wessi: Markus Heckhausen heißt er, 44 Jahre alt, Designer, Unternehmer in Berlin, ein zugereister Schwabe. Das offene Hemd hängt ihm über die Hose, die Haare sind für den Auftritt sorgfältig gezaust. Er dreht sich in die Kameras, so dass man das Ampelmännchen auf seiner Umhängetasche gut erkennen kann, er zeigt seine Kladde, ebenfalls mit Ampelmännchenaufdruck, und ein paar Journalisten kritzeln ihre Notizen bereits mit den Ampelmännchenkugelschreibern, die er vorher verteilen ließ.
Sechs Kamerateams sind da, ein Dutzend Journalisten, das Gericht hat den Prozess verlegen lassen: von Zimmer 118 in den großen Saal, den größten im ganzen Gebäude. Normalerweise werden hier die Mordprozesse verhandelt. Offiziell geht es heute nur um so etwas Dröges wie das Markenrecht, der Streitwert liegt bei gerade mal 75 000 Euro. Streitobjekt ist das Ampelmännchen, eines der wenigen freundlichen Überbleibsel der alten DDR, ein Symbol dafür, dass nicht alles schlecht war damals. Und nun, nach 15 Jahren deutscher Einheit, will ein Wessi es den Ossis wegnehmen, die alte Geschichte vom rücksichtslosen Kapitalisten, deswegen sind die Journalisten hier. Das letzte Gefecht.
Beide, Heckhausen und Roßberg, halten Rechte am ostdeutschen Ampelmann, beide verdienen mit dem Kerlchen ihr Geld, der Wessi viel, der Ossi nicht so viel. Dank der Ostalgie kaufen die Deutschen das Ampelmännchen als Designerleuchte, als T-Shirt-Aufdruck oder als Flaschenöffner. Sogar einen Ampelmännchenschnaps gibt es. Jetzt hat der Westdeutsche den ostdeutschen verklagt auf Herausgabe seiner Markenrechte.
Ein Fernsehjournalist überredet die Kontrahenten zu einem Händedruck. Erst zögern sie, doch als sie sich schließlich die Hände reichen, über einen Tisch hinweg, so weit wie möglich voneinander entfernt, wirkt es wie ein Bild aus dem Kalten Krieg.
Tatsächlich aber zeigt dieser Prozesstag, dass die Dinge längst nicht so einfach liegen, dass die Ostler weder tumb noch Opfer sind und die Wessis nicht das kapitalistische Rollkommando. Was hier Ost ist und was West, lässt sich nur noch schwer auseinander halten. Der Kampf um das Ampelmännchen ist kein Streit zwischen Ost
und West, er ist einer ums Geld - und die Zeiten, als man das eine mit dem anderen gleichsetzen konnte, sind längst vorbei. Die tatsächliche Einheit Deutschlands ist viel weiter gediehen als die gefühlte.
Roßberg, der Ossi, leitet die Zwickauer Verkehrstechnik GmbH, dort wurden schon zu DDR-Zeiten die berühmten Fußgängerampeln gebaut. „Die Wiege des Ost-Ampelmännchens" steht auf seiner Visitenkarte. Das ist pfiffig formuliert - es lässt glauben, Roßberg sei der Vater der Figur, dabei hat er nur die Ampeln hergestellt.
1997 beantragte Roßberg Markenschutz beim Patentamt. Seitdem hat er das Ampelmännchen exklusiv für die Verwendung auf Metallen, Papier, Pappe, Spielzeug, Fruchtsäften und Alkohol.
Auf Kleidung drucken darf er es nicht, die Rechte dafür liegen bei seinem Konkurrenten. Aber Roßberg ist ja nicht dumm: Auf den T-Shirts, die er natürlich trotzdem anbietet, prangt ein Ampelfrauchen - wer die Rechte daran hat, das ist ein ganz anderer Streit und hat mit diesem Prozess nichts zu tun.
In der dritten Reihe im Zuschauerraum sitzt der Mann, der den Ampelmann tatsächlich erfunden hat: Karl Peglau, ein mittlerweile 78-jähriger Ostdeutscher. 1961 zeichnete er das Männchen mit dem knuffigen Hut, was damals ein kleines Politikum war. In der DDR galten Hüte eigentlich als Erkennungszeichen eines Kapitalisten, der Hut durfte also keinesfalls zu bonzenhaft wirken.
Peglau, der Ur-Ossi, steht in diesem Streit auf der Seite von Heckhausen, dem Wessi. Das hat zwei Gründe: Peglau mag es nicht, dass der Ostdeutsche Roßberg einen Schnaps mit seinem Verkehrszeichen geschmückt hat. Und: Heckhausen zahlt dem Erfinder eine Urhebervergütung, Roßberg nicht.
Heckhausens Ampelmann GmbH beschäftigt mittlerweile rund 30 Mitarbeiter, viele sind Ostdeutsche. Die Shops liegen im Osten, die Kunden kommen aus Ost und West gleichermaßen, die Firma ist in Wahrheit gar kein Westbetrieb.
50 Minuten dauert das Verfahren, fast die ganze Zeit redet allein der Richter. Er zitiert aus den Schriftsätzen der Anwälte, liest in den Richtlinien des Deutschen Patent- und Markenamts, er verweist auf Urteile des Europäischen Gerichtshofs, und schließlich deutet er an, wie teuer, langwierig und aufwendig ein Prozess würde, falls es keine friedliche Einigung gibt.
Diese Drohung zieht sofort, jetzt ergreifen die Anwälte das Wort: „Wir könnten Ihnen Ihre Rechte abkaufen", bietet der West-Anwalt seinem Gegenüber an. „Wir müssen aber auch über das Ampelfrauchen reden", erwidert der Ost-Anwalt.
Bis zum 15. Juli müssen sie sich geeinigt haben, beschließt der Richter. Schon in dieser Woche wollen sich die Kontrahenten zum Verhandeln treffen, friedlich. Es geht ja nur um Geld.
Ansbert Kneip
DER SPIEGEL 24/2005
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Shopping in Berlin
Kennst du den Ampelmann - Die beliebteste Figur aus der DDR?
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Der Ampelmann
An einer Berliner Ampel, Unter den Linden, Ecke Friedrichstraße, leuchtet zusammen, was nicht zusammengehört: Ein Ampelmännchen aus dem Osten und eins aus dem Westen strahlen in Grün und Rot immer abwechselnd. Bei einer Reparatur muss sich in den Jahren seit der Vereinigung ein einsamer roter Wessi in den Ampelwald der Kreuzung im Osten verirrt haben.
Sonst ist die Arbeitswelt der beiden Ampelmännchenvölker noch immer so klar voneinander getrennt wie vor dem Fall der Mauer. Mit wenigen Ausnahmen regeln das zackig von rechts nach links voranschreitende grüne Männchen und der waagerechte die Arme ausbreitende rote Genosse auf der einen Seite des Brandenburger Tores den Fußgängerverkehr, während auf der anderen die steifen West-Kollegen aus rund zweieinhalb Meter Höhe über die Straße scheinen.
An der Friedrichstraße aber kann man im direkten Vergleich zwischen den kapitalistisch und kommunistisch geprägten Lichtgestalten ahnen, weshalb Markus Heckhausen den richtigen Riecher hatte. Der heute 43 Jahre alte Produktdesigner sicherte sich mit seinem Unternehmen Make Design 1996 die Markenrechte am Ost – Ampelmann, der mit niedlichem Hut und gemütlichen Körperrundungen viel sympathischer wirkt als sein West – Kollege. Als der gebürtige Schwabe die Lizenz aus der Erbmasse der DDR bekam, war der Ampelmann vom Aussterben bedroht: Die Bundesregierung wollte gegen den Willen der Menschen in den neuen Bundesländern das nette Ost – Ampelmännchen gegen den bürokratisch-biederen West – Kollegen eintauschen. „und das, obwohl das Ost – Ampelmännchen nicht nur bessere Sympathiewerte bei Kindern und Erwachsenen hat und aus verkehrspsychologischer Sicht im Vorteil ist“, ereifert sich Heckhausen.
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Für uns war die Ostalgiewelle super. Wir leben aber auch gut von Touristen aus dem Ausland, für die der Ampelmann eine Erinnerung an Berlin ist.
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Ein „Komitee zur Rettung des Ampelmännchens“ gründete sich damals; Heckhausen trug unabhängig von den organisierten Aktivisten mit seinen ersten Design – Arbeiten, etwa einer schmucken Zierlampe, maßgeblich zur Öffentlichkeitsarbeit für das Ampelmännchen bei. Bald knickte die Bundesregierung ein und ließ den Ostdeutschen ihre beiden roten und grünen Helden. „Eigentlich hätte man das Ost – Ampelmännchen auch im Westen zum Einsatz bringen müssen“, sagt Heckhausen. Der „Ossi“ leiste bessere Dienste als der „Wessi“. Nach Auffassung des Ampelmännchenvaters und DDR – Verkehrspsychologen Karl Peglau öffnet das übergewichtige Männlein dem roten Licht eine breitere Fläche auf dem Weg in kleine Kinderaugen. Die Leibesfülle sollte also keineswegs dazu dienen, Optimismus und Gemütlichkeit in der DDR – Bevölkerung zu verbreiten. „Es ging aber nicht nur um die funktionellen Vorteile des ´Ossis´“, sagt Heckhausen. „Eine Übernahme des Ampelmanns in den Westen wäre damals einfach eine schöne Geste gegenüber den Ostdeutschen gewesen, die unter der Abwicklung aller Ost – Errungenschaften gelitten haben.“
Während der Ampelmann – Freund die Beschränkung des Einsatzgebiets auf den Osten als Ärgernis empfindet, ist die jetzige Konstellation für den Geschäftsmann Heckhausen perfekt. Da es den Ampelmann nur im Osten gibt, ist er als T – Shirt – Aufdruck oder Flachenöffner eine Kuriosität für die meisten Berlin – Touristen. Zudem sind Steher und Geher mit dem Hut und den Fäustlingshändchen ein Symbol für den Osten und die Vereinigung Berlins.
„Für uns war die Ostalgie – Welle natürlich super, wir leben aber auch gut von Berlin – Touristen aus dem Ausland, für die der Ampelmann eine perfekte Erinnerung an das vereinigte Berlin ist“, sagt Heckhausen. Besonders in Japan sei das Ampelmännchen so beliebt, dass seine Geschichte ganze Seiten in Magazinen fülle. Deshalb will Make Design seine Produkte künftig nicht mehr nur in Berlin und über Händler in ganz Deutschland vertreiben, sondern auch im Fernen Osten. Auch als Werbebotschafter ist der Ampelmann ein gefragter Partner. Viele Unternehmen preisen Ihre Produkte mit dem Sympathieträger an. Make Design verdient dann als Rechtinhaber.
Gewisse Anfragen lehnen Heckhausen und seine Geschäfts -und Lebenspartnerin Barbara Ponn aber ab – etwa wenn sie aus der Politik kommen. „Viele Parteien, vor allem die Grünen, wollen den grünen Ampelmann gerne einsetzten“, sagt Heckhausen. „Das machen wir aber nicht mit.“ Es wäre ja auch merkwürdig, wenn der von der Politik einst so geschmähte Verkehrsdiener heute im Dienste der Parteien für Wählerstimmen schuften müsste. „Für eine sinnvolle Sache gestatten wir die Nutzung des Ampelmanns auch mal kostenlos. Als Unternehmer müssen wir aber selbstverständlich darauf achten, dass der Ampelmann nicht missbraucht wird, beispielsweise in der Zigarettenwerbung oder auf Schnapsflaschen. Das zerstört sonst sein positives Image.“
So oder so ist Heckhausen optimistisch, dass das Geschäft in Rot und Grün weiterhin ein Erfolg bliebt. Der 20 Quadratmeter große Laden in den Hackeschen Höfen in Berlin-Mitte brummt. Zur Mittagszeit drängeln sich im Nebenraum des Designstudios mehr als ein Dutzend Touristen um Taschen, T-Shirts, Kaffeetassen, Handtücher und Schultüten im Ampelmann-Design.
Dieses Jahr hat Make Design noch zwei weitere Läden in Berlin eröffnet, einige mehr in den größeren Städten des Ostens sollen folgen. Der Umsatz stieg von 500 000 Euro im Jahr 2002 auf das Dreifache im laufenden Jahr. Er generiert sich zu zwei Drittel aus dem Verkauf in den unternehmenseigenen Geschäften. Mittlerweile arbeiten zwölf Beschäftigte fest für Heckhausen, 30 freie Kräfte unterstützen den Verkauf.
Auf Grund des anhaltenden Erfolgs hofft Heckhausen, dass der Ampelmann nach seiner Rettung im vergangenen Jahrzehnt nun als eines der Symbole für den Aufbruch im Osten fungieren kann. Als kürzlich der Ampelmann im Titelbild des Spiegel für eine Geschichte über das Jammertal Ost verwendet wurde, reagierten Heckhausen und andere Produzenten klassischer Ost-Güter prompt.
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Wir wollten zeigen, dass es im Osten neben Spreewaldgurken auch junge, dynamische Produkte gibt, die in der aktuellen wirtschaftlichen Lage gerne übersehen werden.
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Sie schickten Journalisten und Promis aus dem Westen ein Care – Paket mit Ostprodukten wie Vita Cola, Condomi-Präservativen und eben einem Ampelmann T-Shirt. „Wir wollten zeigen“, sagt Heckhausen, „dass es im Osten neben den Spreewaldgurken auch junge, dynamische Produkte gibt, die in der aktuellen wirtschaftlichen Situation gerne übersehen werden“
Internet: www.ampelmann.de
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VERKEHRSDIENER
Das Ost-Ampelmännchen wurde am 13. Oktober 1961 geboren. Der Vater der niedlichen Figur ist Karl Peglau. Der heute 77 jahre alte Berliner reichte an jenem Tag als Verkehrspsychologe im medizinischen Dienst des Verkehrswesens der DDR die entsprechenden Unterlagen ein. Obwohl viele Experten sagen, das Ost-Ampelmännchen sei leistungsstärker als sein westdeutsches Pendant, durfte es nach der Wende sein Arbeitsgebiet - bis auf wenige Ausnahmen in süddeutschen Gemeinden - nicht auf den Westen ausweiten. Die Rechte an der Figur hält heute der Designer Markus Heckhausen. dme
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design snap @ Berlin
Ampelmann Shop
Die Ost-Ampel, die vom Volk gerettet wurde, schützt auch heute Menschen.
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Ampelmännchen bleibt auf Erfolgskurs
Souvenirs im Westen beliebter als im OstenDer Ampelmann macht weiter Furore. Die ostdeutsche Kultfigur geht jetzt sogar noch einmal zur Schule. In den zwei speziellen Berliner Souvenir-Läden, in denen der Mann mit Hut inzwischen in 23 Versionen angeboten wird, gibt es ihn ab Montag auf und in der Schultüte. Gefüllt ist dieser natürlich mit rot-grünen Schulutensilien – verziert mit Ampelmännern, sagt Industrie-Designer Markus Heckhausen, der das Kerlchen ab Mitte der 90er Jahre auf Erfolgskurs brachte – damals als Lampe.
Das Männchen, das entsprechend seiner Bedeutung einmal im Laufschritt und einmal stehend dargestellt wird, hält als Figur inzwischen Rosen und Bilder in der Hand oder stützt Bücher. Außerdem schmückt es Tassen, Teller, Handtücher, T-Shirts und brandneu eine Umhängetasche aus LKW-Plane.
Bei den Touristen sind die Fruchtgummi-Männchen mit Himbeer- oder Waldmeistergeschmack am beliebtesten. Davon gehen jedes Jahr 20 Tonnen über den Ladentisch, schätzt Heckhausen. Übrigens kaufen mehr Wessis als Ossis die Ampelmann-Souvenirs. Äußerst begehrt ist das DDR-Überbleibsel auch bei Japanern. „Eigentlich freuen sich alle Touristen, die kein Brandenburger Tor und keinen Berliner Bären als Andenken an die Spreemetropole mit nach Hause nehmen wollen“, ist sich der 43-Jährige sicher. Einige haben das Männchen auch vorher an den Ampeln gesehen. Dessen Lebenslauf können Fans in den Spezial-Geschäften erfahren.
Der erste Ampelmännchen-Laden öffnete 2001 in den Hackeschen Höfen inmitten der Hauptstadt. Zwei Jahre zuvor hatte die Vermarktung nach kurzer Flaute mit einer weiteren Kollektion wieder einen Aufschwung erlebt. In 15 neuen Varianten brachte sich der Ampelmann ins Gedächtnis der Menschen zurück – so erfolgreich, dass er im vergangenen Frühjahr gleich noch einen Laden in den Potsdamer Platz Arkaden eroberte. Ab Mitte August ist Ampelmännchen auch im DomAquarée nahe dem Fernsehturm zu haben.
Als Heckhausen nach dem Mauerfall nach Berlin kam, fiel ihm das „knuffige und dynamische“ Verkehrsmännchen schnell ins Auge, wie er sagt. Für sein Engagement gibt es zwei Gründe: Einerseits witterte er eine gute Geschäftsidee, andererseits störte den Wessi die Abwicklungsmentalität, mit der der Osten überrollt wurde. Er ließ sich das witzige Verkehrssymbol als Marke schützen und bezog später auch Ampelmann-Vater Karl Peglau ein. Der Verkehrs-Psychologe hatte es 1961 für mehr Sicherheit auf ostdeutschen Straßen ersonnen.
Bildunterschriften:
-kl.re.unten: Wegweisend
ND-Foto: B. Lange
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BEYOND THE BARRICADES
GOING PLACES
Aer Lingus begins direct flights to Berlin next week, and although the Wall has come down, Brian Boyd finds a city still divided
The Berlin Wall will be restored by 2006. This time, though, it will be made of transparent plastic. This new wall will be the work of the artist Kristof Blaseurs and once the final go-ahead is given. Blaseus will be constructing an exact copy of the famous Cold War landmark to mark Germany’s hosting of the 2006 World Cup finals. Many Berliners wish they would put up the wall again – only this time making it higher. In the west of the city, the “Wessies” have resented carrying the financial can of reunification and in the east, the “ossies” intensely dislike being regarded as poor country cousins. Fourteen years on from the wall coming down, the difference between the two parts of the city is as great as it ever was.
Far from giving thanks and praise for reunification, some east Berliners now talk about the “good old days” of the GDR (German Democratic Republic). As memories of the grim, authorisatian satellite state and its brutal Stasi secret police fade, people hanker after some of the old certainities – subsidised accommodation, guaranteeed employment and controlling pricing. Here, they call it “ostalgie”; a term that combines the German words for east and nostalgia.
The feeling is that the (precious few) positive aspects of the GDR life have been eradicated without lived a certain way for more than 40 years. It is as if, when reunification came, West Germany looked at East Germany and said: “Send the bulldozers in.”
Ostalgie used to be age-specific, practised more by the elderly, who couldn’t cope with rapid adoption of Western ways. But thanks to the runaways success of last year’s film, Goodbye Lenin, young East Germans are now asking questions about their immediate past, and casting a more critical eye on reunification.
In Goodbye Lenin, a staunch GDR government supporter goes into a coma just before the wall comes down. When she comes around eight month later, the wall is down and everything has changed. Her doctor warns her family that the slightest shock could prove fatal, so her children keep secret the fall of the state and set about recreating a mini-GDR in their apartment.
The plot is borrowed from the current wave of ostalgie. Once again, old GDR products are becoming available in the shops due to popular demand. These Ostprodukte (East products) – Spree dishwashing detergent; Bautzen mustard; Florena (The Nivea of the east) raise familiar smiles among East German shoppers. Trabant cars chug again, and the popular old school rock band, Stern-Combo Meissen, has reformed.
An important buy is the GDR starter kit which contains “10 typical GDR products” including the well-known chicken-shaped eggcup and a gaudy, but sturdy shopping bag – both pre-reunification staples in every East German household. The initial production run of the starter kit was 10.000 – 70.000 are expected to be sold this year alone.
The biggest ostalgie success story of them all is, strangely, a set of traffic light figures called Ampelmännchen. Walking around East Berlin, you’re not going to stop and cross the road at the behest of ordinary European traffic lights, you keep walking until you come to set of light that have the wonderful Ampelmännchen. They are chubby little figures with hats. The green one strides pupposefully with arms swinging when it’s signalled to go, the red one stands, arms outstretched, in a protective pose when it’s time to stop.
These Teletubbie-like figures were designed by a Berlin psychologist in the same year as the Wall went up. Much loved in the old GDR, it was only when the new Gemran government on reunification began to replace them with standard traffic light icons tha the protests began. It was, it seems, one thing to replace an entire political system, but quite another to replace the Ampelmännchen.
A West German industiral designer, Markus Heckhausen, who had been impressed by the figures on a visit to the East in 1988, saw that they were being consigned to the dustbin of “Ossie” history and moved in. “I loved them because they seemed like the only bright, humerous things in a grey world,” he says. “They were so happy and friendly”.
Heckhausen bought the rights to the Ampelmännchen an dorganised a society to preserve them. He edited a book celebrating them and designed a range of Ampelmännchen products – lamps, T-shirts, key rings etc; that he thought might have some “ironic”value for East Germans, but they sold and sold and sold. Sales of Ampelmännchen-related products will hit about a million this year and they have become the must-have souvenir for visitors to the city. They can now be seen on everything from ice-cube trays to human arms, wearing them as tattoos.
Every country should be using Ampelmännchen on their traffic lights. Their original designer, Karl Peglau, explains why: “The red man with his outstretched arms is more effective as a stop sign because of the horizontal axis he presents.This is deliberate. A horizontal bar means stop. The arms-by-the-side stance of most of the other red men makes a vetical shape that says go not stop. This doesn’t maek sense. And they’re chubby because it makes them friendly and appealing, but most importantly, because it increases the surface are of the light.”
These road-safety icons have now taken on a political significance. All the main political parties in Berlin want to use these design classics on their campaign literature – all have been denied permission.
The endearing Ampelmännchen also represent something significant – a remembrance of simpler, if harsher, times for older East Germans, and for younger people a definant stand against how West Germany has treated the East since unification.
Like all cities, Berlin is a palimpset of personal and collective histories. How strange then that this city of the first World War, the Weimar republic, the rise of the Nazis, the Holocaust, the partition, the Wall, the Cold War and then reunification, is now best represented – in merchandising terms at least – by a pair of chubby men telling you when you should and shouldn’t cross the road.
Ampelmännchen products are available at Ampelmann-Galerie-Shop, Hackesche Höfe, Rosenthaler Strasse 40 – 41, Berlin. www.ampelmann.de.
Aer Lingus begins direct flights to Berlin on March 30th, fares start at €61. While in Berlin, visit the fantastic exhibition at the Neue Nationalgalerie (until September 19th, 2004) of 200 choice pieces from the Museum of Modern Art, New York. www.das-moma-in-berlin.de
Text unten rechts:
Above:The Brandenburg Gate played a highly symbolic role in Berlin’s history.
Photograph: Imagefile. Left: Ampelmännchen traffic light figures are a design icon
Auf Bild:
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Ich möchte diese Produkte.
Berlin
Die DDR-Ampelmann verwandelt sich heute als poppige Figur in vielfältigen Design-Artikel.
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WIEN, PRAHA, BUDAPEST und BERLIN
Produkte, die man in Berlin kaufen kann.
Die wizige Figur - Ampelmann
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Sympathische Ampelmännchen
Von Andreas Thiemann
Berlin.
Um ein Haar wären sie beim deutsch-deutschen Reinemachen für immer verschwunden. Doch die damals vielleicht erste Bürgerinitiative in den neuen Bundesländern hat sie retten können: Die beliebten Ampelmännchen, die 40 Jahre lang den grauen DDR-Alltag mit Rot und Grün an den Straßenkreuzungen etwas bunter machten.
Der Tübinger Industrie-Designer Markus Heckhausen erkannte dann Mitte der 90er Jahre als erster, dass die DDR-Ampelmännchen mehr sein können, als ein nostalgisches Relikt. Er sicherte sich die Vermarktungsrechte, kaufte in Rostock, Dresden und anderswo altes Ampelmännchen-Glas, das in die Abfallcontainer wandern sollte und entwickelte nach und nach eine ganze Produktpalette rund um den sympathischen grünen Geher und seinen roten Zwillingsbruder mit den weit ausgestreckten Stopp-Armen.
„Die Menschen in der DDR fühlten sich ja plötzlich zu Hause wie im Ausland. Alles wurde ihnen weggenommen, sie waren praktisch ohne Heimat“, erinnert sich Heckhausen auf die durchweg positive Resonanz seiner rettenden Ampelmännchen-Aktivitäten.
Es war im Jahre 1961, da erfand der Ostberliner Karl Perlgau die fröhlichen Figuren für die Ampeln östlich des eisernen Vorhangs. Verglichen mit anderen Ampelzeichen schneiden die DDR-Varianten im Weltvergleich bis heute am besten ab. Markus Heckhausen erklärt, warum: „Die Ost-Ampelmännchen haben eine deutlich größere Leuchtfläche als andere Varianten. Ihre Signalwirkung, besonders das rote Stopp-Zeichen ist unmittelbarer und besser in seiner Wirkung, gerade bei Kindern. Und nicht zuletzt haben die beiden Kerlchen auch eine überaus sympathische und freundliche Ausstrahlung.“
Inzwischen hat Markus Heckhausen in den Berliner Hackeschen Höfen zwischen Alexanderplatz und Friedrichstraße eine eigene Ampelmann-Galerie aufgebaut, und es sind nicht nur Ost-Nostalgiker, die ihn besuchen und zumeist mit mindestens einem Ampelmännchen-Produkt seine Galerie verlassen.
Schlüsselanhänger, Leuchten, Flaschenöffner, T-Shirts, Handtücher, Süßigkeiten, Aufkleber und vieles mehr wird im typischen Ampelmännchen-Stil angeboten. Ein flottes Bilderbuch zeichnet Ampelmännchens Geschichte nach, und Markus Heckhausen ist stolz, dass Ampelmännchen-Vater Karl Peglau noch immer regelmäßig vorbeischaut.
„Eigentlich“, so meint er fast ein wenig traurig, hätte man im Westen das Ost-Männchen durchaus übernehmen können. In einigen Städten, zum Beispiel in Esslingen, hat man es auch gemacht. Es gibt nämlich kein übergeordnetes Gesetzt, das die einzig gültige Ampelzeichen-Form vorschreibt.“ Auf der anderen Seite, gibt er augenzwinkernd zu, habe er dadurch eben doch etwas besonderes zu bieten.
In Sachen Ampelmännchen ist Berlin nach wie vor eine geteilte Stadt: Im Westen wachen die strengen Männchen über Stehen und Gehen, im Osten geht es eine Spur heiterer zu.
Bild oben: Die Kreativität des Tübinger Industrie-Designers Markus Heckhausen in Sachen Ampelmännchen kennt keine grenzen: Die Motive zieren Badehandtücher, Decken, Süßigkeiten und vieles mehr.
Bild unten: In der Berliner Galerie der Renner: Der rote Zwillingsbruder des grünen Gehers als Buchstütze.
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Ampelmännchen sichert viele Jobs
Berlin- In der DDR waren die roten und grünen Männchen der Star an jeder Ampel. Heute ist es der Brötchengeber für „Make-Design“, eine Firma mit drei Festangestellten und mehreren freien Mitarbeitern in den Hackeschen Höfen.
Designer Markus Heckhausen (40) rettete den Ampelmann vor sieben Jahren vor der Modernisierungs-Wut. „Ich mochte ihn schon als Schüler auf DDR-Besuch“. Männchens Potenziale erkannte er später als Design-Student. „Ich entdeckte ihn auf einem Recyclinghof. Die Männchen sollten zu Gunsten eines moderneren Designs entsorgt werden. Doch dafür ist er doch nun wirklich noch zu jung, dachte ich.“
Dass das Männchen der Vater von vielen neuen Produkten werden kann, daran glaubte er fest. Im Wohnzimmer seiner Zweiraum-Wohnung bastelte er den Prototyp für die erste Lampe. Heute gibt 27 Produkte vom Korkenzieher über das T-Shirt bis zum Handtuch (Tel.: 44048801). Der Absatz boomt, die Arbeit wird immer mehr. Markus Heckhausen: “Gerade haben wir eine Vertriebsassistentin eingestellt.“
Markus Heckhausen: „Jetzt ist die Weiterentwicklung unseren Ur-Produktes wichtig.“ Er nimmt Töchterchen Theresa (2) auf den Schoß, die gerade Weingummi in Männchen-Form nascht: „Wir leben mit unserem Produkt. Zu Weihnachten haben wir aus dem Ampelmännchen Backförmchen. Jetzt wollen wir Spielzeug entwerfen.“ Der Traum des Vaters von zwei kleinen Kindern:“ Wir möchten das Ampelmännchen zum Star eines Verkehrserziehungsfilms machen.“
Die besten Ideen zur Fortentwicklung einer Firma kommen eben von den Mitarbeitern. Auch in der Krise Kerstin Schönfeld von der Unternehmensberatung „Pas de deux“ in Mitte weiß: „Die wissen genau, wo die Probleme liegen und wie sie in den Griff zu kriegen sind. Schließlich beschäftigen sie sich den ganzen Tag mit nichts anderem.
Lage ist wichtig
Der Laden von Ampelmännchen liegt perfekt: mitten im Touristengebiet Hackesche Höfe in Berlins Mitte. Da läuft der Verkauf (fast) von selbst. Die richtige Lage ist entscheidend für den Erfolg eines Geschäfts. Tipps wie eine Checkliste für Vertragsverhandlungen und den Mietvertrag für Ihre eigene Firma bekommen Sie bei der IHK.
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Stopping traffic
Who are you calling little? East Berlin’s green (and red) men are now goliaths of design. And, says Margot Dunne, they are spearheading a cultural revolt
Who loves you when you’re fat and 40 and facing redundancy? Everyone, it seems, if you’re an Ampelmännchen – the little East German traffic light men who have become political icons and a merchandising success story.
The tubby little figures with their broad brimmed workers´ hats were devised by a Berlin psychologist in 1961. The green one strides boldly and purposefully towards a bright socialist future in a brave new world – dashing off to do his bit for the glorious five-year plan. His red comrade stands, arms outstretched, in a protective, paternalistic pose.
Thus they spent 30 happy years cheerfully stopping the good citizens of the German Democratic republic bouncing off the bonnets of the shabby Trabants which rattled over the pot-holed concrete roads of the then Soviet satellite.
And there they would have stayed had it not been for reunification. In the new German government’s haste to obliterate any trace of East-Germany’s existence, the Ampelmännchen were destined to be consigned to history along with the Wall and bearded lady shot-putters. Distracted by the novelty of MTV and bananas you didn’t have to queue up for, many East Germans initially failed to notice the usurpers at the crossing – the West German traffic light men. Leaner, fitter and more sophisticated than their Communist counterparts. In what has come to be seen as a metaphor for reunification in general they moved in and quietly began to take over.
But the Ampelmännchen had a saviour. Markus Heckhausen, an industrial designer from Tübingen (who, like the Ampelmännchen, turned 40 this year) had first fallen in love with the little pictograms on a visit to the East in 1988. Amid the drab brutality of Berlin’s Stalinist housing blocks they shone like beacons. “They seemed like the only bright, humorous things in a grey world,” he says. “They were so cheerful and friendly.”
Shortly after moving to Berlin in 1996, Heckhausen acquired the rights to the Ampelmännchen and spearheaded a vigorous campaign to save them. He also designed a range of Ampelmännchen products, initially comprising lamps, T-shirts and key rings.
They were a runaway success and soon Heckhausen`s little men were appearing as everything from ice-cube trays to cookie cutters.
The Ampelmännchen are the traffic-light equivalent of the Teletubbies. But judging from the stream of tourists visiting the Ampelmännchen shopping the trendy Hackescher Markt area of Berlin, it’s not only children who love the perky characters. Along with a chunk-of wall fridge magner and a Reichstag paperweight, an Ampelmännchen is now a must-buy souvenir. “People just love them as I did when I first saw them, “says Heckhausen, “They are fun and kind of naïve and childlike.”
One night have thought (if one bothered to consider the matter) that one little green man would look pretty much like any other one. But this is far from being the case. The Spanish version sports a rather natty little rockabilly quiff, Parisian ones are spotty and the politically correct Belgian Lights show both a man and a woman who looks as though they are about to take part in some sort of 1950sjive contests. Outside the EU the Poles have what look like aliens and the style conscious Swiss have opted for an enigmatic character that seems to owe more to James Bond than to the Green Cross Code.
But for Karl Peglau, the original designer of the Ampelmännchen, his little creation is superior in design to pedestrian crossing lights in most other countries. “The red man with his outstretched arms is more effective as a stop sign because of the horizontal axis he presents. This is deliberate, “Peglau explains. “A horizontal bar means stop. The arms by the side stance of most of the other red men makes a vertical shape that says “Go!” not “Stop!” This doesn’t make sense.
Today he is in the Ampelmännchen shop, where customers are queuing for his autograph. A kindly figure, he is sitting at a table next to an Ampelmännchen rose holder, signing Ampelmännchen books. At the age of 75 Peglau has become something of an unlikely celebrity and displays a father’s pride in his creations. He is not surprised that 40 years on they are still so highly regarded.
This has not always been the case. IN 1996, the German magazine Die Zeit criticised the Ampelmännchen´s bulky physique, accusing them of “unhealthy corpulence”. So why did Peglau make them podgy? “Partly to make them friendly and appealing but most importantly because it increases the surface area of the light.” Why the hat? “ For the same reasons.”
For all the sound practical features that have made the Ampelmännchen design classics, it is their political significance that has turned them from simple road-safety features into icons. More than a decade after reunification, many former citizens of the GDR are slowly realising that what has happened is nothing short of the total annihilation of their culture. And the backlash has begun.
West Germans were stunned last month when the former Communist party, the PDS, swept to victory in the Eastern part of Berlin on a tide of nostalgia and seething resentment for the failure of the new Germany to recognise any of the GDR´s achievements.
Many of the new PDS voters are young people with names likes Gary and Nancy, names given to them in the 1960s and 1970s by parents who looked across the Wall and longed for the West. Now these 20- and 30-somethings are gazing back with misty-eyed fondness to the idyll of their socialist childhoods. Whether this is merely the kind of nostalgia which afflicts most people after they hit a certain age or whether it’s deeper dissatisfaction with the failure of the West to live up to their expectations, for this generation the Ampelmännchen have assumed a huge significance. Politicians and spin-doctors were quick to recognise the symbolic potential of the little chaps and both the PDS and the big business party, the FDP, approached Heckhausen for permission to use them in their election campaigns. Heckhausen and Peglau were adamant that the figures should not be associated with any one political party and refused. The FDP went one political party and refused. The FDP went ahead regardless and featured them on their flyers and posters. This flagrant abuse of the beloved traffic light men caused a furore and had the Berlin press seeing red.
To Peglau, though, the Ampelmännchen´s iconic status is immaterial. It is as symbols of good, common-sense design that he is most proud of his little creations. And he is delighted that the German authorities have now decided to adopt his figures as the national standard, gradually replacing the western ones. But for how long? There have been mutterings in the corridors of Brussels about introducing a pan- European traffic light man which may even mean waving goodbye to our own little green men.
If the Eurocrats do threaten the extinction of our pedestrian crossing men, will there be an outcry? They are relative newcomers, having only existed in their current, circular form since 1981 (they were originally in triangles and then in oblongs) and their designers are not yet household names-take a bow Jock Kennear and Margaret Calvert!
The Department of Transport says it is not aware of any immediate plans to introduce Euroman to the British streets. So while their German cousins enter middle age as much loved celebrities, at least for the time being, our own little Ampelmännchen can continue to flash at us in peaceful obscurity.
Kleines Bild (im Text): “The traffic light men seemed like the only bright, humorous things in a grey world” Karl Peglau who designed them 40 years ago.
5 kleine Bilder rechts: some of the Ampelmännchen products, now must-buy souvenirs.
Hauptbild: the Amplemännchen doing what they do best.
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„Sinnlich, heiter, witzig“: Welcher Mann kann das schon von sich sagen?
DDR-Ampelmännchen feiert in den Hackeschen Höfen 40. Geburtstag
Von Jola Merten
Mitte – Der kleine rundliche Herr mit dem flotten Hütchen, der da so forschen Schrittes dahineilt, wird immerhin schon 40 Jahre alt. Trotzdem bricht er die Herzen, nicht nur der Frauen. Der kleine dicke hat Kultstatus. Die Rede ist vom Ampelmännchen der Ex-DDR. Ihm huldigt zur Feier seines Geburtstages eine Verkaufsausstellung im „Trafo-Haus“ in den Hackeschen Höfen. Längst avanciert zur Symbolfigur des Erhaltenswerten aus dem grauen Alltag des Arbeiter – und Bauernstaates, feiern er und sein Kompagnon in Rot dort fröhliche Urständ.
Die knubbeligen Verkehrshüter haben die Zeichen der wirtschaft erkannt und sich umschulen lassen: Zum Rosenkavalier (Blumenvase), zum Buchhalter (Buchstütze) und zum Kellermeister (Korkenzieher). Auf die Sprünge half ihnen dabei ein Wessi: der Industriedesigner Markus Heckhausen. „1995 kam ich von Tübingen nach Berlin. Als ich damals durch den Ostteil schlenderte, munterten mich diese heiter-gemütlichen Figuren auf“, erinnert sich der 40-Jährige. Dann erfuhr er, dass diese „charaktervolle, witzig-sinnliche Figur“ aus dem Straßenbild verschwinden wollte. „Nach Siegerart einfach platt gemacht, wie so vieles aus der DDR“, empört sich der Designer noch heute. Doch die „Abwickler“ hatten sich verrechnet. Der kleine dynamische Kerl genoss Sympathie allerorten, bei Ossis wie bei Wessis, stieg zum Identifikationssymbol auf. Es wurde gar ein Verein zur Rettung des Ampelmännchens gegründet. Der war Heckhausen aber „zu taff“. Er ging lieber pragmatisch vor: „Ich machte den Herstellerbetrieb in Wildenfels bei Zwickau ausfindig und vereinbarte mit denen die Produktion der roten und grünen Gläser mit der Figur als Wandlampe“, sagt Heckhausen. Damit begann der Siegeszug des Ampelmännchens in der Welt des Designs. Heckhausen holte den Erfinder des Ampelmännchens, Karl Peglau, mit ins Boot. Als Verkehrspsychologe hatte dieser 1961 für den Berliner Magistrat das Verkehrszeichen entworfen. „Meine hoch talentierte Sekretärin hat dann meine Skizzen zeichnerisch umgesetzt“, sagt der 75-Jährige schmunzelnd. Und erzählt, wie es ihn und sein Team verblüffte, dass beim langen Weg durch die Genehmigungsinstanzen das Männchen nicht seinen kecken Hut einbüßte. „Wir hatten uns Sorgen gemacht, dass dieses fröhliche Merkmal als kleinbürgerlich angesehen und so aus ideologischen Gründen eliminiert werden würde.“ Peglau will mehr als nur eine nette Vermarktung . „Ich wünsche den Ampelmännchen zu ihrem 40. Geburtstag, dass sie weiterhin ihre guten Dienste auf den Straßen ihrer angestammten Heimat ausüben können.“ An 1000 Ampeln allein in Berlin sind diese kleinen Hutträger derzeit noch wacker im Einsatz. Peglaus größter Wunsch: „Dass sie bald in einem sachlich und fachlich fairen Wettbewerb mit den – in meinen Augen weniger gut gelungenen – der alten Bundesländer und den Euro-Ampelmännern eine Chance erhalten.“
Derweil werben die Ampelmännchen fleißig für sich im dritten Hackeschen Hof. „Der Ampelmann hat sich neben dem Berliner Bär zu einem der Berlin-Souvenirs gemausert“, sagt Martin Chares, der bei Heckhausens „Make Design“ für den bundesweiten Vertrieb des Männchens sorgt. Noch bis zum 13. Oktober ist die Ausstellung in den Hackeschen Höfen an der Rosenthaler Straße zu sehen. Immer donnerstags von 16 bis 17 Uhr signiert Karl Peglau „Das Buch vom Ampelmännchen“, erschienen im Eulenspiegel Verlag.
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Ampelmännchen: Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft
Ampelmännchen: Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft
Den Sommer 1996 wird Karl Peglau (73), der Erfinder des Ampelmännchens, so schnell nicht vergessen. An vielen Straßenkreuzungen im Osten verschwanden die Fußgänger-Ampeln, wurden die beliebten Figuren durch neue ersetzt. Mit Häme schrieb ein Hamburger Wochenblatt: „Das ostdeutsche Ampelmännchen ist ungesund und korpulent (wegen Gemüsemangel), es trägt einen Herrenhut (wie Honecker). Die Westmännchen sind Freunde, Demokraten, die Ostmännchen Vopos, Grenzer, Stalinisten…“ Es hagelte Protest. Ein Komitee „Rettet die Ampelmännchen“ wurde gegründet.
Der Retter der beliebten Knirpse kam jedoch nicht aus dem Osten, sondern aus Tübingen. Markus Heckhausen (39), erfolgsreicher Industrie-Designer, eröffnete in einem Ostberliner Hinterhof eine Werkstatt und hatte eine pfiffige Idee: Er entwarf eine Wandleuchte Marke Ampelmännchen (Foto unten). Heckhausen: „Unglaublich, wie die Leute von den rot-grünen Knirpsen schwärmten. Die Lampen gingen weg wie warme Semmeln.“
Die Freundschaft. Markus Heckhausen träumte von mehr, fertigte die Ampelmännchen auch als Buchstütze, Korkenzieher oder Kerzen an. Und kam dabei natürlich auch in Kontakt mit dem Erfinder der Figuren. So lernen sich Karl Peglau und Designer Markus Heckhausen kennen. Und schätzen. Beide empfinden hohen Respekt und Sympathie füreinander. Inzwischen wurde eine wunderbare Freundschaft daraus. “Paul ist richtig aufgeblüht. Er weiß nur, seine Figuren leben weiter“, sagt Markus Heckhausen, und er freut sich, wenn Paul in die Werkstatt auftaucht. „Jedes Gespräch bringt neue Ideen.“ Jetzt haben beide ein Buch herausgebracht. Wie es heißt? Natürlich „Das Ampelmännchen“.
Foto (links): Stolz zeigt Karl Peglau seine Ampelmännchen. Die Figuren gibt es jetzt als Lampen.
Foto (von links) 1: Freundschaft: Karl Peglau mit der Familie von Designer Markus Heckhausen(l.)
Foto 2: Karl Peglau vor einem seiner Ampelmännchen in Berlin
Foto 3: Die neue Generation des Ampelmännchens gibt es in vielen Varianten, beispielsweise als Schneekugel, als Wandleuchte oder als Buchstütze
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Das Ampelmärkchen
Das Ampelmärkchen
KULT- Der Ampelmann ist nun auch als Marke unterwegs. Die Rechte liegen bei der Make Design GmbH, Belrin. Geschäftsführer Markus Heckhausen hat sich den strammen Spaziergänger schützen lassen und pflegt auch gern den Kontakt zum Erfinder Karl Peglau. Auf Heckhausens Initiative ist in den letzten Monaten ein breites Sortiment entstanden. Den drolligen Deutschländer gibt es nun als Blumenvase, Kerze, Eiswürfelform, Korkenzieher, Bilderhalter, Buchstütze, Flaschenöffner, Party-Set oder Ausstechform. Bei der Gestaltung stand der Nutzen im Vordergrund. „Wir haben Geschenke gemacht, die vom Ostimage weggehen“ meint Vertriebsleiter Dr. Martin Chares. Make Design verkauft die Kollektion in Andenken und Design-Läden. Auch Kunstmärkte, Einrichtungsgeschäfte sowie Online-Geschenk-Shops eignen sich als Vertriebsweg. Das Kernabsatzgebiet ist Berlin, die Hauptzielgruppe sind die Touristen. „Wir haben das Glück, dass es noch ein Thema ist, die Presse zieht da mit“, sagt Chares.
Kontakt: www.ampelmann.de
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Wo die Ampelmännchen laufen lernen
...Wo die Ampelmännchen laufen lernen… bereiteten sich früher die Pferde und der Kutscher vor, um die Bewohner der Belle Etage im Vorderhaus in der Friedrichstraße oder zum Alexanderplatz zu bringen. Heutzutage entstehen in diesem Hinterhof in Berlins Szene-Bezirk Mitte die Trends für die Republik. MAKE Design fing nach der Wende an, die ausgedienten Ost-Ampelmännchen zu Lampen umzufunktionieren. Inzwischen haben sich die Ampelmännchen als Kultfiguren etabliert und ebenso wie die Produktpalette ist auch das Design-Büro gewachsen. Das inzwischen fünfköpfige Team sorgte für frischen Wind bei ELMAR FLÖTOTTO mit dem Ventilator FLOWERPOWER sowie für die Renaissance unseres Kulturgutes KUCKUCKSUHR bei BRAINBOX und löste das Problem der niemals richtigen Vasengröße durch flexible Vasen für NEXT Design. Und zwischendurch wurden die neuen Ampelmännchen-Fruchtgummi gegessen, um auf neue Erleuchtungen zu kommen. Mehr Infos unter www.make-design.de
---Die weiche Brise bietet der Ventilator FLOWERPOWER (Design: Reinhard Zetsche und Markus Heckhausen) mit wirklicher Innovation. Gleich fünf wohlgeformte Power-Flügel aus Weichschaum verströmen die Luft angenehm zirkulierend bis kräftig und frisch. Das ausgefallene Design wird als tisch-, Stand- oder Wand-Ventilator zum Blickpunkt in jeder Umgebung. Der Flowerpower dreht sich in vier blumigen Farben: Silber, Blau, Grün und Rot. Angetriebend wird die Blumenkraft durch Elektromotoren auf Niedervoltbasis mit elektronischer Regelung. Bezugsquellen über Elmar Flötotto Tel. 05241/94 05 0, Fax 05241 /94 05 250
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Das Ampelmännchen: So kam es zu seinem Hut
Von KLAUS BEHLING
Kultfigur Ampelmännchen. Jetzt erzählt ein Buch, wie vor 36 Jahren alles begann.
Der Vater des Ampel-Männchens, Karl Peglau (70), war damals leitender Verkehrspsychologe beim Medizinischen Dienst des Verkehrswesens der DDR. Er wollte die Fußgängerwege sicherer machen. Peglau: „Fußgänger brauchen keine `Lauferlaubnis`, haben keine Ausbildung. Deshalb sollten die Ampeln mehr als nur rot oder grün zeigen.“
Seine Idee: Nicht nur Farbsignale, auch die Form sollte ein deutliches Zeichen geben.
Der Psychologe: „Die ausgebreiteten Arme des roten Männchens symbolisieren einen Sperrbalken. Das grüne ist in seiner Grundform ein Pfeil.“
Auf dem langen Genehmigungsweg durch die DDR-Behörden verloren die Männchen zwar ihre Finger, aber der Hut blieb drauf. „Der war meine größte sorge. Schließlich hätte er als kleinbürgerlich ausgelegt werden können.“.
Doch alles ging gut, und 1963 gab’s für die neuen Ampel-Ideen sogar den „Aktivisten“.
Und dann verrät Ampel-Vater Peglau noch ein Geheimnis: „Gemalt hat das Kerlchen meine damalige Sekretärin Anneliese Wegner. Allerdings genau nach meinen Entwürfen.“
(„Das Buch vom Ampelmännchen“, Eulenspiegel, 24,80 Mark)
Bildunterschrift rechtes Bild:
Psychologe Karl Peglau (70) und seine Schöpfung: das Ampelmännchen. Die Finger verschwanden, der Hut blieb.
Foto: M. Heckhausen
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Ampeln für die gute Stube
Aus Mitte für ganz Berlin / 100 Stück fertig / Ostalgie und Geldverdienen
Sportlich sah es aus: Das Ampelmännchen der DDR-Lichtsignalanlagen. Nun gibt es den kleinen „Läufer“ als Lampe fürs Wohnzimmer. Inzwischen ist die DDR-Ampel aus dem Straßenbild Ost-Berlins fast gänzlich verschwunden.
„Der Abbau der alten Ampeln ist ein typisches Beispiel dafür, wie Sachen aus dem Westen einfach in den Osten übertragen werden, ohne dass es einen triftigen Grund gibt“, ärgert sich Markus Heckhausen. Der aus Tübingenstammende Designer hatte das Ampelmännchen bei vielen Besuchen in der DDR in sein Herz geschlossen. Als er vor einem Jahr nach Berlin zog, fiel ihm auf, dass es fast verschwunden war. >>Eigentlich schade<<, meint der 35jährige. „Das dynamische Ampelmännchen mit Hut finde ich viel hübscher als das starre, geradlinige West-Pendant.“ Bei vielen Gesprächen mit Bekannten merkte Heckhausen, dass er nicht allein so dachte. Als Ergebnis entstand die Idee, eine Ampelmännchen-Lampe zu entwerfen.
„Da es über 20 Jahre den Autofahrern die Treue hielt, habe ich um die Ampeln einen Sternenkranz angebracht“, erklärt Heckhausen. In den Kranz der roten Ausführung ist „don’t Stop me now“ in den der grünen Ausführung „keep on walking“ eingestanzt.
Bildunterschrift großes Bild:
Berühmte Abbildung, unbekannte Lampe: Markus Heckhausen produziert in seiner Wohnung in der Auguststraße die guten Stücke.
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MÄNNER ZUM LIEBHABEN
Design
MÄNNER ZUM LIEBHABEN
zwei putzige kleine Kerlchen waren für viele die erste große Liebe zu DDR-Design: Die Ost-Ampelmännchen mit Hut und Nase sehen nicht nur menschlicher, sondern auch dynamischer aus als ihre steifen West-Kollegen. Trotzdem werden sie nach 30 Jahren treuem Dienst einfach abgewickelt und verschwinden aus dem Berliner Straßenbild. Doch dem schleichenden Tod der tapferen Gesellen konnte einer nicht tatenlos zusehen: Markus Heckhausen, seit einem Jahr in Berlin. Der Pforzheimer Designer, dessen Produkte auch schon den Design-Plus-Preis erringen konnten, verehrt Phillipe Starck und möchte, „daß Design Spaß macht und das Wesen des Produkts ausdrückt". Und so hat er nun aus den Original-Ampel-Gläsern aus Zwickauer Fabrikation ein Lampen-Objekt entworfen, das - an die Wand gehängt oder auf den Boden gestellt - den Raum in sanft rotes oder grünes Licht taucht. Die zackige Edelstahl-Fassung „soll den Männchen einen Siegerkranz für ihre Leistungen umlegen", erklärt der 35jährige, der beide Typen liebt: „Der Grüne ist lustiger, der Rote feierlicher".
Simone Rafael
Lampe für 198 DM bei Markus Heckhausen, Tel: 282 87 80
FOTO: ELKE ANDREAS-MOELLER
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Danke, Herr Ampelmann!
Ein schwäbischer Jungkapitalist verherrlicht das SED-Regime.
Danke, Herr Ampelmann!
■ Christoph Dieckmann
Wohl jedem, der die „DDR“ besuchen musste, sind deren Fußgängerampeln erinnerlich. Die Figuren (Piktogramme) unterschieden sich erheblich von denen in Deutschland. Sie zeigten ungesunde Korpulenz (Gemüsemangel) und trugen Herrenhüte, welche Honeckers Staatsvolk in den HO- und Konsument-Geschäften wohl vergeblich suchte. Das grüne Männchen raste in sklavischer Hast:
Dawai, dawai! Das rote breitete autoritär die Arme: Halt! Stehenbleiben! Die Piktogramme des Westens hingegen atmen zivile Selbstverständlichkeit. Einzig vermittels ihrer Farbgebung raten sie dem mündigen Bürger wie dem Kinde unaufgeregt zum Gehen oder Stehen. Die Westmännlein sind Freunde, Demokraten, die östlichen Vopos, Grenzen, Stalinisten. Gerade in den Kleinigkeiten entlarvt sich ein System.
Da sich die Auswechslung der ostdeutschen Bevölkerung vorderhand schwierig gestaltet, entspricht doch wenigstens die Liquidierung der gewaltherrschaftlichen Ampelmännchen dem Geiste des Einigungsvertrages. Nur im Osten sieht man das nicht ein. Jürgen Heyer (SPD), Verkehrsminister von Sachsen-Anhalt, nennt die Ostmännchen „knuffig“ und attestiert ihnen „Gemütlichkeit“. Dann sofort Hetze gegen das Westmännchen: „geschlechtsloses Wesen mit Kugelkopf“, „einfach nur langweilig“. Daß die demokratische Version mehr Verkehrssicherheit bringt, „glaube ich nicht“, so Heyer, der sich, wie die gesamte rotgrüne Höppner-Regierung zu Magdeburg, nur mit Hilfe der SPD/PDS an der Macht hält.
Um so trauriger mutet es an, wenn skrupellose Geschäftemacher aus dem Westen den Verkehrsstalinisten der DDR die Lampe halten. Der Tübinger Industriedesigner Markus Heckhausen zog nach Ostberlin und betreibt dort einen schwunghaften Handel mit Ost-Ampelmann, die er als Wohnzimmerleuchte (Wand/Tisch/Boden) entworfen hat. Laut Werbetext werde“ durch die Ampellampe ein Stück Ost-Kultur auf dekorativ-humorvolle Weise weiterleben“. Und so fort. Vom „ehrwürdigen Abgang“ des Ostmännchens schleimt der Anbiederer aus Schwaben, vom „imaginären Siegerkranz“, und natürlich beschäftigt er nur ostdeutsche Zulieferer. Dann folgen die Adresse (Auguststr. 75, 10117 Berlin, Tel./Fax 030/2828780) und der stolze Preis (198,- DM). Unseren Vorhaltungen gegenüber zeigte sich der Jungunternehmer, Jahrgang 1961, verstockt. Er habe im Osten „viel dazugelernt“. Seine östlichen Partner seien „total freundlich und menschlich. Da überlegt man nicht dauernd, wie man den anderen übers Ohr hauen kann. Dafür geht’s etwas langsamer, behäbiger zu.“ Danke schön, Herr Ampelmann, für diese Einblicke in den „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“.
Trabi fährt Heckhausen inzwischen auch. Da nimmt’s nicht wunder, dass er im Abbau Ostmännchen keinen Beitrag zur Verkehrssicherheit erkennen will. Dabei gibt es wahrlich schon genug Leid auf den Straßen zwischen Kap Arkona und Fichtelberg.
Schuld an der Unfall-Lawine ist laut Volksmund Ost natürlich der Westen, der das brutale SED-Alkoholverbot für Verkehrsteilnehmer humanisierte. An der neuen 0,8-Promille-Grenze seien in sechs Jahren deutscher Einheit schon viel mehr Menschen gestorben als in 28 Jahren an der Mauer.
(
Anmerkung der Redaktion:
Christoph Diekmann war von 1991 bis 2005 Redakteur beim Hamburger Wochenblatt „Die Zeit“ – und seinerzeit tatsächlich der erste ostdeutsche Redakteur des renommierten Blattes. Mittlerweile ist er glücklicher Inhaber zahlreicher nicht minder renommierter Preise und veröffentlicht unermüdlich Bücher, Essays und Abhandlungen über seine Volksgenossen, das Leben in der späten DDR, Rockmusik, die neuen Bundesländer oder Fußball. Wenn also einer das Recht hat in ironischer Ernsthaftigkeit über die Ossis unter den Ampelmännchen dieser Welt zu schreiben – dann wohl am ehesten er.)
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Ampelmännchens neuer Job: Jetzt Leuchtet es zu Hause
Berlin - Den Hut keck im Nacken schreitet er dynamisch voran, oder stoppt mit energisch ausgebreiteten Armen – das Ost-„Ampelmännchen“. Doch der kleine leuchtende Kerl muß seinen Hut nehmen: Nur noch an 110 von einst 275 Kreuzungen oder Übergängen darf er in Rot und Grün tätig werden – bis er auch da von seinem steifen West-Kollegen abgelöst wird. Die Ost-Ampelmännchen verschwinden aber nicht völlig von der Bildfläche, sondern treten jetzt zivile Dienste an: Als Lampe, Firmenlogo oder Songtitel.
„Ampelmann; Du zeigst mir immer an, ob ich gehen oder stehen kann. Ampelmann, keiner weiß es genau – fehlt dir nicht eine Ampelfrau“, besingt die Berliner Popgruppe Lassie-Singers das Männchen. Im Restaurant „Hackeschen Hof“ (Eröffnung am 2.August, Rosenthaler Str.40) ist das gemütliche Kerlchen zu bewundern – als Firmenlogo. Zudem marschiert er dort wacker über das Etikett der Hausmarke.
Bei Markus Heckhausen (35) darf der Ampelmann weiter leuchten – als Lampe. „Ich war vor Jahren mal in der DDR, da fiel mir das Männchen gleich auf“, berichtet der Industriedesigner. 1995 zog der Tübinger nach Mitte, beschloß das Männchen am Leben zu erhalten. „Drei Monate organisierte ich, bis endlich das erste Stück gebaut werden konnte. Eigentlich wollte ich echte Ampelteile, aber die landen meist im Müll.“
Jetzt bezieht er die runden Plastikscheiben (20 Zentimeter Durchmesser) vom Originalhersteller, dem einstigen VEB Signaltechnik in Zwickau, der es für Sachsen weiterproduziert. Das Männchen ist inzwischen sogar ein eingetragenes Warenzeichen.
Die erste Serie von 100 Stück baut Heckhausen selbst. Zehn Ampel-Leuchten hat er schon verkauft (Preis 198 Mark). Wer sich ein Männchen an die Wand hängen, oder auf den Tisch stellen möchte, kann es bestellen unter (030) 440 488 01.
Bildunterschriften:
-kl.li.unten: Oberkellnerin Loretta Fritz (34) präsentiert den goldenen Ampelmann – auf der Sektflasche und als Firmenlogo. Fotos: Friedel
-gr.re.unten: Industriedesigner Markus Heckhausen (35) bringt das „Ampelmännchen“ wieder zum Leuchten. In seiner Wohnung in Mitte baut er die Lampen mit den roten und grünen Kerlchen zusammen.
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Lampe statt Ampel
Von Björn Wirth
Erinnern Sie sich noch an die sozialistische Ampelvariante in den Farben der DDR? An die beschwörend ausgebreiteten Arme des Männleins bei Rot? Und an seinen grünen Bruder, der im Stechschritt und mit angewinkelten Ellenbogen loszuhasten schien? Ausgetauscht gegen schnörkelfreie, hut- und armlose West-Kollegen, schien das Ende des gedrungenen Kerls made in GDR besiegelt.
Doch das Ampelmännchen hat umgeschult und übernimmt nun Aufgaben im Innendienst. Weil Ampeln aber in der Wohnung ziemlich ungewöhnlich sind, ist aus dem Ampelmännchen ein Lampenmännchen geworden. Mit Lorbeerkranz drumrum und auch nicht ganz billig. Schlappe 200 Mark kostet die grüne „keep on walking“-Variante respektive die „don't stop me now“-Ausführung in Rot. Für beide gibt Designer Markus Heckhausen in der Galerie Auguststraße 75 allerdings Rabatt. Die Ampellampen erzeugen „einen strahlenden Schein an der Wand“, schwärmt Markus Heckhausen und schlägt vor, sie „auf dem Tisch oder dem Boden zu platzieren“.
Warum eigentlich nicht an die Badtür? Wenn Mutter das nächste Mal an den Spiegelschrank drängt, kann Vater die Zeitung in Ruhe weiterlesen und braucht nicht ständig „besetzt“ zu rufen. Denn draußen leuchtet die „Dont stop me now“-Ampellampe.